Archiv des Autors: Axel

Der Versuch, unrechtmäßig Geld zu fordern…

Da staunte ich nicht schlecht, als Ende letzter Woche ein Brief im Briefkasten lag und im Umschlag eine Mahnung in englischer Sprache vorlag.
Angeblich sei eine Zahlung von mir noch nicht getätigt worden. Angemahnt werden 229Euro für drei angeblich registrierte Internetdomains, die ich nachweislich nicht besitze.
Ich nutze die .de-Variante einer Domain. In der Mahnung sind die Endungen .com/.net/.biz aufgeführt.
Eine kleine Recherche nach dem Firmennamen NMG stellte sich heraus, dass ich wohl nicht der einzige bin, der eine solche Mahnung erhalten hat. Von daher lege ich sie mir zur Seite und warte einmal ab, ob und was da noch kommen mag. Ich bin aber fest der Meinung, dass sich da nichts mehr tut.
Und leider… einer Firma aus Großbritannien kann man von hier aus nur schlecht nachkommen. Ich hoffe nur, dass niemand auf diesen billigen Trick hereinfällt und die Mahnung bezahlt. Weiß PayPal eigentlich, welche Geschäft über deren System abgewickelt werden?
[Update: 02.07.2009]
Trotz mehrmaliger Versuche hat es PayPal nicht verstehen können oder wollen, was ich dem Support mitteilen wollte. Ich erhielt auf meine Anfragen und Informationen nur 0815-Textbausteine zurück. Man wollte mich wohl nicht verstehen. Kurios war aber, dass ich kurz danach eine Mail bezüglich einer Service-Bewertung erhielt. Ich möge doch einmal bewerten, wie zufrieden ich mit dem Service von PayPal bin. Na, diese Bewertung habe ich gerne abgegeben. Ehrlich wie ich nun einmal bin. Die Bewertung sah dann insgesamt nicht wirklich gut aus. 😉
NMG Mahnung

NMG Mahnung

Weiterführende Informationen und Diskussionen dazu:

http://www.sellerforum.de/small-talk-allgemeines-f1/betrug-durch-nmg-network-mediagroup-t8787.html

http://www.tld.sc/en/2009/01/beware-of-letters-from-network-media-group/

http://www.php-resource.de/forum/off-topic-diskussionen/96368-nmg-network-mediagroup-abzocke.html

http://serversupportforum.de/forum/kurioses/33027-rechnung-von-network-mediagroup.html

http://www.gabot.de/index.php/News-Details/52/0/?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=206590&tx_ttnews%5BbackPid%5D=1&cHash=93aaf05cad

Project GAME | Der Rückblick

Das war es also… Das Mege-Event in Bremen.

Ein Rückblick:
Unser Team (Torsten, Jürgen und ich) war schon früh auf den Beinen.
Um 6Uhr kam Torsten pünktlich bei mir an. Nach dem Umladen einiger weniger Utensilien ging es direkt weiter zu Jürgen, der schon mit den Hufen scharrte. Somit starteten wir pünktlich um 6:10Uhr die Reise in den mittleren Norden.

Völlig staufrei und nach einer kurzen Pause kamen wir am „Ortseingang“ von Bremen an. Es war kurz vor 9Uhr und wir parkten direkt vor der Eventhalle im Hafengebiet. Einige andere Besucher und typische Cacher-Fahrzeuge waren schon zu sehen. Der Parkplatz wies aber noch etliche freie Plätze auf. Es war ruhig auf dem Eventgelände.

