Das Ende der T-Ära…

Es ist vollbracht.
Erstmalig für uns persönlich und auch erstmalig für unseren Haushalt leben wir nun in einer TfZ – Telekom freie Zone.

Anfangs gab es ja keine wirklichen Alternativen. Wer telefonieren wollte, der musste einen Anschluss der Telekom nutzen. DSL-Anschlüsse gab es anfangs auch nur von der Telekom bzw. T-Online. Und selbst beim Mobilfunk war man hier in der Region in der Anfangszeit eher mehr als  weniger auf die T-Mobile angewiesen. Die anderen Anbieter hatten damals noch keine ausreichend brauchbares Handynetz aufgebaut und hinterließen viele weiße Flecken auf der sauerländischen Landkarte. Und so blieb hier eigentlich nur der Weg zu T-Mobile.

Damals….
Los ging es im elterlichen Haushalt mit einem einfachen analogen Telefonanschluss. Internet und Handy kannte man damals noch nicht und die Wählscheibe war die Hürde, die man für die Kommunikation mit Freunden und Verwandten überwinden musste. Wahlwiederholung? Rufnummernspeicher? Wunschdenken! Viel später gab es dann die ersten Telefone mit Wähltasten  und so wurde das Telefonieren schon ein ganzes Stück komfortabler.
Die ersten Gehversuche im Internet machte ich dort mit einem Modem. Angefangen mit 14.400bit/s, später 33.600bit/s und am Ende mit unglaublichen 56.000bit/s (Letzteres ist ein 292stel eines heute normalen 16Mbit-Anschlusses. Das nur kurz als Vergleich für alle, die nur DSL kennen.). Ich nutzte dabei verschiedene Provider, wie AOL, T-Online oder diverse lokale Anbieter.

Die erste eigene Wohnung statteten wir dann mit einem ISDN-Anschluss aus, damit man neben dem Surfen im Internet auch noch telefonisch erreichbar war. Dank ISDN war der Verbindungsaufbau ins Netz, im Gegensatz zum Modem, innerhalb weniger Augenblicke erledigt und stand zuverlässig mit 64kbit/s zur Verfügung.

Kurze Zeit später gab es dann einen DSL-Anschluss von T-Online mit anfangs 1Mbit, der im Laufe der Zeit auf bis zu 4Mbit/s ausgebaut wurde. Darauf folgte später der erste Schritt weg von der Telekom. Der DSL-Provider wurde gewechselt und 1&1 lieferte uns mit 16Mbit/s das Internet ins Haus, wobei der DSL-Anschluss selbst noch bei der Telekom beheimatet blieb. Ich hielt dies für den besseren Weg, da die Telekom im Falle einer Störung vermutlich schneller und zuverlässiger entstören konnte, als wenn 1&1 hier als Vermittler hätte eingreifen müssen. Schließlich blieb die „letzte Meile“ ja in der Hand der Telekom, so dass diese so oder so hätte aktiv werden müssen.
Telefoniert haben wir damals auch schon nicht mehr über die Telekom, sondern nutzten recht früh das Voice-over-IP von 1&1. Und da es kein DSL ohne Festnetzanschluss gab, verblieb zumindest dieser noch bei der Telekom.

Ende 2010 stand dann der größte Wechsel an. Der Telefonanschluss der Telekom und das DSL aus dem Hause 1&1 wurden gekündigt und seitdem nutzen wir die UnityMedia als Provider, die mit 32Mb/s in dieser Gegend weitaus mehr liefern kann, als Telekom und/oder 1&1. Unsere bisherigen Erfahrungen damit waren und sind auch mehr als positiv. Zumal es bei diesem Zugang nicht zur DSL-typischen Zwangstrennung alle 24 Stunden kommt.

