Grüße von der Stadtpolizei aus Italien

Wenn einer eine Reise tut, dann rechnet er sicher nicht damit, mehr als 15 Monate später noch einmal per Briefpost daran erinnert zu werden.

Nach meiner Dienstreise nach Italien im Dezember 2014 staunte ich nicht schlecht, als ich an einem Abend im März des Jahres 2016 (ca. 15 Monate später) plötzlich einen Brief aus Italien im Briefkasten vorfand. Der Absender war die Comune di Verona, Corpo Polizia Municipale. Die Stadtpolizei von Verona.

Die Augen wurden langsam größer, als ich den Brief weiterlas: Zustellungsvorbescheid einer Gerichtsurkunde “ Zahlungsmitteilung “ Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung.

Der Brief war in deutscher Sprache verfasst und der Vorwurf darin klar formuliert. Ich soll in Verona auf der VIA DIAZ ARMANDO die den öffentlichen Transportmitteln vorbehaltenen Spur benutzt haben. Dabei dachte ich noch, warum man mir wegen so einer lächerlichen Kleinigkeit gleich einen Brief schreiben muss. Aber als ich dann weiterlas musste ich dann doch einmal kurz schlucken. Schlanke 104,49 Euro soll ich dafür berappen. Haben die in Italien vergoldete Busspuren und ich habe mit dem Auto zu allem Überfluss auch noch Kratzer in das Blattgold gemacht?

Ich nahm mir das Schreiben noch einmal Zeile für Zeile vor.
Stutzig machte mich, dass kein Datum angegeben ist, zu dem das Schreiben aufgesetzt wurde und auch das recht verpixelte Wappen und der Schriftzug der Comune di Verona. Allerdings stimmte meine Adresse, das Datum meiner Italienreise und auch das Kennzeichen des Mietwagens ist richtig.
Der Brief selbst wurde laut dem Frankieraufdruck in Holland aufgegeben „P.O. Box 7005 – 3109AA Schiedam“. Auch sehr merkwürdig, aber Outsourcing betreibt man vielleicht ja auch seitens der italienischen Polizei. Wer weiß?!
Weiter las ich dort, dass die knapp 105 Euro nur bei einer Zahlung innerhalb von fünf Tagen nach Erhalt des Schreibens gültig wären. Bei einer späteren Zahlung sind es etwa 25 Euro mehr. Dem Absender kann ja nicht einmal bekannt sein, wann der Brief bei mir angekommen ist. Es war kein Einschreiben, sondern ein normaler Brief, der auch schon vor zwei Monaten hätte verschickt werden können. Ohne Datum ist das ja alles nicht festzustellen. Wer will also feststellen, dass die Frist nicht schon lange verstrichen ist oder ob ich den Brief überhaupt erhalten habe?

Auf der Rückseite des Briefes war ein Hinweis auf eine Webseite angegeben, auf der ich angeblich Details zu diesem Fall herunterladen könnte. Über das Internet wäre auch eine Zahlung per Kreditkarte möglich. Ist das seriös und üblich? Mir hat in Deutschland noch niemand eine Kreditkartenzahlung angeboten, wenn der kleine rote Blitz am Straßenrand dann doch mal wieder zugeschlagen hat.
Da ich der ganzen Sache immer weniger traute, nutzte ich einen Testrechner, um die besagte Webseite aufzusuchen. Sicher ist sicher. Die Seite selbst ist mehr oder weniger im Stil einer Webseite aus dem den frühen Anfängen des Internet und machte auf mich auf den ersten Blick keinen wirklich seriösen Eindruck. So eine Seite baue ich mir selbst in weniger als einer Stunde zusammen.
Weiterhin musste ich für die Anmeldung zwingend die Datenschutzerklärung lesen und akzeptieren. Das Dokument machte für mich auch nicht den Eindruck, dass sich hier wirklich die Polizei hinter alle dem verbirgt. Gebrochenes Deutch und keinerlei Grafik, Logo oder sonst etwas. Nur eine Überschrift mit etwas Text, dafür im Browser aber gut sichtbar der Name des ursprünglichen Dokuments Microsoft Word  Documento1. Arbeiten da wirklich solche Dilettanten? Das muss doch alles ein Fake sein, oder?!

Nach der Anmeldung dann eine Übersicht mit ein paar Informationen zu meinem Fall. Teile der Texte waren plötzlich auf Holländisch zu lesen. Da kommt man dann irgendwann doch aus dem Staunen und Wundern nicht mehr heraus. Was läuft hier für ein Film?
Eine siebenseitiges PDF konnte ich dann auch noch herunterladen. Ganz oben im Dokument ein schwarz/weiß-Foto des Mietwagens von hinten oben. Ähnlich unserer Blitzerfotos, nur ohne Angabe von Datum, Uhrzeit und Ort und nur das Heck des Wagens. Den Fahrer sieht man darauf natürlich auch nicht.
Im weiteren Verlauf des Dokuments finde ich dann die Korrespondenz mit der Firma SIXT, die gerne und bereitwillig Auskunft über mich erteilt haben. Mein Italienisch reicht aber nicht, um die Briefe im Detail zu verstehen. Ich frage mich auch, an wen die Firmen diese Daten immer herausgeben. Der italienische Datenschutz ist vermutlich nicht so gut, wie in Deutschland.

Also alles in Allem eine nicht nur aus meiner Sicht recht undurchsichtige Sache mit vielen Unklarheiten und zweifelhaften Details. Im Netz findet man auch viele Warnungen vor gefälschten Bußgeldbescheiden, die vornehmlich aus Italien stammen. Ich habe den Fall zur Prüfung an eine geeignete Stelle weitergeleitet und dort wird man mir dann in Kürze mitteilen, ob das nun ein Fake oder doch echt ist.

Wenn man sich die Örtlichkeit auf Google-Streetview einmal genauer ansieht, dann findet man dort in der Tat ein Pappschild mit dem Hinweis, dass es sich um eine reservierte Spur für Busse und Taxis handelt. Den Text musste ich aber erst durch den Online-Übersetzer jagen, um den Inhalt zu verstehen. Für einen nicht-Italiener ist das aber selbst auf dem zweiten Blick nicht deutlich erkennbar. Zumal das Schild eher die Qualität eines Wahlplakats hat. Da lobe ich mir dann doch die eindeutige Beschilderung in Deutschland, die dann in der Regel auch mit einem entsprechenden Piktogramm jedem sprachenunabhängig begreiflich macht, was hier verboten ist.


Das „gut sichtbare“ Hinweisschild für die reservierte Busspur.
Nicht gefunden? Rechts, am Masten mit den Kameras.

Sind die Zustände innerhalb Europas wirklich so verschieden? Oder übertreibt Deutschland hier maßlos mit seinen Beschilderungen, Regeln und der Art, wie man mit Bußgeldern umgeht?

Ich erfuhr aktuell zu diesem Fall nun, dass dies für Italien wohl gelebte Praxis sei. Man nimmt es dort mit den Angaben nicht so genau, so dass sie auch gerne einmal weggelassen werden. Daher kann mir selbst ein hinzugezogener Justiziar nicht sicher sagen, ob es sich bei diesem Bußgeldbescheid um ein Original oder um eine Fälschung handelt. Vieles spricht für das eine, etliches aber auch für das andere. Bevor es also Stress in ganz anderer Höhe gibt, weil das Schreiben dann doch echt und rechtens war. Das verzichten Papi und die Kids in den kommenden Wochen wohl auf den ein oder anderen Döner.

Ganz wichtig:
Achtet im Ausland auf die Verkehrsregeln! Deutschland ist verdammt gnädig, was Bußgelder angeht. Die Strafen sind im Ausland in aller Regel immer um einiges teurer und als Ausländer zahlt man auch zusätzliche Verwaltungskosten.

Ich werde in Zukunft einen großen Bogen um den Schriftzug „BUS“ machen, sollte sicher dieser auf der Straße befinden. Oder mein Arbeitgeber muss sich damit abfinden, mir in Zukunft einen Chauffeur zu stellen.

Foto: Public Domain

Veröffentlicht am 16. März 2016 in Auto und Verkehr und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 82 Kommentare.

  1. Karl Schrade

    Hallo Axel,
    habe gestern genau das gleiche Schreiben bekommen bin genau so verdutzt,
    werde nicht zahlen das ist die pure Abzocke.
    Werde in Zukunft Italien meiden und das auch anderen weitersagen die brauchen die Touristen anscheinend nicht. Oder denken mit den blöden Touris kann man das machen .