Wir entschieden uns dafür, die Gegend zu erkunden und ein paar Dosen zu suchen. Jürgen und ich schulterten unsere Kameras und zogen los. Der nächst gelegene Cache lag an einer Kirche und war etwas mehr als einen Kilometer entfernt. Zum warm werden genau das richtige. Nach dem erfolgreichen Fund gingen wir über einen anderen Weg wieder zurück zur Event-Location und trafen dabei schon auf die ersten bekannten Gesichter. Thomas und Claudia (Neheimer) waren mit dem Zug angekommen und zu Fuß auf den Weg zur Event-Halle. Gemeinsam gingen wir die letzten Meter zur Halle, während man vor uns das Haupttor öffnete. Das Login konnte also beginnen. Aufgeteilt nach den Anfangsbuchstaben des Namens stellte sich jeder entsprechend in seine Reihe und erhielt dann die notwendigen Unterlagen für das Event. Zusätzlich natürlich die obligatorische Mega-Event-Geocoin und das passende Namensschild, welches jeden Besucher eindeutig als Event-Besucher auswies. Bei der Anmeldung war schon zu spüren, was die Zahl von 1750 angemeldete Cacher bedeutet. Es war ziemlich voll und eng. Aber durch das gute System bei der Anmeldung kamen alle streßfrei an ihre Unterlagen.

Event Registration

In der Halle wurde es schnell voller. Neben Garmin war auch Zweibrüder mit ihren LedLensern vor Ort und zeigten ihre neuen Produkte. Gegen einen Coupon, den man in den Eventunterlagen fand, gab es dann ein Event-Shirt am LendLenser-Stand und einen TB-Dogtag bei Garmin. Letzterer war aber eher ein Werbegag, denn der Travelbug war, ist und bleibt auf Garmin ausgestellt. Man kann ihn zwar mit einem beliebigen Gegenstand versehen, aber nicht auf seinen eigenen Geocaching-Account umschreiben. Somit ist ein späterer Zusammenhang dieses TB an den eigenen Account für Dritte später nicht mehr erkennbar, was den eigentlichen Reiz eines TB damit zunichte macht. Wie gut, dass wir uns nicht lange in die endlose Schlange am Garminstand angestellt haben. Nach ca. 20 Minuten war uns klar, dass es Stunden dauern würde, bis wir am Ziel sind. Daher brachen wir das Schlangestehen ab und kümmerten uns um die in der näheren Umgebung gelegten Caches. Als wir etwa um 14Uhr wieder in der Halle waren, stand niemand mehr wartend vor dem Stand, so dass wir schnell versorgt wurden.

Wie geschrieben, waren rund um das Eventgelände einige Dosen zu finden. Einige wenige sind wir bewusst angegangen, da uns die Entfernung zwischen den einzelnen Caches zu groß war. Wir hätten die meisten nur mit dem Auto machen können und das wollten wir vermeiden. Als wir die Gegen erkunden wollten – in einiger Entfernung stand ein alter Leuchtturm, den wir uns ansehen wollten -, überholten uns einige kleine Teams, die wie gebannt auf ihre GPS-Empfänger starrten. Uns war klar… entweder sie sind auch auf dem Weg zum Leuchtturm ode sie suchen einen Cache. Wir liefen in gebührenden Abstand hinterher und wartete ab, was geschieht. Und ja… plötzlich blieben sie sehen und teilten sich ein wenig auf. Kurz darauf begann man im Team das Logbuch zu füllen. Wir stießen hinzu und ließen uns das Log geben. Dies kann man als Vor- oder auch als Nachteil eines Events sehen. Zu jeder Zeit versammelt sich in der Regel eine kleine oder auch größere Gruppe um die Final-Koordinaten, so dass man eigentlich nur selten selbst nach der Dose suchen muss. Das spart Zeit und garantiert einen Punkt in der Statistik. Allerdings fehlt dadurch natürlich auch wieder ein wichtiges Element des Cachens. Und das ist die Sucherei nach der Dose. Aber gut… wir waren zufrieden. Besser so als gar nicht. Schließlich sind wir ohne Listings losgezogen und wären an der Dose vorbeigelaufen ohne überhaupt zu wissen, dass hier eine liegt. Als wir uns dann weiter auf den Weg zum Leuchtturm machten überholte uns erneut eine kleine Gruppe. Wieder das gleiche Spiel. Und als wir am Leuchtturm ankamen, fanden wir heraus, dass auch hier eine Dose lag. Der Cache selbst wurde für die Zeit des Events entfernt, um „normale Besucher“ nicht darauf aufmerksam zu machen. Es blieb letztlich bei der Logbedingung, ein Foto von sich und dem Turm zu machen. Somit zückten alle ihre Kameras oder Handies und knippsten drauf los. Die Angler, die am Leuchtturm ihrer Freizeitgestaltung nachgingen, müssen sich doch sehr gewundert haben, warum ausgerechnet an diesem Tag so viele Leute ankommen, die nichts anderes zu tun haben, als sich mit dem Turm zu fotografieren. Jetzt wissen wir auch, wie sich Japaner fühlen müssen, wenn sie sich an den vielen Sehenswürdigkeiten fotografieren lassen. 😉

