Archiv des Autors: Axel

Auf der Suche nach dem Sitzmöbel

Alle Jubeljahre kommt es wieder dazu, dass die heimische Wohnlandschaft eine kleine Modernisierung erhalten muss. Starke Abnutzungen, Flecken, Beschädigungen – unsere Couch hat ihre besten Tage schon lange hinter sich und soll nun ausgetauscht werden.

Die Auswahl in den umliegenden Möbelhäusern ist schon sehr groß, aber das ist noch immer kein Garant dafür, dass man dabei auch etwas Passendes findet. Bei Zurbrüggen in Unna konnten wir gefühlte tausend verschiedene Modelle begutachten, wobei uns nur eine einzige im Ansatz gefiel. Vielfach galt aber die Devise: je teurer, desto hässlicher.

Fündig wurden wir nun in einem Möbelhaus um die Ecke. Naja, fündig im Sinne von „gefällt uns“ und „liegt im preislichen Rahmen“. Leider machen es einige Händler dem Kunden aber nicht sonderlich leicht Hersteller und Modell herauszufinden. Man möchte wohl verhindern, dass der Kunde die Möglichkeit hat, konkrete Modelle bei verschiedenen Möbelhäusern zu vergleichen. Auch wir mussten etwas suchen und recherchieren, um den Hersteller und den Modellnamen herauszufinden. Damit ist es uns aber nun möglich weitere Angebote einzuholen und die Preise zu vergleichen. Denn will man nicht verunsichert sein, am Ende nicht doch verschiedene Modelle miteinander verglichen zu haben, dann muss man zuvor schon genauer hinsehen und die meist fiktiven Modellbezeichnungen der Händler ignorieren.

Auf der Webseite des Herstellers konnten wir nun nachlesen, welche Möbelhäuser unser Wunschmodell vertreiben und da haben wir uns nun auf eine kleine Rundreise gemacht, um dort entsprechende Angebote einzuholen und dabei kann man schon einmal eine ganze Menge erleben. Neben einer vorbildlichen Beratung bei Möbel Wortmann in Arnsberg folgte das „wie ignoriere ich einen potenziellen Kunden am besten“ der Mitarbeiter von Poco Domäne direkt nebenan. Dazwischen lag dann eine ebenfalls sehr gute Beratung beim Möbelhäuptling Knappstein. Dort wurden wir allerdings zehn Minuten nach Geschäftsschluss durch den Geschäftsleiter hinaus komplimentiert, noch bevor die Mitarbeiterin in der Lage war, alle notwendigen Daten für das Angebot zu notieren. Irgendwie schon ein schlechter Stil. Wenn ich mich da an meine Ausbildung zurück erinnere, wo wir auch eine halbe Stunde nach Ladenschluss noch im Verkaufsgespräch saßen. Da wurde kein Kunde nach Hause geschickt. Und es kam dabei oft genug vor, dass am Ende kein Kaufvertrag unterschrieben wurde. So ist das halt im Einzelhandel. Service am Kunden? Nicht selbstverständlich.

Nun ja, wir haben ja nun unser Wunschmodell zumindest im Katalog gefunden und wissen auch, aus welchen Einzelteilen dieses bestehen muss, um unser Wohnzimmer wieder auf Vordermann zu bringen. Wir warten nun die weiteren Angebote ab und werden mit dem einen oder anderen Händler noch einmal verhandeln. Denn am Ende ist immer noch einiges an Nachlässen möglich. Und wer heute für Lieferung Montage einen Aufpreis bezahlt, der ist selber schuld.

Bin schon gespannt, wer das Rennen am Ende macht.