    LG Charly

  2. Bernd Manns

    Hallo und vielen Dank für diesen Artikel. Ich war vor fast einem Jahr (19.06.2015) in Verona und erhielt heute (24.05.16) genau solch einen, wie von Axel beschriebenen, Brief.
    Auch ich war sehr skeptisch und erstaunt . Die von der Stadtpolizei Verona angegebenen Daten stimmen, daran gibt es nichts zu rütteln. Aber fast ein Jahr nach dem angeblichen Verstoss eine offizielle Zahlungsmitteilung? Na ich weiss nicht. Ich habe mir eben über meine Rechtsschutzversicherung eine rechtsanwaltliche Beratung eingeholt. Der Anwalt riet mir letztlich, die Ordnungswidrigkeit in Höhe von 92,59 € zu zahlen. Die Kosten bei einem Einspruch etc. könnten aufwendiger und teurer werden, als der ganze Aufwand wert wäre.
    Hätte ich in diesem Jahr nicht schon einen Urlaub an den Gardasee (nahe bei Verona) gebucht, wäre Italien als Urlaubsland nun tabu. Sollte ich nicht noch etwas positives bezgl. der Zahlung erfahren, werde ich wohl zähneknirschend zahlen, zumal die Gefahr besteht, in Italien bei Nichtzahlung auf einer roten Liste zu stehen und evtl. das Fahrzeug eingezogen zu bekommen. Wer möchte das schon im Urlaub. Das wäre nun wirklich Ärger ohne Ende.
    Übrigens zeigt mir diese ganze Angelegenheit doch wieder einmal, wie human wir in Deutschland mit Strafen bei Ordnungswidrigkeiten etc. sind. Im Ausland, egal wo, sind solche Dinge wesentlich teurer und haben somit auch einen viel größeren Abschreckungseffekt als bei uns. Übrigens auf der Hinfahrt im vergangenen Jahr nach Italien fuhr ich durch die Schweiz. Geschwindigkeitsübertretung in einem Tunnel um
    6 km/h kostete mich sage und schreibe umgerechnet 60,00 €! Das tut weh!

  3. Hallo Axel,
    mir flatterte heute (27.06.2016) auch zwei solcher Teile aus Verona ins Haus. Angeblich sei ich am 25.07.2015 zwei Mal im Abstand von wenigen Minuten durch eine verkehrberuhigte Zone am Riva S. Lorenzo gefahren. Wenn ich innerhalb von 5 Tagen bezahle 2 x 91,93 €. Ganz toll! Ich habe mir die Unterlagen von der angegebenen Adresse runtergeladen, da stand ein noch etwas höherer Betrag und ein ziemlich dunkles Foto meines Autos – von hinten oben fotografiert – Uhrzeitmäßig sehr seltsam dunkel, denn angeblich bin ich 17:45 und 17:51 Uhr dort durchgefahren, da ist es definitiv nicht dunkel. Werde mal morgen meinen Rechtsschutz anrufen und dann entscheiden, ob ich bezahle. Das Dumme ist nur, dass ich nächsten Monat bereits wieder dort hin fahren werde, sonst würde ich die „Zustellungsvorbescheide“ erst mal ruhen lassen.

  4. Hallo Charlie,
    habe zunächst auch nicht gezahlt. (Bin auf oder über eine Busspur gefahren). Habe nun allerdings ein weiteres Scheiben bekommen und dieses Mal in Italien abgestempelt und per Einschreiben. Komme gerade vom Gardasee und habe Verona bewusst gemieden. Ich glaube, die meinen es wirklich ernst und verfolgen das Ganze auch weiter. Ich habe, um die Sache aus dem Kopf zu haben, heute überwiesen. 99,57 €. Kostet in Deutschland übrigens 15,00 € , mit Behinderung eines Busses 35,00 €. Wenn das mal kein Unterschied ist!

  5. Dieter Ludwig

    hallo Axel ,
    27.6.16 flattert auch bei mir quasi deine Kopie des Zustellungsvorbescheides einer Gerichtsurkunde mit gleicher Straftat an der Via Diaz Armando ein. Poststempel aus NL, kein Datum, zahlbar binnen 5 Tage etc.
    Ich wollte die Fahrt nachvollziehen, da ich mich nach 10 Monaten nicht mehr an alles erinnern kann. Ich bin auf Google View über die Brücke gefahren, nach rechts abbiegen – nicht erlaubt (Durchfahrtsverbot) nach links abbiegen – nicht erlaubt (Durchfahrtsverbot) und plötzlich geradeaus – auch Durchfahrtsverbot; ab hier steht auf der rechten Fahrbahnseite Bus / Taxi – scheinbar ist diese Straße den öffentl. Verkehrsmitteln vorbehalten. Wohin sollte ich denn fahren? fliegen? meine Frau konnte sich noch erinnern, dass ich umgedreht habe – quint essenz – nützt alles nichts – ich werde nach reiflicher Überlegung zahlen. 92,10 €.
    Mein Urteil ————–Touristenabzocke ————–Sauerei !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  6. Hallo an Alle,

    kann mich bei euch einreihen – Brief bekommen mit Einforderung von 92,10€ wegen Fahrens auf Busspur am 1/10/2015 in Verona. Ich kann hier nicht schreiben was ich denke – es ist nix gutes – ich wünsch diesen Abzockern die Grätze!

    Ich würde mal sagen: das ist eine bewusst gestellte Falle am Ponte Navi.

    Ich werde zuerst mal nicht zahlen. Fahre zwar im Oktober für eine Woche nach Südtirol – hoffe auf meinen Schutzengel.

    Wir sollten uns auf dem aktuellen Stand halten wie sich das entwickelt. Ich werde mich hier wieder melden.

    Besten Gruß
    Ralf

  7. Hallo Ralf,
    habe auch beim ersten Mal nicht gezahlt. Kurz später kam ein weiterer Bescheid, dieses Mal über einen Betrag von über 120,00 €. Habe dann doch den Betrag überwiesen, allerdings nicht die ca. 120,00 €, sondern den zuerst geforderten Betrag in Höhe von 92,10 €. Damit war das Veronaer Ordnungsamt wohl zufrieden, habe auf jeden Fall bis heute nichts mehr von ihnen gehört. Nichtsdestotrotz ist die ganze Angelegenheit eine einzige Abzockerei. So würde man in Deutschland nicht mit Touristen umgehen, zumal niemand, wie in Verona geschehen, absichtlich eine Busspur benutzt bzw. in eine gesperrte Fussgängerzone einfährt. (Aus diesem Grund mussten auch schon andere deutsche Touristen zahlen, siehe Berichte im Block.) Ich werde Verona auf jeden Fall nicht mehr besuchen, leider, ist eigentlich eine sehr schöne Stadt.

  8. Hallo an Alle,

    konnte dann doch das Schicksal nicht umgehen – habe gezahlt! Es kam per Einschreiben mit Rückschein eine zweite Aufforderung – der bin ich dann nachgekommen: 99,10€ zur Finanzierung von irgendwas in Verona.

    Ich glaube, ich fahr trotzdem noch mal hin – vielleicht darf ich ein hübsches Detail dieser zugänglichen Stadt mit nach Hause nehmen … als Souvenir …. 🙂

    Besten Gruß
    Ralf

  9. Guten Abend zusammen,

    auch ich staunte heute nicht schlecht als mich unser Sekretariat darüber informiert, dass Post für mich aus Verona auf mich wartet … 91,76€

    Noch bin ich dabei auf policedata.it herauszufinden welche „Beweismittel“ Gegenlicht vorliegen. Leider nur mit Silverlieght Plugin möglich. Hm…

    Interessant auch, dass eine 518 ZANETTI S. STEFANIA als Protokollverfasserin auftritt. Abgestempelt ist der Brief übrigens manuell mit „Tinte“ von Alessandro Tatini…. hier einfach mal klicken CV der Person : http://www.solori.it/docs/tatini-cur-dlgs-33.pdf

    Alles irgendwie sehr merkwürdig.

    Überlege noch ob ich das bezahlen werde…

  10. Nun habe eben einen Briefl aus Verona erhalten, dass ich „fuhre das Fahrzeuge in einer verkehrsberuhigten Zone ohne Genehmigung“ —91,80€
    Da habe genau am dieser Zeitpunkt soviel Fotofos (mit Zeit und Koordinaten Stemple) gemacht dass so beschäftigt war um das Auto zu fahren,
    Schau mal die Internet Seite durch http://website.informer.com/policedata.it, es verlangt nichts anderes as Silverlight…
    so man geht zum offizielle Seite:
    http://www.poliziamunicipale.comune.verona.it/nqcontent.cfm?a_id=25302&tt=pm
    und an Email Adresse: polizia.municipale@pec.comune.verona.it (die andere geht nicht) verlangt man Foto-Beweis, man ist ja mal gespannt ob irgendwas kommt…

  11. Hallo @all, habt ihr letztendlich gezahlt? Hat es irgendjemand ignoriert?

  12. Habe die erste Zahlungsaufforderung ignoriert und später eine zweite, aber mit Gebühren belegte und höhere Zahlungsaufforderung bekommen. Ich habe diese dann bezahlt, allerdings nur in Höhe der ersten Forderung. Der Fall war damit erledigt und es kam nichts mehr nach. Werde auch in diesem Jahr wieder an den Gardasee fahren, aber auf einen Besuch Veronas verzichten! Schade, Verona ist eigentlich eine sehr schöne Stadt!

  13. Hallo Bernd, danke für die Antwort. Na dann werd ich den Mist mal überweisen und nie mehr nach Italien fahren, wenn sie tatsächlich die Touristen die viel Geld nach Italien bringen abzocken…

  14. Die zahlungsmoral mancher Leute kann ich nicht verstehen. jetzt wird mir klar warum so viele kleine Handwerker zusperren müssen. da werden lieber Gesetztesbücher gelwälzt Anwälte aufgesucht, als die Anständigkeit zu haben und zu zahlen.

    Hat man sich etwas zu Schulden kommen lassen, ja oder nein?
    Wenn ja, dann sollte man auch die Größe haben dafür gerade zu stehen.