Speicher XI

Auf dem Rückweg vom Leuchtturm zur Eventhalle, es muss so gegen 16:30Uhr gewesen sein, gingen wir einen etwas anderen Weg zurück. Auf diesem Weg fielen uns kleine farbige Reflektoren auf, die paarweise in Bodennähe aufgeklebt waren. Etwa alle 4-5m war ein Reflektorpaar zu sehen. Uns war klar, dass das der Teil einer Reflektorstrecke für einen Nachtcache sein muss. Wir folgten zwangsläufig dieser Strecke und kamen an einen Punkt, an dem viele kleine Reflektoren spitz zusammen liefen und in einem Punkt endeten. Hier muss etwas sein. Entweder eine Station oder vielleicht sogar das Final für den Nachtcache. Wir suchten ein Wenig herum und fanden relativ schnell eine weiße kleine Dose. In ihr befand sich ein leeres Logbuch mit dem Event-Logo darauf. Nun war es uns klar. Das war der Final eines Nachtcaches, den wir bei strahlendem Sonnenschein gefunden haben. Und das sogar als erstes. Ein zufälliger FTF (First To Find) also. Später wollten wir die Event-Organisatoren noch dazu befragen, welcher Cache das genau war, da dies im Logbuch nicht vermerkt war. Also wir kurz darauf dann in der Eventhalle ankamen, fand schon die Abschlußkundgebung statt. Durch einen der Organisatoren erfuhren wir, dass es der Bonus für einen Nachtcache war, den wir da zufällig fanden. Loggen durften wir ihn. Schließlich haben wir ihn gefunden. Wie, das war egal.

Leuchtturm

Weiter erfuhrenwir , dass Jürgen durch die Organisatoren ausgerufen wurde. Er hatte gewonnen, denn jeder 500., 1000. und 1500. Besucher erhielt eine Sonderausgabe der Event-Geocoin in Gold und Jürgen war der glückliche 1500. Besucher. Glück muß man haben.

Kurze Zeit später machten wir uns langsam auf dem Weg zum Parkplatz und notierten uns dabei noch den ein oder anderen TB-Code, der an Menschen, Hunden, Autos und Quads montiert war. Wir machten uns auf den Weg in die Heimat. Aber zuvor galt es noch, eine Tankstelle für Autogas zu finden, da der Flüssiggastank  in meinem Wagen schon arg strapaziert wurde. Aber finde mal eine Tankstelle mit LPG-Säule in Bremen. Auf dem Hinweg haben wir eine gefunden, wollten aber das Tanken auf den Rückweg verlagern. Das war ein Fehler. Denn es musste die einzige LPG-Tankstelle weit und breit gewesen sein. Alle angefahrenen Tankstellen hatten entweder zu oder führten kein Flüssiggas. Wir fragten uns kreuz und quer durch Bremen. Nichts zu machen. Der Tipp eines Jet-Tankwarts brachte dann aber die ersehnte Hilfe. Eine freie Tankstelle einige Kilometer weiter sollte LPG führen. Ein Kunde hinter mir bestätigte dies. Und ja, in der Tat trafen wir auf eine geeignete Zapfsäule. Und dazu stand direkt neben der Tankstelle noch eine Filiale unserer Lieblings-Fastfood-Kette. BurgerKing. Also nach dem Tanken direkt dorthin und den Magen betankt. Aber irgwendwie war das nicht so unser Tag. Ich meine, alles war gut. Bis auf die Tankstellensuchorgie. Dass jetzt aber auch noch die Friteuse in dieser besagten BurgerKing-Filiale defekt war und ich statt meiner Pommes auf Salat umsteigen musste, hat mich doch hart getroffen. Getoppt wurde es nur durch die Freudenschreie des Personals, als die Friteuse wieder repariert war und wir gerade dabei waren, das Tablett zu entsorgen. Schlechtes Timing! Ganz schlechtes Timing!

