Archiv für den Monat Juli 2012

Die Henne öffnet sich

Seit einiger Zeit kreist in der Innenstadt von Meschede der Hammer.

Die Hennedeckel-Öffnung ist im vollen Gange und schon viele Meter der alten „Überdachung“ sind dem Bagger zum Opfer gefallen. Noch kann man sich nur schwer vorstellen, wie es einmal in Natura aussehen wird, aber man arbeitet ja daran.

In regelmäßigen Abständen fahre ich in die Innenstadt und mache mir ein Bild der Arbeiten.
Aus dem schon recht kontrovers diskutierten Projekt wird nun ganz langsam Realität.

Die Baustelle ist schon eine echte Herausforderung für die Anwohner und auch die Geschäfte.
Der „Winziger Platz“ gleicht momentan einem Schweizer Käse und man muss schon einige Umwege in Kauf nehmen, um das ein oder andere Geschäft zu erreichen. Das Wort “Laufkundschaft“ erhält da eine ganz neue Bedeutung.

Henneöffnung - Panorama
Henneöffnung - BaustelleHenneöffnung - Baustelle 
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Live-Bilder der Webcams am „Winziger Platz“:
[Webcam Winziger Platz - Nord]

[Webcam Winziger Platz - Süd]

 

[Quelle der Wecam-Bilder: http://wissenwasserwandel.de/webcams-videos/]

Wieder mit dem Rad unterwegs…

Das Sauerland. Unendliche Weiten…

Für den Gelegenheitsradfahrer ist es nicht immer einfach, in dieser Gegend motiviert und ohne übermäßige Strapazen ein paar Kilometer abzuspulen. Und so war auch für mich die Motivation sehr übersichtlich gesät, so dass ich mein damaliges Kettler-Rad (Blacklight) sehr – jung und mit nur wenig gefahrenen Kilometern wieder verkauft habe.

KETTLER Black Light
Nachdem nun die Nordschleife des Sauerlandradrings eröffnet wurde und wir parallel dazu eine kleine E-Bike-Tour nach Arnsberg gemacht haben, fing ich dann doch wieder Feuer. Ich wusste, dass ich Bewegung mehr als nötig habe und dass mir das Radfahren im Grunde genommen schon viel Spaß macht. Die Strecke von Wennemen nach Wenholthausen ist zudem eine perfekte Alternative zum Ruhrtalradweg und von der Wegführung hervorragend für den vorzeige Ausdauersportler, wie ich einer bin. 😉 Es galt also etwas zu unternehmen.

Die Frage war nur, woher ich nun ein Fahrrad nehmen sollte. Um den Geldbeutel etwas zu schonen, wollte ich nicht auf ein neues Rad zurückgreifen. Ein gebrauchtes wär absolut ausreichend, denn die Technik von vor zwei Jahren steht doch der aktuellen nicht wirklich großartig nach. Zumal ich aus aktuellen Modellen keinerlei Vorteil ziehen könnte.
Im Internet habe ich mich in diversen Gebrauchtradbörsen umgesehen. Aber was sollte ich kaufen? Welcher Hersteller, welches Modell? Und vor allem, in welchen Zustand sind die Räder? Quer durch Deutschland wollte ich nicht fahren, um eine Probefahrt zu machen und es dann später doch stehen zu lassen. Es hielt den Gang zu einem Händler, bei dem ich die Räder testen kann und der mir auch eine Garantie auf das Rad geben kann, für die beste Alternative. Zumal es einige davon in der heimischen Gegend gibt.

In der Nähe meines Arbeitsplatzes besuchte ich ein von Freunden empfohlenes Zweiradfachgeschäft. Und dort tat ich, wovon mir meine Mutter sonst immer abgeraten hat. „Kaufe nicht das Erstbeste. Vergleiche!“
Ich fand dort ein Rad, das perfekt zu mir passte. Die Rahmenhöhe und die Sitzposition waren perfekt. Kein gekrümmtes vorgebeugtes Sitzen mit einem nach oben geknickten Hals. Auf Dauer wirklich unbequem, wenn man nicht richtig trainiert ist. Sportlich ja, aber bitte etwas bequemer.
Die Ausstattung des Rades war auch für meine Zwecke mehr als ausreichend. Ich war von dem Rad gleich begeistert und nachdem ich beim Preis noch ein wenig verhandeln konnte, habe ich es ein paar Tage später direkt mitgenommen.
Giant Freerider RS Lite GTSEs handelt sich um ein „Giant Freerider RS light GTS“, welches 1.5 Jahre alt war und nur knapp 200km gefahren wurde.