  15. Konrad, wenn bekannt ist, dass sehr viele gefälschte Bescheide versendet werden, dann würde sich ihre Zahlungsmoral sicher auch danach richten, oder?!
    Oder zahlen Sie gerne und mit freuden 100€ an irgendeinen Kriminellen, der ihnen einfach mal einen gefälschten Behördenbrief geschickt hat?

  16. Du hast vollkommen Recht und man sollte so ein nicht ganz eindeutig als seriös zu identifizierendes Schreiben auf jedem Fall hinterfragen.
    Wenn Du Dir keiner Schuld bewusst bist solltest Du auf keinem Fall zahlen.
    Herzlichen Dank für Deinen Blog zu diesem Thema der für viele Menschen sicher hilfreich ist.
    Italien würde ich aufgrund einer solchen Unanehmlichkeit sicher nicht meiden, denn es handelt sich bei dieser Forderung wenn sie überhaupt zu Recht besteht um die „Schikane“ einer Gemeinde ( Comune ) und nicht um Touristenabzocke von Seiten Italiens.
    Ich habe unmittelbar an der Grenze zu Italien wohnend nie schlechte Erfahrungen mit der italienischen Staatspolizei gemacht und bin schon des öfteren mit einer Verwarnung davon gekommen.

  17. Hallo zusammen!
    Bin auch ein Opfer von Verona geworden.
    Mittlerweile das zweite Schreiben erhalten. Die angekündigte Preissteigerung bei Missachtung des ersten Bescheides ist allerdings nicht eingetreten.
    Nach wie vor 92.- €.
    Um das ganze als FAKE zu entlarven, hätte ich mal eine Grundsätzliche Frage…
    Der Hinweis, daß gegen dieses Schreiben kein Einspruch möglich ist, müsste doch schon ausreichen, um diesen Bußgeldbescheid als Fälschung zu entlarven.
    Von einem pixeligen, ein kopierten Logo und einer Adresse in Holland, die das ganze wohl verschickt, bzw bei Nichtzustellbarkeit zurück erhält, mal ganz abgesehen
    Und ohne Einschreiben?
    Solange kein Einschreiben mit einer solchen Forderung eingeht, mach ich erst mal gar nichts.
    Das kommt mir doch alles sehr „spanisch“ vor…oder wohl besser gesagt sehr HOLLÄNDISCH!
    LG
    Robert Schell

  18. Ich habe heute auch einen Brief bekommen. Die Gründe, dass das eine Foto sehr dunkel sein soll für die Uhrzeit und der andere meint, dass er zu der angegebenen Zeit Fotos gemacht hat und der holländische Stempel haben mich überzeugt nicht zu zahlen, nur weil ein „einschreiben“ kommen soll.

  19. Ich hab dazu folgenden Beitrag gefunden:
    https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/4/Seite.040151.html

    Scheinbar gilt das aber seit letztem März doch nicht mehr?
    https://presse.adac.de/meldungen/recht/italien-vollstreckt-geldbussen-in-deutschland.html

    Es fällt mir einfach schwer zu glauben dass dieser Brief echt ist, wenn ich mir die gesamte Aufmachung so anschaue… Ich habe (noch) nicht gezahlt, es kommt mir einfach zu merkwürdig vor und warte vorerst mal ab.

  20. Es ist wohl nicht nur Verona. Ich habe gestern so einen Schrieb wegen einer Verkehrswidrigkeit in Mailand bekommen. Es gibt ja auch eine vom ADAC einen Hinweis (ein pdf schon von 2011), nach dem das Inkassobüro emi aus Florenz diese Dinge verwaltet. Also zahle ich auch.
    Von „Ausländerabzocke“ würde ich hier aber nicht reden, da dies und die hohen Strafen an sich, Italiener genau so betrifft – allerdings 365 Tage im Jahr…
    Ich würde dieses schöne Land sicherlich auch nicht wegen so etwas meiden wollen.

  21. Hallo zusammen!
    Auch mein Vater hat gestern so ein Schreiben bekommen, auf dem steht erstmal, dass man 81€ zahlen soll und danach irgendwie doch 91,93 €… vllt habe ich was falsch verstanden:
    „Zu Ihren Lasten wurde daher eine Verwaltungsstrafe verhängt in Höhe von Euro:
    81,00 zur gütlichen und außergerichtlichen Beilegung des vorliegenden Verfahrens: Sofortzahlung!“

    und dann jedoch
    „Zahlung innerhalb von 5 Tagen ab Empfang des Zahlungsavis:
    Gesamtbetrag Euro:91,93€
    Verwaltungsstrafe von Euro: 56,70€
    Verfahrenskosten Art. 201 Straßenverkehrsordnung Euro:35,23€ “

    und dann noch am Ende…
    „Gegen das vorliegende Verfahren ist kein Einspruch oder Einwand zulässig.“

    Ich habe dann vieles im Internet gelesen und habe dann für mich entschieden:
    1. Anscheinend ist es kein Fake, es ist ein Brief von einer Inkassobüro.
    2. Sie haben aber kein Foto von dem Fahrer, nur von dem Auto mit dem Kennzeichen. Also haben sie keinen Beweis, dass ich gefahren bin.
    3. Ich werde nicht zahlen und irgendwie gar nichts reagieren, solange ich kein Schreiben von Bundesamt für Justiz aus Bonn bekomme.
    4. Wenn ich mit dem selben PKW in nächsten 4 Jahren in Italien zufällig kontrolliert werde, muss ich anscheinend erst dann das Bußgeld bezahlen.

    Hier sind die Webseiten, vllt helfen diese noch jemanden um eine seine Entscheidung zu treffen:
    http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bussgeldbescheide-aus-italien-behoerdliche-alleingaenge-zum-aerger-der-urlauber/
    http://www.sueddeutsche.de/auto/strafzettel-im-urlaub-inkasso-alla-fiorentina-1.1129362
    https://www.test.de/Bussgeldbescheid-aus-dem-Ausland-Das-sind-Ihre-Rechte-4881222-0/
    http://www.bussgeld-info.de/bussgeld-ausland/

  22. Hallo zusammen
    ich habe letzte woche einen brief bekommen auch aus Italien (Verona) über 91,59€ wegen einer angeblichen Verkehsberuigten Zone hab mir gedacht das gibt es nicht !!!
    Heute Montag eine woche später noch drei briefe aus Italien alle vom selben tag in Verona zweimal sogar die selbe straße nur um 14:06 und 14:08 uhr ist doch ein witz die anderen beiden briefe andere straßen um 17:04 und 17:06 uhr
    jetzt soll ich etwa um die 370€ zahlen
    die spinnen doch was soll das bin nur der Navigation nachgefahren
    pure abzocke

  23. Hallo zusammen
    Ich bin im April 2016 in Verona gewesen und habe ebenfalls die Busse im Betrag von EUR 93.02 im Oktober aus Schiedam/Holland bekommen, weil ich angeblich in einer verkehrsberuhigten Zone gefahren bin. Mein Schwager, in Schweizer wohnhaft im Tessin, im Autobilgewerbe tätig und italienisch sprechend meinte ebenfalls, es sei eine Fälschung. Deshalb hatte ich auch nicht bezahlt und vorerst abgewartet. Zu erwähnen ist noch, dass das Schreiben weder ein Datum trägt, noch eingeschrieben verschickt wurde, also stellt sich hier die erneute Frage, wie man dann kontrollieren kann, ob innert 5 Tagen bezahlt wurde!!
    Das zweite Schreiben ist dann im Januar 2017 gekommen, wieder ohne Datum mit demselben Betrag, und wieder mit dem Vermerk, dass kein Einspruch und auch kein Einwand zulässig sei! Das geht gar nicht! Ich arbeite übrigens auf einem Gericht und verschicke täglich Bussen ins Ausland, alle diese Verkehrssünder haben recht auf Einsprache, die Bussen werden mit Rückschein versandt. Also für mich ist klar, ich bezahle sicher nicht und warte ab, wie und ob es weitergeht!!
    Hat schon jemand ein drittes Schreiben erhalten? Muss man Angst haben, dass das Auto bei einer Kontrolle eingezogen wird, ev. auch bereits am Zoll in Chiasso?
    Gruss aus der Schweiz.

  24. Hi Leute,
    ich bin ADAC Plus Mitglied und habe von ADAC eine kostenlose Beratung von dem Anwalt bekommen. Hier die Antwort vom Anwalt:

    Die Unterlagen habe ich mir angesehen, es handelt sich um ein italienisches Bußgeld. Seit einiger Zeit können auch italienische Bußgelder in Deutschland vollstreckt werden, allerdings nur wenn der Tatvorwurf „deutschen Standards“ entspricht. Das Fahrzeug wurde von hinten geblitzt, der Fahrer ist nicht zu erkennen. Diese Art der Geschwindigkeitsüberwachung ist in Deutschland grundsätzlich nicht zulässig, da der Fahrzeugführer auf diese Weise in aller Regel nicht identifiziert werden kann. Ihr Vater sollte deshalb Einspruch gegen den Bescheid einlegen und mitteilen, dass er nicht der verantwortliche Fahrzeugführer gewesen ist. Dabei muss er den tatsächlichen Fahrzeugführer auch nicht benennen. Dieses Vorgehen sollte ausreichend sein, um eine zukünftige Eintreibung des Bußgeldes in Deutschland zu verhindern.

