Tschüß Ingress – Hallo Pokédings?

Pokémon GOEin Blogpost ausnahmsweise Mal nicht aus dem heimischen Büro, sondern direkt aus dem Sommerurlaub auf Rügen aus der Bar des Feriendomizils. Neben mir ein leckeres Störtebeker Weizen (keine bezahlte Werbung, aber es schmeckt einfach nur gut!) und vor mir mein Notebook. Kurz vor Ende des Urlaubs am Ostseestrand war mir einfach mal nach einem neuen Artikel für meinen Blog.

Ok, worum geht es?
Der Titel sagt es ja schon. Pokémon GO. Und schon beim Schreiben dieses Namens muss ich mit dem Kopf schütteln.
Nein, ich bin diesem Hype nicht erlegen und ich distanziere mich klar von den Auswüchsen dieses Spiels. Nicht genug, dass jeder TV-Sender mittlerweile davon berichten hat oder berichten musste, auf der Strandpromenade kommen und kamen mit zuhauf Menschen jeden Alters entgegen, die stur auf ihr Handy starren und ihr Umgebung gar nicht mehr wahrnehmen. Die Presse berichtete ja schon über so manche Vorkommnisse, die durch dieses Spiel hervorgerufen wurden. Unglaublich!

Niantic, der Herausgeber bzw. Hersteller von Pokémon Go, hat vormals auch Ingress auf den Markt gebracht, was ich bis vor einigen Tagen/Wochen aus ausgiebig und recht intensiv gespielt habe. Die Luft ist nach mehr als zwei Jahren nun aber raus und es wiederholen sich die Spielzüge nur noch in gewisser Regelmäßigkeit. Auch die Zahl der Mitstreiter sank stetig und so habe ich nun hier am Ostseestrand den Schlussstrich unter die Aktion Ingress gezogen.

In der ganzen Zeit besuchte ich 2134 Portale und legte dabei, laut Aussage der App, 639 km zurück – wie auch immer man auf diesen Wert kommt. Ich habe 3.415 Links und 2.151 Felder erzeugt und damit insgesamt mehr als 12,3 Mio. Punkte gesammelt (siehe Grafiken unten). Level 13 ist es am Ende geworden und eigentlich fehlen mir „nur“ knapp 4,7 Mio. Punkte, um den nächsten Level zu erreichen. Alle anderen Anforderungen erfülle ich bereits.

Aber die Luft ist nun raus. Ich bin oft genug durch die Innenstädte der Umgebung gerannt und habe mir die Mittagspausen mit dem Erzeugen der sog. Control Fields um die Ohren gehauen. Klar, es war ein guter Grund um sich zu bewegen und nicht untätig auf dem Stuhl sitzen zu bleiben. Aber der Reiz und die Motivation blieb irgendwann dann doch auf der Strecke.

Hier an der See habe ich die für mich neuen und unbekannten Portale dazu genutzt, eine sog. Batch (Auszeichnung) auf dem Gold-Level zu bringen, vor deren Erlangung ich schon lange stand. Die habe ich nun auch seit einigen Tagen im Sack und damit beende ich das Kapitel Ingress an dieser Stelle.

Der neue Pokémon-Hype wurde schon auf die Menschheit losgelassen. Aber dem werde ich mich nicht stellen. Ich konnte schon in meiner Jugend nichts mit dem ganzen Anime-Kram anfangen und so ist es auch heute noch. Mir erschließt sich dieses Pokémon-Gedöns nicht und so wird mein Handy frei von dieser App bleiben. Ich würde mir nur wünschen, dass niemand mit dem Blick auf das Display vor ein fahrendes Auto rennt oder irgendeine Klippe herunterstürzt. Denn das ist es dann doch nicht wert.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Sammeln von diesen komischen japanischen Viechern. Für mich ist das nix. 😉

Foto: „Pokémon Go“ von „Eduardo Woo“ (CC BY-SA 2.0)

Veröffentlicht am 5. August 2016 in Persönliches und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Ich bin ein bisschen zwiegespalten. Ich spiele es nicht selbst, aber ich finde den Aspekt der Bewegung und das Treffen der Jugendlichen durchaus positiv. Wären manche nun darwinistisch nicht so benachteiligt, dass sie ohne zu schauen auf die Straße laufen würden, wäre ich sogar fast begeistert 😉

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