Etwas Licht ins Dunkel bringen

Octavia by nightInspiriert durch ein Foto von meinem Fotofreund Andreas wollte ich den neuen Familienkombi auch einmal ins rechte Licht rücken. Foto bei Tageslicht und Sonnenschein hatte ich einige Tage zuvor ja schon gemacht, nachdem das Auto frisch aus der Waschstraße kam. Jetzt sollte das Licht zu größten Teil einmal weichen – Nachtaufnahmen waren angesagt. Aber nicht einfach so bei Nacht, sondern mit einer zusätzlichen selbstgebauten Lichtquelle.
Für diesen und ein paar andere Zwecke hatte ich mir einige Zeit zuvor schon mein eigenes Lichtschwert gebaut. Aus einer LED-RGB-Lichterkette, einem BleiGel-Akku, einem Besenstiel und ein paar zusätzlichen Kleinteilen entstand ein Lichtschwert, das selbst bei Darth Vader einen bleibenden Eindruck hinterlassen hätte. Der 7.2Ah Akku versorgt die ca. 1.2m lange Lichterkette, die aus einer Vielzahl von farbigen RGB-LEDs besteht, über mehrere Stunden mit Spannung. Über eine kleine Fernbedienung können nun eine große Zahl verschiedener Farben und Leuchteffekte abgerufen werden. Erste Tests im nächtlichen heimischen Garten waren schon recht vielversprechend.
Nach einem ausgiebigen Videoabend mit Freunden blickte ich bei der Verabschiedung kurz in den Nachthimmel. Es war klar und wolkenlos, allerdings ohne dass sonderlich viele Sterne sichtbar waren. Aber auf die kam es mir ja gar nicht an. Ich wollte das Lichtschwert einsetzen und dabei das Auto vor die Linse zerren. Es war 01:45Uhr als ich das Auto mit Kamera, Stativ, Akku und Lichtschwert beladen vom Hof bewegte. Einzig über den Ort für die Aufnahmen war ich mir noch unschlüssig. Nach Möglichkeit sollte er hoch und frei liegen und dabei einen Blick auf die Sterne bieten. Ich fand während meiner Fahrt so einige schöne Orte, die aber alle nicht optimal waren. Am Ende führte mich der Weg in die Nähe der Deponie Nahe Velmede/Halbeswig. Es war eine lange Sackgasse mit viel Platz und einer freien Sich in Richtung West und Nord.

Octavia by nightDie Lichterkette legte ich bei den Aufnahmen in Höhe der Handbremse quer auf die Vordersitze und stellte über die Fernbedienung die gewünschte Farbe ein. Es entstanden dann verschiedene Aufnahmen mit Belichtungszeiten zwischen 5 und 25 Sekunden, zum Teil mit und ohne Fahrzeugbeleuchtung. Diese indirekte Innenraumbeleuchtung hat dabei schon seinen besonderen Reiz und ich freue mich schon auf weitere Aufnahmen und Experimente damit. Zudem steht ja auch noch das Wheel’o’Fire auf dem Plan. Wenn das Wetter beständig bleibt, dann wird es sicher noch so manche Zauberhaft Nacht geben. Das ist es, was mir an der digitalen Fotografie so gefällt. Einfach ausprobieren und Foto nach Foto schießen. Wir müssen heutzutage ja nicht mehr zur Entwicklung ins Labor fahren und Unmengen an Geld ausgeben, damit wir uns danach dann doch wieder ärgern, dass das Bild nicht so wurde, wie man es sich vorher vorgestellt hat.

Weitere Bilder und Aktionen folgen — versprochen! 🙂

 

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Weitere Fotos dieser Nacht befinden sich in meinem Album „Nightshots“ auf Flickr.
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Veröffentlicht am 18. Juni 2013 in Fotografie und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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