Die Mobilfunkverträge waren von Beginn an auch bei der T-Mobile. Einer davon wurde schon vor Jahren auf PrePaid umgestellt und im letzten Jahr inklusive einer Rufnummernübernahme nach Simyo übernommen.
Der zweite Vertrag ist mit dem heutigen Tag bei T-Mobile abgeschaltet worden. Die Rufnummer wird nach O2 übernommen und macht damit ein Ende der T-Ära in unserem Haushalt.

Damals noch ein Monopolist und für den Nutzer keine Chance auf Alternative.
Heute nur noch einer von vielen, der aufgrund seiner Preispolitik und des Chaos im Support und Kundencenter vermutlich noch mehr Privatkunden verlieren wird. Wie oft gab es seitens der Hotlines unterschiedliche und gegensätzliche Aussagen. Die Linke wusste und weiß bis heute nicht, was die Rechte tut. Das kenne ich vor allem auch im dienstlichen Umfeld wo ich vormals viel mit der Telekom bzw. T-Systems zu tun hatte.

Ich freue mich nun auf eine TfZ (Telekom freie Zeit) und bin mir sicher, mit dem Wechsel zu anderen Anbietern keinen Fehler gemacht zu haben.

Veröffentlicht am 12. März 2011 in Mobilfunk, Persönliches und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Hallo!

    Herzlichen Glückwunsch zur T-freien Zone aus Wennemen. Auch ich habe seit zwei Jahren keine Geschäftsbeziehung mehr zur Telekom. Nachdem ich vorher 4 Jahre lang einen DSL-Anschluss dort hatte, bin ich seit nunmehr 2 Jahren auch Telefon-Kunde bei 1&1. Das Netz vor Ort gehört natürlich noch der Telekom, deshalb zahle ich auch brav jeden Monat meine 5€ „Fernanschaltgebühr“ (erinnert mich immer an den Solidarzuschlag). Die Verfügbarkeit ist recht gut, und auch der Service ist besser geworden. Die Telefonflat ins Festnetz ist heute wohl Standard. Die enthaltene Handyflat ins Festnetz ist jedoch für mich schon sehr interessant, da häufig benutzt. Ebenso wie die Flat im 1&1 internen „Handynetz“. Das macht das Mobil-Telefinieren in der Familie schon günstiger.

    Was stört aber jetzt noch? Die bescheidene Bandbreite von 1MBit down und besonders die kümmerlichen 160 KBit up. Mal ein paar Bilder verschicken oder hochladen ist schon ein Aufwand. Auch die beliebte Online-Unterstützung bei der lieben Verwandschaft ist manchmal eine echte Geduldsprobe. Als braver Kunde hofft man ja immer das Beste: In diesem Falle auf einen Ausbau des Netzes durch wen auch immer.

    Ein Suche unter http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Navigation/Breitbandatlas/breitbandsuche.html zeigt für meine Straße eine verfügbare Bandbreite von >= 50MBit. Damit ist wohl das Netz von Unity-Media gemeint. Unter diesen Voraussetzungen wird die T-Kom wohl nicht mehr investieren. Daher werde ich doch umziehen müssen (Natürlich nur beim Anbieter ;-). Eigentlich schade.

    Schade auch um meine 4 zusätzlichen Telefonnummern und die Handyoption sowie die seit Jahren benutzten E-Mail-Adressen. Blöd, das man diese nicht behalten kann!

    Wie zuverlässig ist die Telefonie bei Unity? Ich habe gelesen, das der Client im Modem eingerichtet wird und das Telefonieren mit einem anderem Protokoll als bei VOIP geschieht, mit höherer Priorität.

    Gibt es zu dem Thema noch Anregungen?

    Viele Grüße aus Wennemen, Thomas

  2. Ich bin in allen Belangen mit UnityMedia voll zufrieden.
    Schnelle Anbindung, stabile Verbindung und sehr gute Sprachqualität. Dazu noch der Vorteil, dass es da keine 24Std.Zwangstrennung gibt.
    Ich fühle mich voll bestätigt, kein T-Produkt im Einsatz zu haben.

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