Nun ja, auf dem Rückweg haben wir von der Autobahn noch einen Abstecher gemacht und haben uns eine Reihe von Traditionals genehmigt, die am Wegesrand lagen. Danach waren wir aber auch sehr froh, wieder nach Hause zu kommen und ins Bett zu fallen. Ein vollgestopfter Tag mit vielen Eindrücken und Erlebnissen.

Der 31.05.2009 in Zahlen:
Stunden geschlafen: 5 Stunden
Stunden wach: 19 Stunden
Zeit auf dem Event: 10 Stunden
Strecke gefahren: ca. 570km
Strecke gelaufen: ca. 15 km
Caches gefunden: 12

Project GAME | Es geht los!

So, ich verschwinde dann mal. Es ist nun 22:35Uhr und ich mache mich auf den Weg in die Falle.-  Um kurz vor 5Uhr wird der Wecker meine Nacht beenden und um 6Uhr geht die Tour los in Richtung Bremen.

Das Geocaching Mega-Event des Jahres. 1750 und mehr sind morgen dort. Und ich bin schon sehr gespannt, was mich dort so erwarten wird.

Torsten kommt um 6Uhr hier vorbei. Danach noch kurz den LPG-Tank randvoll machen und Jürgen abholen. Dann nichts wie auf die Autobahn und ab in den Norden.

Die Fahrt soll laut Routenplaner ca. 2.5Stunden dauern. Hoffentlich kommen wir gut und zügig an. Der Pfingstreiseverkehr soll ja schon durch sein. Ist ja quasi mitten im Wochenende und daher hoffentlich auf den Autobahnen weniger los.

Hoffentlich vergesse ich hier nichts. Kamera, GPSr, TBs und Coins und und und…..

Reisebericht folgt nach Wiederankunft irgendwann am Montag. Wie ich vormals schon schrieb: Ich muss danach ersteinmal ausschlafen! 😉

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In freudiger Erwartung……….

Axel

Der Seiltänzer

Normalerweise bewege ich mich ja auf mehr oder weniger festem Boden.
Es spielt keine Rolle, ob es sich dabei um Asphalt, Kies, Waldboden oder sonst etwas handelt, auf dem ich mich fortbewege. Dass ich diesen festen Halt am Boden einmal verlassen werde, konnte ich anfangs noch nicht ahnen…
Am vergangenen Samstag besuchte zusammen mit Kind und Kegel den in einem vorherigen Eintrag schon erwähnten Sauerland Stammtisch der hiesigen Geocaching-Gemeinde. In Oventrop trafen wir uns in und um die dortige SGV-Hütte bei bestem Grillwetter.
Rund um das Event haben die Organisatoren einige Caches gelegt. Eine Besonderheit dabei war eine kleine Dose am Ende einer Seilstrecke. Ziel war es, in ca. 3m Höhe über ein Drahtseil zu laufen, um am anderen Ende die kleine Dose zu erreichen.
Hilfreich waren dabei noch zwei weitere Seile in Kopfhöhe, an denen man sich mit den Händen festhalten konnte und an denen auch zwei Halteseile angebracht waren.
Ich stand der ganzen Sache zunächst skeptisch gegenüber und habe mich damit abgefunden, diesen Punkt nicht mit nach Hause zu nehmen.
Aber mit der Zeit sprach eine innere Stimme zu mir. Diese vermittelte mir den Eindruck, dass es doch spaßig sein könnte, einmal über das Seil zu tanzen. Torsten war nun auch schon mit dem Gedanken auf dem Seil und naja… ich nenne es mal Gruppenzwang. 😉
Nach Torsten eroberte ich das Klettergeschirr und folgte den Leitersprossen zum Start.
Etwas wackelig betrat ich das Seil und hakte mich in die zwei Seile ein. Langsam und vorsichtig setzte ich einen Fuß neben den anderen und bewegte mich langsam- der Dose entgegen. In der Mitte zwischen den Bäumen schwang das Seil schon recht gut durch und ich musste einige male eine kurze Pause einlegen und die Seile zur Ruhe kommen lassen. Danach ging es weiter und ich erreichte das Ende der Seilstrecke. Ein kurzer Griff zur Dose und schnell das Log ausgefüllt.
Danach galt es, die Strecke wieder zurück zur Leiter aufzunehmen. Obwohl man ja mit den Füßen auf dem unteren Seil steht und sich „nur“ mit den Händen an den oberen Seilen festhält, merkt man schon, dass die größte Last auf den Armen liegt, denn die werden beim Ausbalancieren weitaus stärker belastet, als die Beine.
Nach dem Lösen der Halteseile betrat ich dann wieder die Leiter, die mich zurück auf den Boden der Tatsachen führen sollte. Beim Abstieg zitterten mir noch die Beine und die Leiter schwang munter mit.
Letztlich muss ich zugeben, dass es eine tolle Erfahrung war. Ich bin ja nun nicht so der Kletterer und mein Körperbau weist auch nur wenige Ähnlichkeiten mit dem einer Gazelle auf. Und auch wenn so mancher über diese Aktion gelacht hat – sie also für sehr einfach hielt – ich war damit bedient und war letztlich doch froh, wieder auf festem Boden zu stehen.

Mein Dank gilt den Organisatoren dieses Stammtischen der in jeder Hinsicht ein großes Ereignis war.

Vergangenheitsbewältigung…

Man muss es ja mal niederschreiben. Dinge, die man lange mit sich herum schleppt und die unangenehm und/oder auch schmerzhaft sind. Bei mir war mal wieder ein Zahnarztdauertermin fällig.

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Kapitel 1

Es begab sich Mitte Januar als ich an einem Sonntag immer stärker werdende Zahnschmerzen verspürte. Die Woche zuvor lag ich schon mit einer ordentlichen Grippe im Bett und war eigentlich froh, dass diese nun ausgestanden war. Da kamen mir diese Zahnschmerzen ja gerade recht. Denn, wer mich kennt, der weiß, dass es für mich nichts Schlimmeres gibt, als Zahnärzte.

Ich fand mich den Sonntagabend also damit ab, dass ich am Montag zunächst einmal zum Zahnarzt meiner Wahl fahre und dem Büro erst später zur Verfügung stehe. Also eine kurze Info per Telefon an einen Kollegen, damit man sich in der Firma nicht über mein Fehlen wundert.

Die Nacht verlief entsprechend unruhig. Und mit einem recht ungutem Gefühl machte ich mich auf den Weg.

Nach einer recht langen Wartezeit und der Zahlung der obligatorischen 10 Euro Praxisgebühr, saß ich also im Stuhl der Gefühle und wartete auf den Arzt. Der kam aber nicht, sondern eine Helferin, die mich in den Röntgenraum einlud, um einige Fotos der entsprechend schmerzenden Zone zu machen. Nach einer gefühlten ewigen Wartezeit, erschien dann auch der Arzt im Behandlungsraum und sah sich erst meine Problemzone und dann auch das Röntgenbild an. Ich habe mich schon sehr gewundert, als er sagte, dass er nichts finden könne. Wie, der Zahnarzt findet nichts? Wie sehr hätte ich diesen Satz in meiner Kindheit gehört. Denn damals haben die immer irgendetwas gefunden. Woher kommen aber die Schmerzen? Der Arzt vermutet eine Kieferhöhlenvereiterung, da ich zuvor schon Probleme mit den Nebenhöhlen hatte. Bevor er mir ein Rezept über ein geeignetes Medikament mitgibt, kommt es natürlich, wie es kommen muss. Hätte mich auch gewundert, denn…. also dort, wo ich die Schmerzen hatte, war alles ok. Aber hier und hier, also da ist eine alte Füllung, die neu gemacht werden müsse, da sich darunter ein Bereich mit Karies erkennen lässt. Weiterhin sei daneben eine Krone, die müsse auch neu. Da sei auch Karies drunter. Ha, also doch. Es hätte mich auch sehr gewundert, wenn man dann doch nichts gefunden hätte. Ich solle mir einen Termin geben lassen, welcher dann zwei Wochen später stattfinden sollte.

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Kapitel 2

Es war wieder Sonntag. Eine Woche später. Am Abend sitzen wir gemütlich vor dem Fernseher und ich esse noch ein aufgebackenes Brötchen vom Frühstück. Alles ist ok. Bis auf den vorletzten Bissen, den ich zu mir nehme. Ich kaue auf dem Brötchen rum und wundere mich schon, was das für ein großes Stück ist, welches da zwischen meinen Zähne steckte. Mit der Zunge versuchte ich das Stück zwischen den Zähnen zu entfernen. Aber nach einigen Sekunden merkte ich, dass es kein Stück vom Brötchen war, sondern etwas anderes. Härter, massiver und irgendwie nicht dort, wo es ursprünglich hin gehörte. Es war ein Stück vom Zahn. Abgebrochen! Abgebrochen durch den Biss auf ein weiches Brötchen. Da kann doch nicht wahr sein. Erst der Zahnarztbesuch vor einer Woche mit den neu erkannten Problemen und jetzt das. Also wieder eine Info an die Kollegen und wieder der Weg zum Arzt am nächsten Morgen.

Dort angekommen entfernt mir der Arzt nach einem herzlichen Empfang den abgebrochenen Teil des Zahnes, der am unteren Bereich noch fest hing und sich so nicht von selbst entfernte. Ich erfuhr, dass es der Zahn direkt neben dem mit der zukünftigen Neubekronung war. Der Abbruchzahn war schon in früheren Tagen gefüllt worden, woraufhin mir der Arzt eine Stütze in den Zahl setzte, damit die Füllung nicht auch noch abbricht. Mit den Worten, das hällt eine Weile gab man mir einen Termin in genau vier Wochen. Vorher sei da absolut nichts zu machen. Einerseits war ich beruhigt… 4 Wochen, das ist ja noch eine Ewigkeit. Andererseits dachte ich, ob diese provisorische Halterung denn wirklich so lange hält. Ich möge die nächsten Wochen bitte nur noch auf der anderen Seite kauen, damit nichts abbricht. Ok, das werde ich wohl schaffen.

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Kapitel 3

Am darauffolgenden Freitag sitze ich um 9Uhr in der Firma im Abteilungsmeeting inkl. dem allwöchentlichen Abteilungsfrühstück. Ich kaue die Brötchen linksseitig und am Ende der Sitzung merke ich zufällig, dass auf der rechten Seite doch auffällig viel Platz herrscht. Das war gestern aber noch anders, dachte ich bei mir und rief direkt in der Praxis an. Ich soll vorbeikommen. Dort angekommen, stellt man fest, dass die Füllung inkl. der provisorischen Halterung weg ist. Also reinigen und mit Kunststoff eine neue provisorische Füllung einsetzen. Bis zum Termin sind es noch ca. drei Wochen. Ich frage noch, ob das Teil denn die drei Wochen durchhält oder ob man schon mal einen Termin für die nächste Woche machen sollte. Nein, das würde auf jeden Fall halten. In gutem Glauben fuhr ich zurück in die Firma.

Der kommende Tag. Samstag.

Nach dem Frühstück ins Bad und die elektrische Zahnbürste benutzt. Die erste Borste berührt nicht einmal das Kunststoffprovisorium und da liegt es schon auf meiner Zunge. Ich komme mir vor, wie in einem schlechten Film. Mein Arzt war nicht da. Der Anruf bei der Notfallhotline ergab, dass eine Ärztin in Meschede Notdienst hat. Also dort angerufen und direkt hingefahren. Diese füllte mir erneut den Zahn und nahm mit natürlich 10 Euro Praxisgebühr ab. Ob diese Füllung nun aber länger hält, dass wollte man mir nicht genau sagen. Es kann, muss aber nicht. Danke, habe verstanden.

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Kapitel 4

Die Füllung hält. Oh, diese Freude.

Der Monat Februar nähert sich seinem Ende. Am 5. März sollte der Termin zum Entfernen der alten Krone und zum Beschleifen des abgebrochenen Zahns sein. Wenige Tage zuvor erhielt ich einen Anruf der Praxis. Aus terminlichen Gründen bittet man darum, den Termin zu verschieben. Zwei Wochen später soll es nun los gehen. Auch hier freue ich mich einerseits über die Verzögerung, andererseits… naja, das hatten wir ja schon. Ich stimme also zu und warte weiter ab. Die Füllung hält und dennoch werde ich von Tag zu Tag nervöser. In einem anderen Bericht schrieb ich ja schon, wie sehr ich die Zahnarzttermine liebe.

So, der 19. März ist da. Der Termin steht an. Erfreulich stellte ich fest, wie schnell und problemlos der Arzt die alte Krone abgenommen hat. Auch der abgebrochene Zahn war schnell auf Maß geschliffen. Nun folgte ein Aktivitätstest. Mit einem Wattestäbchen und Kältespray sollte geprüft werden, ob der Zahn noch lebt. Nur wegen der Sicherheit, wie man mir versichert. Man testet, aber ich spüre nichts. Zwei mal, dreimal, vier mal. Nichts. In mir wird es schon wieder unruhig. Die Helferin sagt, dass es bei dem einen schnell zu spüren ist, der andere merkt es erst sehr spät oder auch nur sehr schwach. Wenn ich aber etwas spüren würde, dann wäre das ok. Ich konzentriere mich und meinte wirklich etwas zu spüren. Einbildung? Nein, da ist doch wirklich etwas. Ich vermelde also, dass ich die Kälte spüre und der Fall ist erledigt. Hoffentlich war es keine bloße Einbildung! Danach folgten dann etliche Abdrücke. Zwei davon waren schon mit Ansage so fest, dass ich beim Abnehmen dachte, die gesamte Kauleiste bliebe darin stecken. Das war insgesamt unangenehmer, als die Behandlung zuvor. Kurz bevor ich dann nach fast 2 Stunden gehe, setzt man mir eine provisorische Kunststoffkrone ein. Die geht ganz sicher nicht ab. Endlich! Beim nächsten Termin in einer Woche soll mir die endgültige Krone eingesetzt werden. Dann sei alles überstanden. Puh, endlich. Nach 8 Wochen!

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Kapitel 5

Der nächste Tag, ein Freitag, ist herrlich. Keine Schmerzen, keine Angst vor einer abfallenden provisorischen Füllung und die Gewissheit, dass es in einer Woche vorbei ist. Am Freitagabend fahre ich, wie so oft, mit den Jungs in den Wald. Nightcaching ist angesagt. Um ca. 3 Uhr in der Nacht sind wir wieder zuhause. Leichter Frost begleitete uns bei unserer Tour. Der Samstag beginnt auch recht gut. Im Laufe des Tages stören mich aber neue Zahnschmerzen an alter Stelle, die über die Stunden stärker werden. Spät abends sind sie so stark, dass ich nur noch mit Schmerztabletten klar komme. Auch den Sonntag ernähre ich mich mehr von Tabletten, als von gewöhnlichen Nahrungsmitteln. Montag also wieder zum Arzt. Die Helferin sagte mir, dass es hin und wieder vorkommen kann, dass man auf den Kleber der provisorischen Krone reagiert. Für die Fälle gibt es einen alternativen Kleber. Also Krone ab, säubern und Krone mit neuem Kleber wieder drauf. Die Schmerzen lassen nach. Ich bin beruhigt.

Am Abend dann aber wieder dasselbe Spiel. Schmerzen und Tabletten.

Für den kommenden Tag melde ich mich krank und fahre zu 11Uhr wieder zum Arzt. Ich habe nun schon alle Behandlungsräume besucht und kenne das Personal schon beim Vornamen. Hört das denn nie auf?

Jetzt sei die Helferin mit ihrem Latein ab Ende. Der Arzt soll befragt werden. Der kam dann auch. Provisorium ab und die Zähne abgeklopft. Was mir dann offenbart wird, lässt mich erneut blass werden. Die Zahnwurzel ist es. Was muss also getan werden? Ja, klar: Wurzelbehandlung! Oh je….

Die Helferin sammelt alle notwendigen Utensilien zusammen. Der Arzt versorgt noch einen Patienten im Nachbarraum und kommt daraufhin zurück zu mir.