Google und der WLAN-Spaß

Bild von woozie2010 via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Wir erinnern uns…
Als Google mit dem Projekt „Streetview“ in Deutschland begann stellte sich nach einiger Zeit heraus, dass während der Fahrt nicht nur Fotos aufgenommen und gespeichert wurden, sondern auch Positionsdaten und Namen benachbarter Drahtlosnetzwerke, die vom Google-Fahrzeug empfangen werden konnten. Google teilte damals mit, dass man mit Hilfe dieser Daten die Positionsbestimmung für Smartphones u. ä. auch dann gewährleisten will, wenn der Kontakt zu den GPS-Satelliten z. B. durch dichte Bebauung erschwert oder gar unmöglich wird.
Nun hat wohl auch Google verstanden, dass es unter Umständen Menschen gibt, die nicht möchten, dass ihr WLAN zum Zweck der Positionsbestimmung „missbraucht“ wird. Und für diesen Personenkreis hat man eine ganz einfache und simple Lösung geschaffen, die garantiert jeder schnell und unkompliziert in die Tat umsetzen kann.
Zitat: „[…]You can opt out by changing the SSID of your WiFi access point (your wireless network name) so that it ends with _nomap. For example, if your SSID is „12345“, you would need to change it to „12345_nomap“. […] ([Quelle])

Auf gut Deutsch bedeutet dies, dass der Betreiber eines drahtlosen Netzwerkes einfach nur den Namen (SSID) um den Zusatz „_nomap“ ergänzen soll.
So einfach ist das. Und jetzt soll bitte niemand kommen und sagen, dass er nicht weiß, wie man das bewerkstelligt. 😉 Aber selbst wenn man weiß, wie diese Änderung durchgeführt wird, so bedeutet es doch zusätzlich, dass sämtliche Geräte, die mit dem WLAN verbunden waren (Notebook, Smartphone usw.) erneut mit dem Netzwerk verbunden werden müssen, da sich der Name des Netzwerkes geändert hat und die Geräte das Netzwerk unter dem alten Namen nicht mehr finden.
Ich persönlich empfinde es schon als sehr frech, dass man als Betreiber eines Drahtlosnetzwerkes zu so einer Aktion genötigt wird, wenn man sein System für den Zweck nicht bereitstellen möchte. Sollen doch die, die teilnehmen möchten, ihre SSID ändern, aber das wären sicher viel zu wenig Netzwerke, als dass man damit etwas anfangen könnte.

Die Idee, den eigenen Briefkasten an der Hauswand zukünftig von „Briefkasten“ in „Briefkasten_keineRechnung“ umzubenennen finde ich sehr gut. 😉

(Dank an www.stadt-bremerhaven.de für die Inspiration.)

Auf geht’s in den Winter!

Jetzt geht’s also wieder los.
Das morgendliche Scheibenkratzen, dazu noch etwas Nebel und allgemein schlechte Sicht, Laub auf den Straßen …. und die Fahrt zur Arbeit dauert bis zu einem Drittel länger als sonst.

winter chaos

Bild von Felix Abraham via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Die Winterreifen sind nun auch schon eine knappe Woche montiert, wobei wir da tagsüber noch knapp 20°C hatten und ich dabei so gar nicht in Winterreifenstimmung kam.
Jetzt fehlt nur noch die nötige Dosis Frostschutz im Kühler und dann kann die morgendliche Rutschfahrt beginnen. Wann wird es den ersten Schnee geben? Und haben wir erneut das Glück, dass der erste Schnee gleich bis Ende März liegen bleibt? Haben die Städte und Gemeinden für diese Saison genügend Streusalz gebunkert? Oder wird das weiße Gold im Dezember wieder knapp?

Fragen über Fragen…

Zumindest jetzt scheint hier die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. Also kein schlechtes Wetter für Mitte November. Nur die Tatsache, dass um 18Uhr bereits stockfinstere Nacht ist, stört ein wenig.
Ich wäre jetzt aber schon froh, wenn wir den Winter bereits wieder hinter uns hätten. Ist nicht wirklich meine Jahreszeit.

In diesem Sinne frohes Kratzen!

Eine vor und dann wieder eine zurück…

Hauptverwaltung Techniker Krankenkasse

Bild von Techniker Krankenkasse via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Morgen können wir wieder richtig viel erledigen. Schließlich haben wir dazu auch verdammt viel Zeit, denn man gibt uns die verlorene Stunde vom Frühjahr zurück. Willkommen in der Winterzeit.