    Allerdings besteht natürlich das Risiko, dass bei Wiedereinreise nach Italien (insbesondere in der Nähe von Verona) registriert ist, dass ein offenes Bußgeld gegen ihren Vater verhängt wurde. Es wäre also möglich, dass dieses Bußgeld zuzüglich weiterer Verfahrenskosten dann direkt an Ort und Stelle eingefordert wird. Die Verjährungsfrist (Vollstreckungsverjährung) beträgt in Italien fünf Jahre. D.h. grundsätzlich könnte die Geldbuße in Italien bis zum 20.6.2021 eingetrieben werden.

  25. Hallo, ich habe inzwischen dem zweiten Brief erhalten, wieder nicht eingeschrieben aber innerhalb von 5 Tagen ab erhalt zu zahlen…

    Laut ÖAMTC Rechtsauskunft soll man zahlen.

  26. Ende Dezember 2016 habe ich eben einen Brief aus Verona erhalten, dass ich fuhr „das Fahrzeuge in einer verkehrsberuhigten Zone ohne Genehmigung (oder außerhalb der erlaubten Zeiten)“ Ich sollte dafür 91,68€ bezahlen (obwohl es steht dass die Strafe 81€ ist).
    Auch keine Einschreiben, aus Holland, 5 Tage Frist, kein Einspruch zulässig, usw.
    Aber vincent hier hat kommentiert dass er in gleiche Zeit wie ich dieselbe Strafe erhalten hat aber mit anderen Betrag – 91,80€. Kleine Unterschied aber trotzdem merkwürdig, oder?
    Ich werde nicht mal kommentieren was ich über so eine Art von Strafe (in verkehrsberuhigten Zone ohne Genehmigung, die in Zentrum liegt, nah Julia Balkon) und ihre Höhe meine, nun dass als Tourist ich wusste nicht dass ich was falsch gemacht habe. Ich nutzte Navi und einfach Parkplatz lange Zeit gesucht.

    Trotz den Hinweis, ich habe ein Einspruch per e-Mail an info@policedata.it geschickt.
    Mir würde nächste Tag (28.12.) so geantwortet:
    „die einzigen Autoritäten, die eine Entscheidung diesbezüglich treffen können, sind der Präfekt und der „Giudice di Pace“
    Was Sie tun können, um die Strafe anzufechten, ist, die gütliche Mitteilung nicht zu bezahlen, welche Sie erhalten haben, dann auf das Protokoll warten und dieses anfechten. Auf dem Protokoll finden Sie dann alle Angaben, um bei den zuständigen Behörden Einspruch einzureichen.“

    Ich habe dann auf Protokoll gewartet und bis jetzt keine bekommen. Ich weiß nicht was es mit Protokoll gemeint ist, ich meine, wie es aussieht, aber meine Meinung nach sollte es per Eischreiben kommen und mit alle Angaben, um bei den zuständigen Behörden Einspruch einzureichen, wie es mir geschrieben war.

    Aber vor paar Tagen ich bekam einen neuen Brief von Solori, wieder aus Holland, wieder keine Einschreiben, und wieder steht es, dass kein Einspruch oder Einwand zulässig ist. Betrag ist ein Euro mehr – 92,41, und ich sollte es in 5 Tagen bezahlen, obwohl steht es wieder nirgendwo Datum um zu wissen ab wann oder bis wann läuft es.
    Das sieht nicht nach Protokoll, eher wieder als Fake. Pixelige, kopierte Logo Wappen sieht verfälscht aus und auch Unterschrift mit Stempel am Ende ist auf Name Alessandro Tatini, nicht auf Name von Behörde oder Inkasso Firma! Wie kann man so ein Brief als gültig nehmen wenn es gestempelt von ein Person ist, nicht von Behörde!

    Mir sieht es alles total Fake aus, unprofessionell und macht kein Sinn dass legale italienische Polizei eine holländische komische Inkasso Firma engagiert hat, deswegen bezahle ich nicht bis ich richtige Protokoll kriege, wie jemand von italienische policedata mir geschrieben hat.

    Mich interessiert ob jemand von euch, der es nicht bezahlt hat, drittes Brief oder Protokoll bekommen hat und wie es weiter ging?

  27. Hallo, ich habe den ersten Brief auch nicht ernst genommen und nicht gezahlt.

    Kurz darauf kam ein neuer, gleicher Betrag, welchen ich eingetahlt habe. Auf den Rat der Rechtsanteilung des ÖAMTC da es inzwischen ein Abkommen auch für Italien gibt. Leider… in mir hat sich auch alles dagegen gesträubt, da es definitiv eine Abzocke ist. Verona sieht mich vermutlich nicht mehr, zumind. nicht mit dem Auto!

  28. Danke Nathalie.
    Ich weiß nicht ob die Rechtsanteilung des ÖAMTC recherchiert hat, ob es sich bei diesem Bußgeldbescheid um ein Original oder um eine Fälschung handelt, weil einige machen sich einfach und sagen einfach „ja, Bußgeldbescheide muss man bezahlen“. Man kann nichts anderes von Rechtsanteilung erwarten, weil sie keine Detektive sind.
    In Briefen sind einfach zu viele komische Details, die zu Standards eine würdige Regierungsdienst nicht passen: kein Einspruch zulässig ist, keine per Einschreiben, kein Datum, nur 5 Tagen Frist, pixelige, kopierten Logo, Stempel auf Name von Person anstatt von Behörde oder Inkasso Firma, hollandische Outsourcing usw. Dann auch Beträge stimmen nicht, weil zwei Leute gleich Verfahren, gleiche Ort (Verona) in gleiche Zeit bekommen und verschidene Beträge und dann in zweiten Brief wieder anderes – 1€ mehr. Da gibt es noch einiges weiter aber es reicht.

    Ich weiß es auch, dass aus Holland viele Betrüg Fälle gibt, weil ich schon mit einige betrügerische Fälle mit Leute aus Holland zu tun hatte, mit Geldwäscherei, Betrug durch ebay und Internet Domain Bezahlungen usw. Es kann sein dass keine davon holländische Leute sind, sondern Ausländer die da wohnen. Klar, man soll nicht alles in ein Korb schmeißen, aber weil es viele Betrüg Fälle gibt, soll man es schon untersuchen und nicht einfach aus Angst bezahlen, weil Betrüger gerne unsere Schwäche ausnutzen, wie Angst, Gier usw.

    Ich habe zu policedata geschrieben und sie haben mir gesagt dass ich soll auf Protokoll warten, dann warte ich auf Protokoll, was auch immer das ist, aber bestimmt nicht etwas dass aus Holland kommen soll.

    Ich habe die italienische Behörde gefragt ob diese holandische Firma zuständig ist, aber keine Antwort auf diese Frage bekommen. Ich wollte nun eine Bestätigung, damit ich weiss ob es um eine Fälschung handelt oder nicht, aber diese Bestätigung habe ich nicht bekommen.

  29. Bine schreibt: auch ich habe heute eine Zahungsaufforderung bekommen. Verona, verkehrsberuhigte Zone, 81,- wenn ich gleich bezahle und 91,68 wenn ich später bezahle. Ich habe dieselben Bedenken wie ihr alle – is das ein FAKE? Und ja, ich bezweifle auch, dass der ÖAMTC der Echtheit nachgegangen ist. Also, was tun wir jetzt? zahlen oder nicht?

  30. Hallo, bei mir kam es 11 Monate später, ich bin gleich zwei Mal kurz hintereinander durch eine verkehrsberuhigte Zone gefahren, auf der Suche nach einem Parkplatz vor einer Opernaufführung. Ich hab mir die Fotos von meinem Auto angeschaut und das Ganze nochmal auf Google Streetview. Ich bin mir sicher, dass ich das wirklich war und deswegen habe ich auch bezahlt – fast 200 €. Naja, war Lehrgeld 🙁

  31. Barbara Freivogel

    … ich habe immer noch nicht bezahlt, nachdem ich die beiden Schreiben erhalten habe… ich warte weiter ab, ob drittes Schreiben kommt!
    Hat schon jemand ein drittes Schreiben aus Holland erhalten? Bei mir ist es jetzt dann ein Jahr her.

  32. Barbara, ist das ein Jahr seit zweiten Brief, oder seit ersten, oder seit angeblichen Verfahren?

  33. jetzt im April ist es ein Jahr her, dass ich Urlaub in Verona gemacht habe und angeblich durch eine falsche Zone in der Innenstadt gefahren bin. Erstes Schreiben kam nach 6 Mt, zweites nach 9 Mt. und mittlerweile habe ich ein drittes Schreiben !!!! dieses mal per Einschreiben/Rückschein erhalten… welches ich nicht entgegengenommen resp. Annahme verweigert habe!
    Mal schauen, ob und wie es weitergeht!?

  34. Seltsam finde ich, dass es fast immer Verona ist. Bei mir war es zwei Mal Mailand. Meiner Meinung nach ist es Abzocke, aber kein Betrugsversuch.
    Da ich über 10 Jahre lange in Italien gewohnt habe und auch sonst oft mit dem Auto nach Italien gefahren bin – und das immer mit deutschem Nummernschild – habe ich über die vielen Jahre sicher Hundert Protokolle bekommen. Früher kam da nichts nach, heute anscheinend schon.

