Jetzt wird’s digital

WSPR2.12Seit meinem Comeback im Mai ist nun schon wieder ein halbes Jahr vergangen und in dieser hat sich mein Shack wieder ordentlich gefüllt. Dort setze ich nun neben meinem ICOM IC-7400 auch einen YAESU FT-897 ein, wobei ich den IC-7400 hauptsächlich auf Kurzwelle und den FT-897 für die lokalen Repeater auf 2m und 70cm nutze.
Für die Zukunft plane ich, den YAESU auch portabel zu betreiben, suche dafür aber noch das geeignete Transportmittel (Koffer o.ä.) und geeignete Antennen. Damit werde ich mich dann aber in den Wintermonaten beschäftigen.
Im Auto bin ich mit einem Alinco DR-638H auf 2m und 70cm ebenfalls wieder QRV.
Insgesamt ist das Equipment also wieder größtenteils vollständig vorhanden und die ersten 700 Verbindungen haben auch schon ihren Platz im Logbuch gefunden.

Meine Aktivitäten beschränkten sich dabei ausschließlich auf Phonie. Telegrafie musste ich damals auch für die Lizenz lernen, habe es aber, trotz ursprünglich anderer Pläne, nie aktiv genutzt und damit schnell wieder verlernt. Heute sind nur noch Bruchstücke vorhanden, mit denen man vieles, aber kein ansatzweise vernünftiges QSO führen kann.
Um aber nun nicht immer zum Mikrofon greifen zu müssen und um meiner Familie abends im Haus auch etwas Ruhe zu gönnen – ich neige gerne dazu hin und wieder zu laut ins Mikrofon zu brüllen – , habe ich mich nun den digitalen Betriebsarten zugewandt.

Signalink USB Interface Shack DL4DE

Ein CAT-Kabel zur Steuerung meines IC-7400 nutze ich bereits seit einigen Wochen und so kam nun noch das Signa Link USB, um die Audiosignale vom und zum Rechner zu übertragen hinzu. Die Konfiguration des Interface war extrem simpel. Die Steckbrücken im Innern waren schnell und problemlos gesteckt und auch mein PC im Shack hat alle notwendigen Treiber selbstständig in kürzester Zeit installiert.

Den ersten Test machte ich mit PSK31. Als Software setze ich FLDIGI ein. Die Installation war ein Kinderspiel, die Einrichtung bedurfte allerdings einiger Anläufe, was das Rig-Control anging. Danach ging es dann an die Anpassung der Textmakros. Der Empfang der anderen Stationen gelang auf Anhieb das erste QSO konnte ich dann ein paar Minuten später erfolgreich ins Log schreiben. Ingo, DK3IG, war die erste digitale Station mit der ich Kontakt hatte.FLDIGI - BPSK31

Neben PSK31 suchte ich noch nach einer weiteren Betriebsart und fand dank der Videos von Arthur, DO2ART, den schnellen Einstieg zu JT65. In seinen Videos stellte er einige Digimodes vor und zeigte auch, wie man die Software grundsätzlich einrichtet. Damit ersparte er mir dann das übliche Try-and-Error und ich konnte so relativ zügig die ersten Verbindungen in JT65 loggen. Eine sehr interessante Betriebsart, die aber vor allem auch viel Geduld erfordert, da ja nur zur vollen Minute für 48 Sekunden gesendet und die darauf folgende Minute nur empfangen wird. Im Amateurfunk kommt es mir aber sowieso nicht um Arbeiten im Akkord an. Den Stress gönne ich mir höchstens bei der Teilnahme an einem Contest.

Gestern Abend dann der erste Einsatz von WSPR und der Versuch, mit der minimalen Sendeleistung meines IC-7400 (10 Watt) große Distanzen zu überbrücken. Das Ergebnis lässt sich dann bequem in der Kartendartstellung anzeigen.
Zurücklehnen und den Rechner inkl. Transceiver für sich arbeiten lassen. 😉 Die Ergebnisse machen auf jeden Fall Lust auf mehr!

2016-10-29_wspr_20m

 

Nach und nach möchte ich auch noch die vielen anderen Digimodes einsetzen und hoffe dabei auf zahlreiche empfangsbereite Stationen. Und vielleicht gelingt mir ja auch irgendwann mal die Rückkehr in die Telegrafie.

In diesem Sinne dah-dah-di-di-dit – di-di-dit-dah-dah! 😉

Veröffentlicht am 31. Oktober 2016 in Amateurfunk und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen