Amateurfunk

…wie damals alles begann.

1991
Im jugendlichen und nicht weniger zarten Alter von 16 Jahren kam ich in den Besitz meines ersten CB-Funkgeräts. Ein gebrauchtes Stabo Magnum M, das ich damals von einem Cousin bekommen habe. Damals, als im CB-Funk noch richtig etwas los war und ich dem Funkerclub Wennetal e.V. angehörte. Zu Spitzenzeiten mit der Stabo XM5012 inkl. Selektivrufgerät und dem bekannten 5/8 Lambda-„Spargel“ am Balkon des elterlichen Hauses. Im Auto meines Vaters nutzte ich damals auch ein Funkgerät und die berühmte Super Carbonium am Kofferraumdeckel. Wilde Zeiten, in denen man zum Teil noch viel wildere Leute kennenlernen durfte.

1997
Bei der Maiwanderung des Funkerclub nahm auch ein lizenzierter Funkamateur teil, der sein Handfunkgerät dabei hatte. Die Reichweiten, die man damit erzielen konnte, hatten mich fasziniert. Das ging lauter und weiter, als alles, was ich im CB-Funk bisher erleben durfte. Ich besuchte einige Zeit später einen anderen Funkamateur und erlebte die ersten interkontinentalen Gespräche, die dieser führte. Das war genau das, was ich mir immer gewünscht habe. Das war der Zeitpunkt, an dem mich der Virus Amateurfunk richtig gepackt hat. Ich trat wenig später als völliger Newbie dem Ortsverband Meschede im Deutschen Amateur Radio Club (DARC) e.V. bei. Da vor dem Senden das Hören kommt, habe ich damals als Kurzwellenhörer (SWL) angefangen und durfte nach einer kurzen Prüfung das Hörerrufzeichen DE5HWS führen. Ein schon etwas betagtes Kurzwellenfunkgerät (Kenwood TS-520d) und eine im Garten gespannte Dipol-Antenne versorgten mich mit Radio- und Amateurfunk-Signalen aus der ganzen Welt.

1998 – 2010
Im Ortsverband fand im Jahr 1998 ein Lehrgang statt, der als Ziel die Prüfung zur Erlangung der ersehnten Amateurfunk-Lizenz hatte. In Dortmund fand diese Prüfung bei der damaligen RegTP (Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post) statt und gemeinsam mit einigen anderen Mescheder Prüflingen absolvierte ich erfolgreich diese Prüfung, die damals schon so viel für mich bedeutete. Mit dem Rufzeichen DG5HWS durfte ich mich dann auch endlich selbst zu Wort melden. Einige Monate später fand dann noch ein kleines Lizenzupgrade statt, welches mir dann gestattete auch andere Frequenzen mit mehr Sendeleistung zu nutzen. Dazu erhielt ich dann auch das neue Rufzeichen DH6WS, welches ich bis ins Jahr 2010 nutzte.
Meine Aktivitäten nahmen am Ende (2009-2010) aber mehr und mehr ab, weil es trotz vorhandener Funkgeräte, Tuner usw. auf dem Grundstück nicht möglich war, eine einigermaßen funktionierende Antenne zu montieren. Dadurch schwand meine Motivation und irgendwann wurden andere Dinge in der Freizeit dann doch wichtiger, so dass mein Interesse an der Funkerei gegen Null ging und ich nach und nach alle Geräte abbaute und verkaufte. Die jährlichen Kostenbescheide seitens der Bundesnetzagentur führten dann letztlich dazu, dass ich mein Rufzeichen zurückgab, da ich nicht für etwas zahlen wollte, was ich dann doch nicht mehr nutzte. Das Thema war für mich erledigt und abgeschlossen.

2016 – …
Frei nach dem Motto „Sag niemals nie!“ entfachte mein Nachbar und ebenfalls Funkamateur wieder das Feuer in mir.
Natürlich ärgere ich mich darüber, alles wieder verkauft zu haben, denn ich stand nun wieder ohne Equipment da. Aber dank der Hilfe und Vermittlung einiger OMs aus dem Mescheder Ortsverband konnte ich dann doch schnell und günstig wieder an die grundlegenden Geräte und Antennen kommen. Nach und nach baut sich das Puzzle wieder zusammen und die ersten QSL-Karten sind auch schon geschrieben. Sechs Jahre, die sich fast wie eine Ewigkeit anfühlen. Es geht weiter. Jeden Tag etwas mehr…

 

 

DL4DE-QSL-2016

 


Transceiver

  • ICOM IC-7400

    Icom IC-7400 HF/VHF Transceiver
     

 

  • Kenwood TS480 SAT

 

 

  • Baofeng GT3 Mark II

    Baofeng-GT3Mark2-DL4DE

 

Antennen

  • Kelemen Multiband-Dipol (80, 40, 20m)
  • Diamond X-200 (2m, 70cm)

UKW Antenne @ DH6WS

Foto: Icom IC-7400 von John Parfrey via Flickr.