  35. Ich habe ebenfalls so ein schreiben erhalten. Interessant ist nur das die dort angefuehrte nummertafel bereits ein jahr vor der tat zurückgegeben wurde ( abgemeldet ). Ich habe nun den zweiten brief erhalten. Ich vertraue dem schreiben nach wie vor nicht …. für mich klingt das schon sehr nach einem fake

  36. In ADAC Magazine war vor kurzem diese Bericht: „Der Europäische Gerichtshof hat entschieden dass Vollstreckungsbescheide eines Notars ungültig Sind (Rechtssache C-551/15), Sie dürfen nur von einem Gericht ausgestellt werden. Der ADAC hatte einen Musterprozess geführt, weil in den letzten Jahren über 1000 Beschwerden von Mitgliedern eingegangen sind… Das Urteil greift nur wenn sofort Einspruch eingelegt würde.“ Es ging um falschen Parken in Kroatien, aber ich vermüte das ähnliche Urteil gilt für ganze EU. In unseren Briefen steht es, dass kein Einspruch zulässig ist, was auch nicht legitim ist. Na ja, wenn Europäische Gerichtshof Urteil sagt dass Vollstreckungsbescheide dürfen nur von einem Gericht ausgestellt werden, dann alle die Einspruch eingelegt haben, sollten auf Brief von Gericht warten und bis dann nichts bezahlen, meine Meinung nach.

  37. Irgendwie schon auch interessant, wie lange sich diese Situation halten lässt. Wir alle hier haben solche Schreiben bekommen – die einen zahlen, die anderen beim zweiten Mal und wieder andere gar nicht. Dass die Sache nicht eindeutig zu klären ist, macht einen verwundert. Wir fliegen zum Mond, sind aber nicht im Stande herauszufinden, ob wir einem „Strafzettel“ Folge leisten müssen. Wir alle sollten einen Ausflug dorthin unternehmen und die Geschichte vor Ort klären. Wäre im Sinne aller und würde den nächsten Opfern auch helfen.

  38. Hallo,

    auch wir haben diese Post bekommen, gleich im Dreier-Pack… bewegen uns pro Briefchen aktuell bei ca. 200€.. ebenfalls Einfahrt in eine teilweise Verkehrsberuhigten Zone..
    das erste war ein “ Zustellungsvorbescheid einer Gerichtsurkunde , Zahlungsmitteilung“ abgesendet in den Niederlanden und deutsch überfrankiert .

    Das Zweite eine “ Mitteilung über fällige Zahlung“ aus den Niederlanden, mit einem Postfachstempel mit einer Zahlungsfrist von weitern 5 Tagen..

    Das dritte jetzt nur drei Tage später schon angekommen ist ein „Mitteilungsprotokoll“ über und über mit italienischen Briefmarken beklebt…

    Das war nun mit einem Rückschein für den Postboten versehen… hier wurde nun zum ersten mal auf einen Einspruch hingewiesen, der innerhalb 60 Tagen gemacht werden kann.
    Natürlich zwingend in italienischer Sprache an den Präfekten von Verona, wer immer das sein mag, oder an den Friedensrichter von Verona, allerdings fällt beim Friedensrichter eine Vorrauszahlung der „Einheitsgebühren“ und „Pauschalkosten“ in Höhe von 28,30 an.

    ich hab mich jetzt mal begoogelt sozusagen…

    Also das Bundesamt für Justiz, welches in Deutschland für die rechtliche Eintreibung zuständig ist, hat da mal eine schöne klare Linie aufgestellt.

    https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Ordnungs_Bussgeld_Vollstreckung/EUGeld/Fragen/FAQ_node.html#faq4153720

    Bevor ich vom BfJ in Bonn keinen Anhörungsbogen im Briefkasten habe, gibt’s keinen Cent!!!!

    Ich habe auch die nette Firma des Herren Tatini EURODATA Srl gefunden:

    http://www.eurodatasrl.it

    mit dem Google – Übersetzter Italienisch-Deutsch kann man dann auch glatt erlesen, dass die nichts weiter als ein privates Inkassounternehmen sind und sich anbieten zur AUSSERGERICHTLICHEN Geldeintreibung kommunaler Belange.
    Genau das sieht aber

    Dazu gibt vor allem Punkt 5 der häufigen Fragen an das BfJ Auskunft.

    grüße Mel

  39. Hallo, weiß jetzt schon jemand was nach dem zweiten Abmahnungsbrief passiert ??

  40. Auch ich habe so ein Schreiben, auch Verona; erhalten und habe nicht darauf reagiert, im Mai werden es 2 Jahre und mittlerweile wollen die 209,-e. Ich werde auf jeden Fall nichts bezahlen, solange ich nicht von einer Deutschen Behörde etwas bekomme.
    Ich bin mir auch keiner Schuld bewusst, da ich nur dem Navi, bis auf einen öffentl. Parkplatz, gefolgt bin.Dazwischen kam ein Einschreiben, habe ich nicht abgeholt, jetzt wieder ein normaler Brief aus Holland.

  41. Bei mir ist die Sache schon etwas weiter fortgeschritten. Bei mir was es nicht Verona, sondern Mailand, wo ich letztes Jahr anscheinend über eine Taxispur gefahren bin (Euroinkasso hat mir hierzu Fotos geschickt). Dass das kein Fake war, habe ich mir im Gegensatz zu Anderen hier gleich gedacht. Von ursprünglichen 72 Euro will die Treuhand Inkasso inzwischen 638 Euro und hat mich hierfür, unter Androhung eines Schufaeintrags schon mehrmals angeschrieben. Einspruch und Untersagung der Datenweiterleitung an die Schufa habe ich dagegen immer wieder erhoben (allerdings nicht damals auf das Einschreiben aus Italien). Da es ein Leihauto war, können die mir in Italien wohl eh nichts. Da das Inkassbüro wohl keine Handhabe hat, diese aberwitzige Summe einzutreiben und das Ganze in meinen Augen – auch seitens der Italiener – eine große Abzocke darstellt, lasse ich die Sache weiter laufen und erhebe weiterhin Einspruch.

  42. Hallo zusammen, im Oktober 2016 bin ich in Verona beim Absetzen von zwei Mitfahrern an Ihrem Hotel in einem verkehrsberuhigten Bereich erfasst worden. Ca. 3 Monate später kam der erste Brief aus Holland (Solori) mit der Aufforderung einer Zahlung von ca. 90€. Ich war mir keiner Schuld bewusst, da ich mich als Anlieger der Strasse fühlte und nur die Passagiere abgesetzt habe. Der Brief wurde auf die Seite gelegt und die Forderung natürlich nicht bezahlt. Nach ca. weitern 3 Monaten kam der gleiche Brief wieder. Ohne Datum und ohne Möglichkeit dieser Forderung zu wiedersprechen. Den dritten Brief habe ich schliesslich nicht angenommen und auch keine Unterschrift geleistet die der Postbote wollte. Leider weis ich dadurch nicht was drin stand. Im Janaur 2018 kam jetzt der 4. Brief aus Holland auf normalen Weg. Dieses mal fordern Sie 207€ und berufen sich auf meine abgelehnte Annahme und geben mir 20Tage Zeit den Betrag auszuleichen, sonst – Und jetzt haltet euch fest –
    MIT AUSDRÜCKLICHER WARNUNG:
    „Wenn die vollständige Zahlung der im laufenden Disziplinarverfahren auferlegten Summe nicht binnen der Auschlussfrist von 20 Tagen ab Datum dieses Schreibens eingeht, wird der Gläubiger laut den mit Ihrem Land bestehenden internationalen Ünereinkommen über die Zustellung von Verwaltungsakten im ausland ohne weiteres die Gerichtsverfahren zur Zwangseintreibung der geltend gemachten Forderung einleiten. Die zusätzlichen, sich daraus ergebenden Kosten gehen zu Ihren Lasten. Nur mit der vollständigen Zahlung werden Ihre gesetzlichen Pflichten gegen unserem Land erfüllt.“
    Befinde ich mich jetzt schon in einem Disziplinarverfahren? Werde ich bald nach Italien ausgeliefert? Ich weis es nicht?
    Auf jeden Fall warte ich wieder und schau was passiert. Keiner kann mir nachweisen das ich je einen Brief erhalten habe und eigtl ist mittlerweile die Zustellfrist für Bussgeldbescheide abgelaufen. 360 Tage nach Verstoss muss der Bescheid zugestellt sein.
    Ich halte euch auf dem Laufenden. Grüsse A.

  43. Vielen Dank, Andreas, für Deinen Kommentar.
    Letztlich weißt Du aber noch immer nicht, ob man hier nur leere Drohungen ausspricht, um Dich zu Zahlung zu bewegen, oder ob das alles wirklich echt ist.
    Unsere Juristen im Unternehmen konnten mir nicht sagen, ob Fake oder nicht.
    Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Du Deine weiteren Erfahrungen hier mit uns teilen würdest.
    Danke und weiterhin viel Erfolg!

  44. Hallo zusammen,

    willkommen im Club. Bei mir sieht es genauso aus wie AndreasK am 20.Januar 2018 geschrieben hat. Aktuell sind wir bei 226,50 und ich habe bisher nicht reagiert. Auch nicht wiedersprochen. Finde diese ganze Sache sehr lächerlich aber wir alle wollen ja ein Europa in dem wir gut und gerne leben. Gibt es den keine Behörde in Deutschland die man auf sowas ansprechen kann und die hier eine klare Antwort gibt.
    Wer will schon für so etwas dummes zahlen wenn es nicht zwingend erforderlich ist.

    Beste Grüße und viel Erfolg, T.

  45. Hallo T., wo in Italien ist das denn passiert, etwa auch in Verona? Ich scheine hier einer der wenigen zu sein, die woanders geblitzt worden sind (und zwar in Mailand, weil in einer Zone für eingeschränkten Verkehr gefahren).
    Ich habe überhaupt keinen Verdacht, dass dies ein Fake ist – habe ja auch Datum und Fotos zugeschickt bekommen – ich glaube halt nur nicht an die Kompetenzen des deutschen Inkassobüros, wie hier ja auch schon öfter und auch vom ADAC geschrieben wurde. Wie zuvor auch geraten wurde, habe ich allerdings jedes Mal widersprochen und auch zum Ausdruck gebracht, dass ich es untersage, meine Daten weiterzugebn (z.B. an die Schufa). Bei mir sind es ja inzwischen über 600 Euro und bin auch gespannt, wie es weitergeht. Die ganze Sache müsste m.M. nach vor ein italienisches Gericht; und das es soweit kommt, möchte ich gerne erstmal sehen!

  46. Auch wir haben diese Woche erstmalig einen Brief von „Solori“ erhalten:
    Im August 2015 (!) waren wir in Verona und sind uns keiner Verkehrswidrigkeit bewusst.
    Im Juli 2016 kam ein Einschreiben, was wir aber nicht abholen konnten, da wir in Spanien im Urlaub waren.
    Diese Woche bekamen wir einen Brief abgestempelt in Holland mit der Überschrift Übertretungsprotokoll. Wir sollen 205,- EUR bezahlen, weil wir angeblich in einer verkehrsberuhigten Zone ohne Genehmigung gefahren sind. Es wurde ein Foto unseres PKW von oben hinten gemacht, ein Fahrer ist nicht sichtbar.
    Die ADAC Rechtsberatung hat keinen eindeutigen Rat erteilt, ob bezahlen ja oder nein.
    Lasse die Sache jetzt durch einen Anwalt prüfen und werde das Ergebnis mitteilen.

  47. Ja in Verona. Ich will gar nicht wissen wieviel Geld damit gemacht wird. Es ist jetzt auch schon fast 2 Jahre her. Naja ich habe keine Lust das es noch teurer wird und werde wohl nächste Woche die 200,- Euro überweisen.

  48. Hallo wir haben nach ca. 4 1/2 Jahren Post aus Florenz bekommen. Allerdings auch von einer Inkassofirma. 187€ für Fahren in einer Verkkehrberuhigten Zone. Nach Rücksprache mit dem ADAC haben wir Einspruch erhoben. Wegen 1. Verjährung 2. kein Original „Protokoll“ erhalten 3. für die Vollstreckung ist das Bundesamt für Justiz zuständig. Jetzt mal abwarten und Tee trinken

  49. Das für die Vollstreckung das Bundesamt für Justiz und nicht ein italienisches Gericht zuständig ist, wurde von den zuständigen Stellen in meiner Firma, vom ADAC und ja auch hier schon mehrfach bezweifelt.
    Bei mir hat sich die Summe inzwischen auf knappe 700 Euro angehäuft und ich werde auch nicht zahlen. Neben dem mehrfachen Widerspruch und Untersagung der Weitergabe meiner Daten an die Schufa habe ich nun auch mit einem strafrechtlichen Verfahren wegen Nötigung gegen das Inkassounternehmen gedroht.

  50. Hallo zusammen. Bei mir war es auch Verona. Auch eine Verkehrsberuhigte Zone. Drei Strafzettel innerhalb von 10 Minuten je 90€. Das war im August 2016. im September 2017 kam erst der Brief. Ich habe Einspruch eingelegt. Letzte Woche nun das Verwarnungsprotokoll mit je 207 € also über 600€ gesamt. Ich habe den Firmenwagen meines Vaters ausgeliehen und somit bekommt er jetzt all diese Mahnungen. Er hat bereits geschrieben dass er nicht der Fahrer ist. Sie drohen jetzt mit einem Gerichtsverfahren zur Eintreibung des Betrags. Muss ich das zahlen oder was passiert als nächstes?? Und warum sind die Briefe aus Holland? Hier sind ja einige, die genau den gleichen Brief bekommen haben wie ich. Was macht ihr jetzt?
    Danke und liebe Grüße Julia

  51. Hallo Julia, wir haben auch in einem Urlaub 2 Strafzettel erhalten, ebenfalls nach ca. einem 3/4 Jahr einen Brief von einem niederländischem Inkassobüro. Beide Briefe sahen sehr unseriös aus, es wurde betont dass kein Einspruch möglich ist, man wurde aufgefordert binnen 14 Tagen zu bezahlen da sonst eine Erhöhung des Bußgeldes die Folge wäre, ohne ein Datum am Brief, zusätzlich wurde der Brief per normalen Postweg zugestellt, sodass nie sichergestellt werden könnte dass wir ihn je erhalten hätten.

    Jedenfalls, haben wir den ersten ignoriert, ein paar Monate später kam ein weiterer, wir haben den Betrag des ersten Briefs überwiesen ohne auf die Erhöhung des Bußgeldes einzugehen, das hat ihnen dann scheinbar gereicht.

    Wir haben uns vom ÖAMTC beraten lassen, da die grenzübergreifende „Eintreibung“ von Strafen inzwischen auch für Italien möglich ist (seit 2015 ?!) haben sie uns geraten zu zahlen. Mehr Information haben wir leider nicht erhalten.

    lG, Nathalie

  52. Hallo Julia, wie ich weiß, niemanden von uns hat was schlechtes passiert oder von Bundesamt für Justiz was bekommen, da wir es nicht bezahlt haben, weil wir an Glaubwürdigkeit holländische private Unternehmen zweifeln. Aus Holland kommen sehr viele Betrüge, jeder Art, dann soll man vorsichtig sein. Mit der Art und Weise wie die Holländer es handeln ist vieles komisch und all die bullying Methoden geben uns recht zu zweifeln, dass es um Erpressung von Betrüger geht. Und wie Alex dieses Monat geschrieben hat, dafür wir kein Original „Protokoll“ erhalten haben, und da für die Vollstreckung das Bundesamt für Justiz zuständig ist, wir müssen es nicht bezahlen. Man soll nicht von Angst getrieben sein, weil damit genau Betrüger rechnen.
    Und zu Thema Profi Beratern, es ist einfacher zu beraten es zu einfach zahlen, als sich damit beschäftigen oder Risiko auf sich zu nehmen, denn soll man nicht auf jeden hören.
    ÖAMTC berat jemanden es zu zahlen, aber ADAC sagt was anderes.
    Wenn wir wissen, dass wir keine Verfahren gemacht haben, insbesondere bewusst, und niemanden verletzt, dann ist unseres Gewissen rein. Jeder der Fallen und Tricks nutzt um auf Geld zu kommen, soll wissen dass es nicht in Ordnung ist, und wir zeigen es sie damit wir nicht darauf fallen und aus Angst und Sorgen mitspielen.

  53. Liebe Nathalie und Nat, vielen Dank für eure Antworten. Nathalie hat ja den Betrag des ersten Schreibens überwiesen, ohne auf die Erhöhung einzugehen und das hat anscheinend gereicht. Das lässt mich wirklich zweifeln, ob es hier um echte Strafzettel von den Behörden handelt. Denn wenn sie echt wären, hätte Italien mit Sicherheit nochmal geschrieben, dass sie den Mahnbetrag auch wollen. Nur Betrüger geben sich doch auch mit der geringeren Summe zufrieden oder nicht?! Das ist alles so seltsam. Nathalie, wann ist denn das bei bei passiert und vor wieviel Monaten hast du bezahlt? Vielleicht kommt ja nochmal was…
    Hat hier irgendjemand auch das zweite Schreiben ignoriert und ein drittes bekommen?
    Und Nat du bist dir ganz sicher, dass es sich hier um Betrug handelt? Hast du auch so ein Schreiben bekommen?
    Liebe Grüße

  54. Also ich wurde auch angeschrieben wegen Befahren einer Busspur in Verona. Das war 11 Monate später als es geschah. Erhielt eine Strafe von ca. 96,00 €. Habe das erste Mal nicht gezahlt. Danach zweites Schreiben über ca. 126,00 €. Habe dann den ersten Betrag überwiesen und Ruhe war!
    Das Ganze ist doch schon recht seltsam, zumal bisher noch niemand offensichtlich eine klare Antwort zu der ganzen Abzocke durch die Italiener oder evtl. einen Betrug geben konnte. Ich werde auf jeden Fall nicht mehr nach Verona fahren und in Italien grundsätzlich etwas vorsichtiger sein. Übrigens lief das ganze Prozedere genau so ab, wie bisher von allen betroffenen beschrieben. Mein schreiben ist nun keine klare Antwort aber ein gewisser Trost, für alle, die es auch betroffen hat.

  55. Bei uns diese Sache zieht sich schon paar Jahren. Wir haben schon, ich weiss nicht, mehr als 5 Briefen bekommen und keine hat auf unseren Einspruch geantwortet, sondern sie immer nur Geld verlangen, was auch zeigt dass es da was Komisches läuft. Sowieso eine Inkasso Firma kann sowas nicht entscheiden, ob Einspruch würde angenommen oder nicht. Das muss Gericht entscheiden, aber von Gericht haben wir keinen Brief bekommen.
    Die letzte Brief war in Oktober, wir haben geantwortet und seitdem ist Ruhe.
    Wenn es eine anständige Behörde sein sollte, es würde so eine komische Protokoll nicht führen, mit so viele Briefe und keine Antwort auf Einspruch. Nach zwei Jahren sie würden schon was unternehmen anstatt unzählige Mobbing Korespodenz.

    Und, klar kann ich nicht ganz sicher sein, dass es sich hier um Betrug handelt. Wie soll man sicher sein? Unter Kommentaren hier sind schon mehrere Leute mehrere Diskrepanzen angedeutet, was nach Betrüg riecht. Ich verstehe nicht die Logik, dass Betrüger sich mit der geringeren Summe zufrieden geben sollten.
    Also, folgen Sie lieber Ihren Bauchgefühl anstatt Angst, Logik oder Beratern.

  56. Ich sehe das genau so wie Nat.
    Im Gegensatz zu vielen glaube ich nicht an betrug – den Vertoß hat es bei mir ja tatsächlich gegeben und die italienischen Behörden versuchen halt, über eine ausländisches Inkassofirma an ihr Geld zu kommen.
    Bei mir zieht das sich jetzt auch schon über Jahre hin, es sind ich glaube 7 Mahnbriefe und insgesamt an die 700 Euro, aber von allen Seiten höre ich, dass das Inkassobüro keine Befugnisse hat und dass wenn, dann ein italienisches Gericht die Sache vorantreiben müsste.
    Sie versuchen es halt mit Einschüchterung. Ich hatte ihnen ja schon mit einer strafrechtlichen Klage wegen Nötigung gdroht. Mal sehen, ob nun wieder was kommt.

    Was ich hier nur sehr komisch finde, ist, dass fast alle Verstöße in Verona geschehen sind (meiner aber nicht!). Das finde ich seltsam und müsste ja einen Grund haben. Auch weil die polizeidienstliche Stelle zum Eintreiben der Beträge für alle in Florenz liegt.

  57. @julia, das war letztes Jahr (2017) und die „Tat“ selbst – im August 2016.

    Mein Vater hat leider den ersten Strafzettel überwiesen und es mir erst nachher mitgeteilt, den zweiten habe ich überwiesen. Seitdem war dann auch Ruhe,…

    Mir fällt es auch schwer diese Briefe ernst zu nehmen, da sie aussehen als ob sie ein betrunkener Affe verfasst hätte… Mein Papa hatte im letzten Sommer schon einen weiteren Italien Urlaub gebucht, weshalb es ihm zu brenzlich war nicht zu zahlen. Die Italiener gehen bei Strafen bekanntlich beinhart vor, von exorbitanten Strafbeträgen bis hin zur Autopfändung.

    Ich werde so schnell sicher nicht mehr, falls überhaupt, selber mit dem Auto in eine größere italienische Stadt fahren um dort zu urlauben, mir ist diese Art der Abzocke zu blöd.

    90€ für das kreuzen einer Busspur und noch mal einen Strafzettel zwei Tage später, aus Padua, weil wir uns in eine ungünstige Situation manövriert und keine Wahl mehr hatten, in die „Zona traffico limitato“ zu fahren (Einbahn, Bus hinter uns, aufgeregte Italiener die aus dem Auto gefuchtelt haben…) Wir hätten uns nur abschleppen lassen können, anders wären wir da nicht d’rum herum gekommen.

    Da es eine bekanntes Problem ist und immer wieder solche Briefe in den Haushalten landen, würde es mich natürlich auch interessieren ob Betrüger oder nicht. Die Professionalität dieser Schreiben (Inhalt, Aufmachung) ist jedenfalls höchst fragwürdig!

    Ich persnl. finde es nur sehr schade, dass man diesen Briefen mehr oder weniger ausgeliefert ist, ich habe keine großartig aussagende Hilfe vom ÖAMTC dbzgl. erhalten ausser einzuzahlen.

    Irgendeine Art einer juristischen Absicherung oder eine Nachweis dass die Italiener das tatsächlich so handhaben, wäre ehrlich gesagt ein wenig beruhigender. Aber da ist man als einzelner kleiner Ottonormalverbraucher leider recht mittellos 🙁

    Meine Konsequenz, Italien sieht mich so schnell eher nicht mehr, jedenfalls nicht mehr mit dem eigenen Auto 😉

  58. @ Nathalie Laut ADAC wäre die einzige Möglichkeit sich einen Italienischen Abwalt zu nehmen. Glaube aber kaum das dies irgendeine Rechtschutzversicherung übernimmt

  59. @Alex Ich habe gelesen, dass du dich 2017 beim ADAC erkundigt hast. Da steht zum Schluss: „… Die Verjährungsfrist (Vollstreckungsverjährung) beträgt in Italien fünf Jahre. D.h. grundsätzlich könnte die Geldbuße in Italien bis zum 20.6.2021 eingetrieben werden.“ Meine Frage an dich – wann genau war das „Vergehen“ in Italien? Ist hier das Datum der Übertretung oder das Feststellungsdatum relevant. Beide Daten sollten auf dem Bußgeldbescheid stehen. Ich hatte einen ähnlichen Fall. Grüße

  60. Mein Vergehen ist übrigens vom 10.7.2014! Heißt: Meine Vollstreckungsverjährung müsste im nächsten Jahr (10.7.2019) auslaufen. Dann darf ich wieder nach Italien. Ich habe bisher nicht gezahlt und diverse Mahnbescheide von Inkassounternehmen – wie „babyloweb oder „emo.nivi“ – bekommen. Aber was Offizielles aus Deutschland war nicht dabei.

  61. Laut meiner anwaltlichen Recherchen hat ein Inkassobüro keine rechtliche Handhabe ein Bußgeld „einzutreiben“. Die Italiener hoffe eben darauf, dass man einknickt und zahlt.
    Diese Vorgänge müssen aber, um in Deutschland vollstreckt zu werden, an das Bundesamt für Justiz übergeben werden, was bisher lt. Telefonischer Auskunft dort noch nicht passiert ist, und dann erfolgt die Prüfung, ob dieser Bußgeldbescheid überhaupt rechtskräftig ist. Das Bundesamt fordert dann auch erst mal eine Stellungnahme an.
    Ich wurde im Januar aufgefordert innerhalb von 20 Tagen zu zahlen (das angebliche Vergehen war im August 2015!, siehe mein Eintrag vom 31.01.18), was ich nicht gemacht habe, seitdem nichts mehr gehört. Nach 5 Jahren ist der Vorfall sowieso verjährt!

  62. NICHT ZAHLEN !

    Das sind fast immer Inkassounternehmen. Bei mir war es jetzt auch die Busspur in Verona am Bahnhof, Absender eine Firma „Solori S.p.A“ aus der Nähe von Rimini. Die wollen nur Geld. Wahrscheinlich kaufen die die Forderungen von der jeweiligen Kommune. Das mit dem Anhalten an der Grenze ist auch Blödsinn, da passiert gar nichts, Ich habe in der Vergangenheit bereits 2 weitere Strafzettel aus Breszia und aus Mailand nicht gezahlt, einmal falsch Parken und einmal Tempo (10 kmh zu viel). Irgendwann lassen die dann das ganze sein.

    Nur die Commune selber kann das bei dem Bundesamt für Justiz einklagen, nicht diese Inkassofirma. Und dann verbleibt das Bussgeld in Deutschland ! Daran hat Italien aber kein Interesse.

    Auch an der Grenze passiert nichts, Ds einzighe was sein kann ist wenn man in eine Kontrolle gerät das dann der Vorfall in den Akten vorhanden ist, Dann kann man immer noch zahlen, aber die Wahrscheinlichkeit ist minimal.

    Auch das mit der „Beschlagnahmung“ des Autos gilt nur bei Alkoholfahrten vor Ort.

  63. Hallo zusammen,

    habe schon 2 Einschreiben mit Rückschein von der Comune Milano erhalten, erstmal im Dezember 17 und dann im März 2018 wegen Falschparken was am 08.04.2017angeblich war und dazu noch zwei verschiedene Uhrzeiten.
    Habe es sofort auch bezahlt.
    Heute soll ich wieder ein Einschreiben/Rückschein von der Post abholen, wenn es wieder von der Comune Milano kommt, werde ich es verweigern.

    Oder was meint ihr??

    (Beträge zwischen 76,50 € und 150,00€, kommt drauf an, wann man es zahlt)

  64. Klar – verweigern ! Achtung – das ist auch gar nicht von der Communa Milano sondern man achte auf den Zusatz „c/o xyz ….“, das ist dann die Inkasso Firma. Wenn die etwas wollen sollen die dich die Deutsche Justiz anschreiben.

  65. Vielen Dank für deinen Ratschlag, werde es heute dann verweigern. Weil ich 2 mal schon je 94,70 € gazahlt habe, zahle ich keinen drittes mal ohne nie ein Strafzettel gesehen zu haben.

  66. Dann wird dich in ein paar Monaten ein deutsches Inkassounternehmen anschreiben und schnell versuchen, astronomische Summen einzutreiben. Auch da hart bleiben und vor allem immer wieder schriftlich widersprechen. Aber dazu ist eigentlich schon alles geschrieben worden.
    Mich lassen die nun, nach etwa 8 Anschreiben und den jeweiligen Einsprüchen auch in Ruhe.