Jetzt, etwa drei Wochen und knapp 120km später, bereue ich den Kauf in keiner Weise.
Früher hatte ich nach den ersten Touren ständig unangenehme Schmerzen im Allerwertesten, was wohl durch den für mich recht unbequemen Sattel herrührt. Damals ein gefundenes Fressen für den inneren Schweinehund. Mit dem neuen Rad hatte ich selbst nach den ersten längeren Touren (32km und 43km) keine Probleme damit. – Klar, die Beine waren schon relativ am Ende ihrer Kräfte, mein Hintern aber zeigte keine Ermüdungserscheinungen. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte ich wohl etwas weiter fahren können. Aber ich wollte ja nicht gleich übertreiben.

Wenn nun noch das Wetter mehr in Stellung „Sommer“ schalten würde, dann geht es wieder raus. Aber bei dem strömenden Regen ist es sinnlos zu fahren. Wer auch immer für das Wetter verantwortlich ist, sollte einen Blick auf den Kalender werfen. Juli! Ein Sommermonat. Ich fühle mich momentan eher wie im Spätherbst.

Ende und Aus – EM2012

Abpfiff-  – und alle gehen nach Haus‘.

Kaum hat sie angefangen, schon ist die EM2012 wieder zu ende.
Überraschungen gab es nur wenige. Aus meiner Sicht war eine, dass es die deutsche Mannschaft bis ins Halbfinale geschafft hat. Kurz vor der EM waren die Ergebnisse ja eher überschaubar und alle Welt zweifelte, ob das DFB-Team die Todesgruppe überhaupt überleben wird. Dass diese Truppe die Gruppenspiele dann mit einer sauberen Weste verlässt hätte ich zuvor nicht vermutet. Portugal und die Niederlande waren ja nicht wirklich unsere Wunschgegner. Eine echte Überraschung.

Dass nun im Halbfinale gegen Italien alles zu Ende ging war einfach Schicksal und auch eine kleine Überraschung, wenn man die bisherigen Gruppenspiele der Italiener betrachtet. Fehler in der Aufstellung oder die individuellen Fehler der einzelnen deutschen Spieler hin oder her. Es hat einfach nicht zu einem Sieg gereicht. Dass sich die Presse – allen voran natürlich die Bild-Zeitung – wie ein Fähnchen im Wind dreht, war absolut vorhersehbar. Erst waren sie die deutschen Helden, dann überbezahlte Luxusversager.-  Immer gerne so, wie man es gerade braucht und womit man am meisten Aufsehen erregt. Naja, Bildniveau eben.

Das Finalspiel Italien gegen Spanien hat mir dann klar gemacht, dass es mit einem Titel so oder so nichts geworden wäre. Denn die Spanier waren um Längen besser, als die deutsche Mannschaft im ganzen Turnier. Hätten wir also gegen Italien gewonnen, dann wären wir gegen Spanien genauso untergangenen. Eventuell sogar noch heftiger. Da macht es dann keinen Unterschied mehr, ob man Halbfinalist – also Dritter bzw. Vierter – wurde oder den zweiten Platz einnimmt. Dafür kann man sich dann auch nichts mehr kaufen.

Nun ja, der bessere hat ganz klar gewonnen und dass nun schon das zweite Mal in Folge. – Auch eine Überraschung und vorher nie dagewesen. Respekt vor dieser Leistung.

Uns bleibt mal wieder nichts anderes übrig, als zwei weitere Jahre die Füße still zu halten und auf die WM 2014 in Brasilien zu hoffen.
Wer da am Ende der Bundestrainer sein wird und welche Spieler zum Einsatz kommen werden, kann heute noch niemand sagen. Vielleicht erwarten uns da ja auch noch ein paar Überraschungen?

Bild von SpreePiX Berlin via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Bild von SpreePiX Berlin via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Eventuell kommt ja Lothar Matthäus als Trainer zum Einsatz. Gemeinsam mit Michael Ballack als Co-Trainer sicher ein erfolgreiches Gespann. Das wäre doch eine weitere tolle Überraschung, oder?!