Nach meiner Meinung wird es Zeit, diese seit 1980 geltende Regelung wieder abzuschaffen. Wirkliche Energiespareffekte scheint es ja auch nicht zu geben. Aber Deutschland hält munter weiter an dieser Regelung fest. Retten wir lieber Griechenland.

Anders ist es in Russland. Da hat President Dmitrij Medwedjew angeordnet, dass die Uhren nicht wieder auf Winterzeit umgestellt werden. Ob Angela Merken so eine Entscheidung auch irgendwann einmal treffen wird?

Wenn es nach mir ginge, dann könnte der Verzicht auf diese Umstellung schon heute Nacht in die Tat umgesetzt werden.

Was mache ich bloß mit der zusätzlichen Stunde?

 

Die eine kommt, die andere geht

Bild von James Tworow via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Nach knapp fünf – Jahren und etwas mehr als 21.000 Fotos schickte ich meine kleine Nikon D70s am vergangenen Freitag in Rente. Umgerechnet 4448 Fotos pro Jahr oder etwa 12 Bilder pro Tag wurden von ihr zuverlässig auf die CompactFlash-Karte gespeichert und sie hat während all der Zeit nicht einmal ihren Dienst verweigert. Hochwertig, robust und zuverlässig, das beschreibt die D70s wohl am besten. – Auch mit der Bildqualität war ich immer mehr als zufrieden.

Nun war es aber dann doch an der Zeit ein wenig zu moderniesen und so machte ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Ersatz. Es sollte auf jeden Fall wieder eine Nikon sein, da ich das vorhandene Zubehör weitgehend behalten wollte. Schließlich passen die Objektive und externe Blitzsysteme nicht auf die Kameras anderer Hersteller. So etwas wäre ja auch zu schön, um wahr zu sein.

Ich suchte vor allem nach einem guten Kompromiss aus Bildqualität, Funktionsumfang und natürlich dem Preis und dabei fiel mir die Nikon D5100 ins Auge, die nach allem, was ich über sie gelesen habe, genau meine Anforderungen erfüllt. Mit einer Auflösung von 16 Megapixeln und einer FullHD-Videofunktion bietet mir das neue Modell weitaus mehr Möglichkeiten als bisher. Dazu kommt noch die Möglichkeit RAW-Daten zusammen mit einer JPG-Version in voller Auflösung auf die SD-Karte speichern zu – können. Die D70s konnte die RAW-Daten nur in Verbindung mit einem verkleinerten JPG-Bild speichern.
Dazu kommen noch vorgefertigte Funktionen um z. B. HDR-Bilder zu erzeugen und anderes „Spielereien“ – mehr. Was mich aber ein wenig stört ist das Fehlen des kleinen LCD-Displays auf der Oberseite des Gehäuses. Hier konnte man bei der D70s immer schnell ablesen, welche Einstellungen aktiv waren. Diese Informationen muss ich nun dem großen Display entnehmen, welches dazu aufgeklappt werden muss und natürlich auch den Akku stärker belastet, wenn es eingeschaltet ist. Die Nikon D7000 hätte dieses kleine Display gehabt, aber es sprachen letztlich doch zu wenige Gründe für die große Schwester der D5100 und für die damit verbundenen Mehrkosten.

 

Bild von Jared Polin via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Geplant war eigentlich der Kauf der Kamera als Kit zusammen mit einem 18-105mm Objektiv. Das schon mit der D70s genutzte 55-200 Objektiv von Sigma wollte ich behalten. Die D70s sollte dann mit dem alten Sigma 18-50 Objektiv verkauft werden, was für den Käufer weitaus attraktiver ist, als nur den Body anzubieten. Aber… erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Denn die D5100 ist nicht in allen Belangen besser als die D70s. Ein kleiner feiner Unterschied macht mir meinen Plan zunichte. Denn die D5100 besitzt im Gegensatz zur D70s keinen eingebauten Fokusmotor. Das hat zur Folge, dass die Objektive damit ausgestattet sein müssen, damit die Kamera automatisch fokussiert. Und Murphys Gesetze belegen natürlich, dass ausgerechnet die zwei von mir genutzten Sigma-Objektive keinen eigenen AF-Motor mitbringen, so dass ich die D5100 rein manuell hätte fokussieren müssen. Auf einen automatischen Fokus wollte ich natürlich nicht verzichten und so suchte ich nach einer Alternative. Und da kam mir der das Fotogeschäft meines Vertrauens zur Hilfe. Dort bot man mir für einen geringen Aufpreis zwei original Nikon-Objektive an. Das Kit-Objektiv 18-105 wich damit einem 18-55 (AF-S DX NIKKOR 18-55 mm 1:3,5-5,6G VR) und einem 55-200 (AF-S DX NIKKOR 55-200 mm 1:4-5,6G ED VR). Letztlich also genau die Modelle, die ich an der D70s schon genutzt habe. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass die zwei neuen Objektive einen automatischen Bildstabilisator beinhalten und damit auch vor einer zittrigen Hand schützen.

