USA … und täglich wird geschossen

DOF Photo Assignemnt

Bild von Emily Stanchfield via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen in meinem Blog keine Artikel mit politischem oder politiknahem Inhalt zu veröffentlichen, aber nach dem, was kürzlich in den USA geschehen ist, platzt mir nicht nur der Kragen.

Wir alle haben die Berichterstattungen aktuell noch im Auge und/oder in den Ohren, denn die Medien berichten seit dem tragischen 15.12. ja stündlich darüber.
Da erschießt ein 20 jähriger aus ungeklärten Gründen zunächst seine Mutter, um im Anschluss in aller Seelenruhe durch die Stadt zu einer Grundschule zu fahren und dort 20 Kinder, sechs Lehrer und anschließend sich selbst zu erschießen.

Schon wieder ein amoklaufender Mensch in Amerika. Schon wieder müssen unschuldige Menschen, in diesem Fall sogar Kinder im Alter von nicht einmal zehn Jahren, sterben. Zum Einsatz kam dabei keine „normale“ Handfeuerwaffe, sondern gleich ein Sturmgewehr. Wenn ich so etwas lese, dann überkommt mich der pure Hass. Was bitte machen Privatleute mit einem Sturmgewehr? Dieser in den USA schon übliche massenhafte Besitz von gewöhnlichen Pistolen ist schon völlig irre, aber wenn bei den Leuten im Wohnzimmerschrank zusätzlich Sturmgewähre und „weiß Gott was noch alles“ herum steht, dann zweifle ich daran, ob man hier wirklich von einem zivilisierten Land sprechen kann.

Ein Land, in dem vielerorts erst mit 21 Jahren eine Flasche Bier gekauft werden darf.
Ein Land, in dem ein zehn jähriger wegen schwerwiegender Inzest ins Gefängnis kommt, weil er seiner Schwester einen Kuss gab.
Ein Land, in dem man Warnhinweise auf Mikrowellen anbringen muss, weil darin schon Tiere zum Trocknen hineingesteckt wurde.
Und es gibt noch 1001 weitere Beispiele für realitätsferne Regeln und Gesetze in den USA.

Alkohol ab 21 Jahren – Schusswaffen ab 18 Jahren. Unglaublich, aber wahr. Zumal es in den USA Waffenhändler, wie hier Dönerbuden gibt. An jeder Ecke mindestens einer.

Wenn dieses Land, nach den aktuellen Ereignissen und den vielen Amoklaufen in der jüngeren Vergangenheit, nicht langsam einmal aufwacht und grundsätzlich Gesetze und die Kontrollen einführt bzw. ändert, dann wird es sich in spätestens 20 Jahren selbst ausradiert haben. Denn ohne das wird es ein Wettrüsten geben und die Nachrichten über amoklaufende Waffennarren werden zum täglichen Business verkommen. Schon jetzt liest man doch als Reaktion auf das Massaker, dass man sich bewaffnen müsse, um die Kinder zu schützen und dass sicher nichts passiert wäre, wenn die Lehrerinnen ebenfalls eine Waffe getragen hätten.
Schusswaffen tragende Lehrerinnen in einer Grundschule. Allein der Gedanke daran, lässt mich zusammen zucken.

Aber in den USA hat ja jeder Einwohner ein gesetzliches Anrecht auf eine Waffe. Dass das Gesetz aus einer Zeit stammt, als man noch gegen Indianer gekämpft hat, das versteht dort niemand und es will auch niemand hören.

Amerika, du tust mir leid. Nein, du nicht, nur die armen unschuldigen Menschen, die diesen beschissenen Spinnern und diesen Gesetzen zum Opfer fallen.

Veröffentlicht am 17. Dezember 2012 in Persönliches, Politik und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen