Versicherungen und ihre Makler…

Jetzt mal zu einem völlig anderen Thema – Versicherungsmakler.

Meine bzw. unsere jahrelange Erfahrung zeigt, dass man dem Berufsstand der Versicherungsmakler nicht vertrauen kann oder mindestens sehr skeptisch gegenüber stehen sollte. Sie versprechen dir das Blaue vom Himmel und am Ende ist man als Kunde dann doch nur enttäuscht und sogar den ein oder anderen Euro ärmer, ohne dass man dafür eine Gegenleistung erhalten hätte. Klingt sehr pauschal? Mag sein.

Ich muss ja zugeben, dass es kaum ein anderes Thema gibt, das für mich so voller böhmischer Dörfer ist. Übrigens hier ein recht kleiner aber lesenswert Wikipedia-Beitrag über die hier erwähnten Dörfer aus Böhmen.

Wo war ich? Ach ja, Dörfer, also die aus Böhmen und dabei meine ich in diesem Zusammenhang das große Thema rund um Versicherungen und alles was damit zu tun hat. Versicherungen, die mich zunächst einmal allein vom Inhalt ihrer Verträge zehn Mal mehr verunsichern. Viel Papier, noch mehr Text und der größte Teil davon in der Kategorie „Kleinstgedrucktes“. Natürlich weiß ich, dass es Versicherungen gibt, die man haben muss und welche, die man haben sollte. Einige sparen Geld an, andere zahlt man nur, damit man im Falle eines Falles abgesichert ist. Passiert nichts, hat man für die Katz bezahlt, was ja aber immer noch tausendmal besser ist, als die Rennerei und den Ärger, wenn mal wirklich etwas passiert ist. Von Personenschäden ganz zu schweigen.

Wir haben unsere Erfahrungen mit Versicherungsmaklern gemacht. Zwei Mal gaben wir uns in die Hände eines Solchen und haben nun gelernt, dass wir das besser vermieden hätten. Wie oben schon erwähnt, pauschalisiere ich das vielleicht etwas, wenn ich über meine Erfahrungen mit (nur) zwei Maklern berichte, aber ich habe ernsthaft keine Lust, mich noch ein drittes Mal auf so ein Experiment einzulassen. Gebranntes Kind und so, ihr kennt das.

Beiden Maklern war gemein, dass sie in der Anfangszeit unglaublich zuverlässig, schnell und ordentlich ihre Aufgaben machten. Fragen werden umgehend beantwortet und für jeden Zweck fand sich auch schnell eine geeignete Versicherung. Ja, ich gebe zu, dass wir bei den Versicherungen auch Geld eingespart haben und manche sogar mehr Leistungen mitbrachten. Es stellte sich bei uns tatsächlich eine gewisse Zufriedenheit ein.
Nachdem aber einige Zeit ins Land gegangen war zeigten beide Makler mehr oder weniger die gleichen „Macken“. Sie waren immer schlechter erreichbar. Telefonisch, per SMS oder Mail reagierte man anfangs immer, dann verzögert und später gar nicht mehr. Fristen verstrichen und auch Geld wurde dadurch verbrannt.
Am Ende stellte sich dann auch heraus, dass die ein oder andere Versicherung am Ziel vorbeigeplant war. Deckungssummen waren zu hoch oder auch zu gering. Bei anderen Versicherungen fehlten elementare Bestandteile oder aber Zuschüsse flossen in falsche Richtungen oder auch gar nicht, weil in irgendeinem Vertrag ein Kreuzchen vergessen wurde oder auch mal etwas falsches im Antragsformular eingetragen wurde.

Erwähnen möchte ich dabei noch, dass der erste Makler Mitglied einer dieser ominösen Finanzdienstleister (O*B) war und wir beim zweiten sogar bewusst darauf geachtet haben, dass er unabhängig ist. Am Ende weiß ich, dass er vielleicht unabhängiger als der Erste war. Da die eine Versicherungsgesellschaft aber mehr Provision zahlt als die andere, ist auch klar wie weit diese Unabhängigkeit geht. Welche Versicherung würde er uns wohl völlig unabhängig empfehlen?

Versteht mich bitte nicht falsch. Natürlich muss ein Versicherungsmakler für seine Arbeit auch Geld verdienen, aber es wäre sicher auch angebracht, den eigenen finanziellen Vorteil nicht über alles zu stellen, sondern die eigene Arbeit vielleicht auch etwas gewissenhafter und genauer zu erledigen. Dann käme es nicht dazu, dass ein Antrag mit falschen Daten ausgefüllt wird, was wieder zu unnötigen Erklärungen und Diskussionen mit der Versicherungsgesellschaft führt. Eine dauerhafte Kundenbindung ist bei so einer Arbeitsweise sicher nicht das Resultat. Denn früher oder später erkennt wohl jeder, dass das aufgebaute Konstrukt aus Versicherungen nicht wirklich besser ist als das, was man früher hatte. Zumal diese beiden Makler wirklich nur den Versicherungssektor im Augen hatten und sich für das finanzielle Umfeld des Kunden gar nicht wirklich interessierten.

Ich weiß für mich, dass ich lieber den ein oder anderen Euro mehr ausgebe, dafür aber feste Ansprechpartner meistens auch vor Ort habe. Je nach Versicherung ist das auch ein großer Vorteil, wenn man dem Vertreter im Schadensfall in die Augen sehen kann und nicht alles mit einem völlig Unbekannten aus irgendeinem Call Center am Telefon oder per Briefpost regeln muss.

Es hat etwas gedauert, aber … Lesson learned!

 

Foto: Public Domain

Veröffentlicht am 30. März 2017 in Allgemeines, Persönliches und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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