Die alte Kamera habe ich für einen guten Kurs inkl. der beiden alten Objektive gleich in Zahlung gegeben und bin somit mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden. Neue Kamera, neue Objektive-  und das alles noch immer für einen wirklich guten Preis. Ok, ich musste etwas drauflegen, bin dafür aber nicht die Kompromisse eingegangen, die ich zuerst geplant hatte.

Und die ersten 150 Fotos sind auch schon im Kasten. Wenn das Wetter dann endlich wieder trocken wird, dann kommen auch noch weitere Aufnahmen dazu.

Die eine oder andere Aufnahme findet sich dann sicher im Netz wieder:
http://fotos.schwenke.de oder http://fotoblog.schwenke.de

Der Apfel ist gegessen…

Ja, er ist tot.
Der Apple-Gott Steve Jobs ist gestorben und nun steht die ganze Welt Kopf.
Bei sämtlichen Onlinemagazinen findet man auf deren Webseite große Aufmacher mit Fotos, Videos und Statements. Im Radio hört man stündlich neue und alte Neuigkeiten zu Steve Jobs und auch zwischendurch wird der Mann immer mal wieder erwähnt.

Das Ganze geht nun soweit, dass der Jobs in einem Atemzug mit Edison und Einstein genannt wird. Die Wirtschaftswoche zitiert dazu den New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg und den US-Präsidenten Barack Obama. Jobs wäre einer der größten amerikanischen Erfinder.

Bild von Fiona Shields via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Und hier hört es für mich auf. Leute, kommt mal wieder zurück auf den Boden der Tatsachen.
Der Verlust eines Menschen ist, vor allem wenn er noch so jung war, immer schmerzhaft und natürlich kann und darf man um ihn trauern. Dennoch war dieser Mann nur der Chef eines Unternehmens, welches Smartphones, Computer und ähnliches entwickelt und vertrieben hat.
Ja klar, diese ganzen i-Produkte haben es irgendwie geschafft, einen riesigen Hype auszulösen und bei Millionen von Anwendern ein „Das-muss-ich-haben“-Gefühl hervorzurufen.
Aber auch Apple kocht nur mit Wasser und das beweist das Unternehmen, wenn man sich die Produktionsstätten der Foxconn anschaut und sieht, wie die Menschen dort arbeiten müssen. Sucht einfach mal nach Foxconn und Apple dort findet man dann genug Informationen.

Jobs war kein Übermensch und auch die von ihm erfundenen Produkte sind nicht übermächtig und das Maß aller Dinge. Es sind schlicht nur Smartphones und Computer. Eigentlich sind die Geräte nur eine Modeerscheinung und auch Apple wird einsehen müssen, dass das Thema iPhone in absehbarer Zeit niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlockt.

Ok, eines hat Steve Jobs geschafft. Sein Tot bewegt die ganze Welt. Die Presse und alle Medien singen ein Loblied nach dem anderen auf seine Person. Dabei war er nur der Chef eines Hardwarekonzerns, der zur richtigen Zeit, das richtige Gerät auf den Markt brachte.

Die Welt wird sich auch ohne ihn weiterdrehen und irgendwann wird sicher das iPhone 5 auf den Markt kommen. Zunächst dürft ihr euch alle aber in Ruhe über das iPhone 4S hermachen. Wer’s braucht….