Es geht also los. Spritze für die Betäubung und nach etwa 20 Minuten beginnt seine Reise in meine Wurzelkanäle.

Relativ schmerzfrei liefen die folgenden Minuten an mir vorüber. – Eine frühere Wurzelbehandlung hatte ich weitaus schmerzhafter in Erinnerung. Liegt wohl doch sehr an den Fähigkeiten des Arztes. Nach etwa einer Stunde bin ich fertig und der Arzt spritzt noch ein Medikament in die freigelegten Wurzelkanäle. Danach noch wieder einen provisorischen Deckel auf den Zahl und schickt mich nach hause. Nächster Termin in einer Woche. Die Schmerzen sind weg. Endlich wieder schmerzfrei.

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Kapitel 6

Der nächste überraschte mal wieder. Seit einer Woche schmerzfrei sitze ich auf dem Stuhl und warte auf den Arzt. Zuvor kommt noch die Helferin und möchte die provisorisch befestigte Krone entfernen. Sie versucht einiges, schafft es aber nicht, die Krone zu entfernen. Der Arzt kommt dazu. Mit einem kleinen Gummihammer und einem S-förmig gebogenen Haken versucht auch er sein Glück. Nichts zu machen, die Krone sitzt bombenfest. Mit jedem Schlag flimmerten mehr Sterne vor meinen Augen auf. Es hilft nichts, hier muss schweres Geschütz aufgefahren werden. Im Stuhl werde ich zusehends kleiner. Es folgt der Einsatz eines Drucklufthammers. Dieser wird an den Kronenrand eingehangen und durch Druckluft im Inneren wird ein Gewicht in Bewegung gesetzt, welches Stück für Stück den Haken nach außen schlägt. Nach etlichen Schlägen und weiteren Sternchen vor meinen Augen löst sich endlich die Krone und ich kann aufatmen. Den ganzen Tag noch spüre ich die Nachwehen dieser Behandlung. Danke. So langsam habe ich die Nase voll von unangemeldeten Problemen.

Es folgenden in den kommenden Wochen noch diverse Behandlungen, um die Entzündung der Wurzel auch richtig zu behandeln. Die letzten zwei im Abstand von drei Wochen.

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Kapitel 7 – Das letzte Kapitel

Gestern war es endlich soweit. Der letzte Termin. Der letzte Gang zum Zahnarzt seit dem ersten Mal im Januar. Ich habe nicht mehr mitgezählt, aber es war eine gefühlt endlose Zahl an Terminen. Die letzten waren zum Glück völlig schmerzfrei und schnell erledigt. Der letzte Termin bestand also nur noch daraus, die Wurzelkanäle zu füllen und die Krone final aufzusetzen. Nach 30 Minuten war ich fertig und konnte mich beim Arzt und Personal für unbestimmte Zeit verabschieden.

Jetzt reicht es aber auch erstmal für die nächsten Jahre. Von Mitte Januar bis Mitte Mai war ich nun regelmäßiger Gast bei meinem Arzt. Ich gehe aufgrund einer Kieferhöhlenvereiterung dorthin, was also nichts direkt mit den Zähnen zu tun hat und am Ende gehe ich mit einer neuen Zahnfüllung, einer neuen Krone und einer gefüllten Zahnwurzel. Wenn das mal keine ordentliche Happy-Hour war.

Endlich….aus und vorbei.

Wie funktioniet GPS?

Wir nutzen schon fast wie selbstverständlich das GPS-System und wissen auch, wie man eine Landkarte benutzt. Ob im Auto zum sicheren Auffinden der verschiedensten Ziele, beim Wandern, Radfahren oder auch Geocaching. Es ist heute keine Zauberei mehr, immer und überall zu wissen, wo man sich genau befindet und wie man von A nach B kommt.

Wie aber kommt es zu diesen Informationen? Woher wissen die GPS-Systeme, wo man sich genau befindet?

Wie funktionieren die Kartensysteme und was hat es mit den Längen- und Breitengraden genau auf sich?

–> Wer diese und andere Fragen beantwortet haben möchte, dem sei die nachfolgende Webseite wärmstens empfohlen: http://www.kowoma.de/gps/