  67. was mich aber wundert, es hat ja eine Verjährungsfrist von 360 Tagen, also bin ich schon lange drüber.

    Warum Inkasso, habe jeweils 2 mal 94,70 € gezahlt, da ich dachte es war wirklich so.

  68. Du schriebst doch, dass du nun ein neues Anschreiben hast. Falls sich das auf ein neues „Vergehen“ bezieht, treten die das nach einer bestimmten Zeit an ein deutsches Inkassounternehmen ab.

  69. Gleiches Schreiben mit einem anderen Aktenzeichen. von der Comune di Milano Polizia Locale.
    Habe den einen E-Mail geschickt und gefragt warum ich das nochmal zahlen soll. Ein Monat später kam einen Antwort dass ich angeblich am gleichen Tag 2 mal falsch geparkt hatte. undi ich soll 94,20 € zahlen.

  70. Achtung – Verjährungsfristen in Italien 5 Jahre. Die wissen warum :-)))

  71. Ich erhalte auch seit 2 Jahren diese tollen Briefe…

    Bei mir ist folgende Situation:

    Zu dem Zeitpunkt des Vergehens war mein Auto abgemeldet ( Dh die Nummertafel gab es zu dem Zeitpunkt schon mal gar nicht mehr)

    Mittlerweile der 3te Brief. wollen 246,51€

    Kein einziger dieser Briefe war eingeschrieben

    und Ruecksendung nach Schiedam Holland

    bei dritten Brief ist jedoch mal etwas neu.

    und zwar die Unterschrift unten am Brief. /´nicht mehr dieser alessandrio sondern ein nicolis ist es jetzt

    Brief ist in Schwarz/Weiss

    Die Daten im Brief zu meiner Person sind korrekt.

    Habe nicht gezahlt und werde nicht zahlen

  72. noch ein Zusatz: Ich war mit dem genannten Kennzeichen/Fahrzeug nie in Verona.

  73. Hallo zusammen
    Habe den 3. Brief verweigert, besser gesagt bei der Post nicht abgeholt und kurz darauf bekam ich eine E-Mail dass alle Rechungen bezahlt sind.
    Meine E-Mail hatten die, da ich die angeschrieben hatte, dass ich bezahlt habe.

    NIE WIEDER ITALIEN

  74. Laut BfJ verfolgt die Behörde die Tat nicht, wenn keine Anhörung ermöglicht wurde. Wenn für die Anhörung 28 Euro verlangt wird, frage ich mich, ob dies als „ermöglichte Anhörung“ beim BfJ Gültigkeit hat, denn so eine Anhörung/Widerspruch sollte nach meinem Rechtsverständnis kostenlos sein.
    Italien wird wenig Interesse daran haben, dass vom BfJ klären zu lassen, da das Geld dann in Deutschland bleibt.
    Also versuchen sie es mit Druck, Druck und noch mehr Druck, aber niemand von diesen Inkassoheinis kann wirklich das Geld eintreiben.

  75. Soltan Mostafa

    Hallo Zusammen,
    ich merke, alle bekommen diese verdammten Briefe von Verona. Ich aber aus ROMA!!
    07/2017 war ich in Roma gewesen. gemietet Auto. habe in 03/2018 einen Brief (eingeschrieben) aber nicht von Inkassounternehmen sondern, stellt ROMA mit Protokoll Nummer und auf Rückseite stellt auch, dass man Einspruch beim Präfekten und beim Friedensrichter hat. Deswegen habe ich Beitrag von 88,42 Euro bezahlt.
    Heute bekomme neuen Berief (ebenso eingeschrieben) mit 3!!!! Verstoße jeweils 88,42 Euro wieder für richtig quatsch !! nun klingt das mir komisch und verdächtig an. Bezahlt man nie im Leben so viel Geld für falsch Parking!!! und ohne Ticket!!
    Ich habe schon einen Email geschickt..telefonisch erreiche ich einfach keiner!
    Ich bin jetzt echt verzweifelt! soll ich wie meisten hier, das einfach ignorieren und am schlimmsten Fall später-wenn überhaupt erforderlich- bezahlen oder bekomme ich einen Verfahren.
    soll ich doch Einspruch senden?
    BITTE HILFE !!

  76. Ignorieren!

    Die wollen nur deine Kohle.

    Wegen 80 Euro für italienische XYz macht kein Gericht oder Ant in Deutschland den Finger krumm.

    Immer daran denken – alles Abzocke.

  77. Mostafa, ich würde sagen dass für alle Fälle wäre gut einfach ein Einspruch schicken, dann wenigstens hast du es nicht ignorieren, weil wenn es zu Gerich kommen würde, Ignorieren ist sehr schlecht angesehen und offiziel man muss Einspruch schicken wenn man es nicht bezahlen muss. Mene Fall dauert circa zwei Jahren und bekomme ich Briefe ständig, sie immer versuchen, aber zu Gerich hat es nicht gekommen, als ich habe keinen Brief von eine Behörde bekommt. Letztens habe ich per email geschrieben, dass ich nicht antworte mehr bis ich eine offiziele Antwort auf meine Einspruch bekomme, dann hat mir eine von Inkasso auf English zurückgeschrieben: „your appeal was rejected from the Judge of Verona because it was not wrote in Italian language.“ Das hat kein Sinn und weiter deutet auf Betrüger. Ich habe zurückgeschrieben, dass ich den Beweis will,dass Verona Richter meinen Einspruch wegen Sprache abgelehnt hat, aber er eine hat sich gemeldet OHNE Beweis, was wieder deutet daran, dass es nicht stimmt. Also, alles irgendwie stinkt und ich würde nichts bezahlen, nicht sich abzocken lassen, nur Antworten mit Einspruch, um damit legal umzugehen.

  78. Soltan mostafa

    Danke für die Antwort
    Aber für meine Info. Was soll man in den Einspruch schreiben. Das ist nicht von diese komische Regelung wusste ?

  79. Hallo zusammen,

    es sind nicht nur Verona, Mailand oder Rom. Ich war letztes Jahr im August mit eigenem Wagen in der Toskana und habe jetzt drei Strafzettel bekommen wegen „Zugang ohne Erlaubnis in verkehrberuhigte Zone“, zwei davon aus Bologna und einen aus Lucca in Höhe von € 99,40 (Lucca) und je € 92,81 (Bologna). Alle Strafzettel kamen per Einschreiben direkt von der jeweiligen Stadt. Der Witz ist, dass unser Hotel in Bologna in der verkehrsberuhigten Zone war, wir aber keine Sondergenehmigung erhielten, um dorthin zu fahren – war mir zu dem Zeitpunkt auch nicht bekannt, dass man soetwas braucht. Jetzt im Nachhinein habe ich versucht, Hilfe vom Hotel zu bekommen, erhielt aber die Antwort, dass sie da nichts machen können. Die Strafzettel sind beide vom selben Tag (innerhalb 1,5 Stunden), als wir erst zum Hotel und dann von dort zu dem uns empfohlenen Parkhaus gefahren sind.
    Für mich gilt ab jetzt: Nie wieder Italien mit dem Auto!

  80. Hallo Zusammen, Bei mir war es auch Verona. Ein mal eine Verkehrsberuhigte Zone und ein mal Fahrt auf für Öffentliche Verkehrsmittel reservierter Fahrspur. Zwei Strafzettel innerhalb von 20 Minuten je 73 €. Das war im August 2017. Im Juli 2018 kamen erst zwei Briefe. Ich werde höchstwahrscheinlich zahlen, wir fahren jetzt wieder in paar Tage nach Italien mit Kindern in Urlaub nach Bibione. Ich habe schon früher gebucht und kann nicht mehr stornieren. Ich bin einfach wütend und entsetzt. Ich denke es wird zum letzten mal nach Italien für mich sein. Abzocke! Und keiner kann mir garantieren, dass ich keine Zettel mehr bekomme. Wir waren 2 Tage in Verona und haben uns wegen Parkplatzsuche gequellt. Ich bin mir sicher, wir kriegen noch mehr Zettel

  81. Hallo Zusammen, habe jetzt nach 14 Jahren einen dieser ominösen Strafzettel bekommen und werde nicht zahlen. Grund ist folgendes: aus dem bussgeldkatalog (.de) gegoogelt:

    Verfolgungsverjährung

    Hierbei handelt es sich um die Frist, welche die Behörde bei der Strafverfolgung einhalten muss. Trifft der Strafzettel aus dem Ausland nicht binnen 360 Tagen beim deutschen Verkehrssünder ein, erlischt der Zahlungsanspruch. Der jeweilige Betrag in Euro muss nicht mehr gezahlt werden.

    Vollstreckungsverjährung

    Diese Zeitspanne bezieht sich auf die Durchsetzung der fristgerecht angeordneten Maßnahme. Ging der Strafzettel aus Italien vor der Verjährung, die sich auf die Verfolgung der Ordnungswidrigkeit bezieht, bei dem Betreffenden ein, haben die italienischen Behörden fünf Jahre Zeit, um die Geldbuße einzutreiben.

    D.h. bei mir ist die Verfolgungsverjährung schon eingetreten und ich überlege eine Anzeige wegen Nötigung und versuchten Diebstahls zu stellen.

  82. Pardon, es waren 14 Monate!

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