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Die Entscheidung ist gefallen…

Nach meinem misslungenen Selbstversuch mit dem Blackberry Bold9000 suchte ich nach einer möglichen Alternative. Nein, ich scheute nicht die „softwareseitigen Umbaumaßnahmen“, die notwendig wären, um das Gerät ohne eine kostenpflichtige Blackberry-Option vernünftig ans Laufen zu bekommen. Mein Ziel war es vielmehr, ein Handy zu besitzen, auf das ich mich verlassen kann und an dem ich im Fehlerfall nicht umständlich herumoperieren muss.

Natürlich stellte ich an ein neues Handy gewisse Grundvoraussetzungen.
Zum einen natürlich das Betriebssystem.

Von Windows Mobile war ich geheilt. Auch wenn man bei Microsoft die aktuelle Version 7 als Neuerfindung des Rades anpreist. Auf dem PC und Server gerne ein geeignetes Windows, im Smartphone habe ich damit aber schon zu viele schlechte Erfahrungen gemacht.

Ein iOS von Apple in Form des iPhone mag ein gutes, zuverlässiges und hochwertiges Smartphone-System sein, aber die dahinter liegende Preispolitik bin ich nicht bereit mit zu tragen. In zwei Jahren kostet das iPhone zum Beispiel bei O2 inkl. der Tarifgrundgebühren mehr als 1.250 Euro. Aus meiner Sicht mehr als übertrieben. Eine solche Summe würde ich anderweitig anlegen. Aber nicht für „nur“ ein Handy.

Das WebOS von Palm/HP machte mir in Form des PALM Pixi plus schon einen recht guten Eindruck, den ich in den vergangenen sechs Wochen mit dem Gerät gewinnen konnte. Bei Palm fehlt es mir aber an einer ausreichend großen Produktpalette und ich fand kein Gerät, welches meinen Wünschen gerecht wurde.

Blackberry…. Ein wirklich überzeugendes System im betrieblichen Umfeld und mit den richtigen Tarifoptionen im Rücken. Ich nutze dienstlich ja schon seit knapp acht Wochen ein Torch9800 und bin damit mehr als zufrieden.

Nun, letztlich bin ich dann bei einem Android hängen geblieben. In den aktuelleren Versionen ist das Betriebssystem als stabil und performant bekannt geworden, so dass ich mir sicher war, hier ein recht gutes und zuverlässiges System zu kaufen.
Aber natürlich war nicht nur das Betriebssystem ein Kaufkriterium. Preis, Display, Auflösung, Kamera, Speichergröße und die im Internet verfügbaren Softwarepakete spielten natürlich auch eine nicht unwesentliche Rolle.

Nach dem Lesen etlicher Test- und Erfahrungsberichte fiel meine Wahl auf das Motorola DEFY. Das Handy, welches in der Werbung als quasi „unkaputtbar“ angepriesen wurde. Wasserdicht, kratzfestes Display – schlicht ein ordentlich robustes Handy. Nach Werbeangaben soll es der Schutzklasse IP67 genügen. Also staubdicht und geschützt gegen zeitweises Untertauchen. Nicht, dass ich mit meinen Handys bislang unsanft umgegangen wäre, aber man kann ja nie wissen, was in Zukunft alles geschehen wird.
Das Defy nutze ich nun seit vier Tagen und bin mit dem Gerät sehr zufrieden.
Auch wenn ich leider erst kurz nach der Bestellung gelesen habe, dass es einen Serienfehler geben soll, der die Hörmuschel betrifft, so lasse ich es doch darauf ankommen. Kommt es zu einem Defekt, so schicke ich es ein. Wie gesagt…. wenn es dazu kommen sollte. Ich mache mir da keine überhöhten Sorgen.
Das Display des Defy ist selbst bei hellem Tageslicht und direkter Sonneneinstrahlung noch gut zu erkennen. Mein damaliges HTC Touch Diamond konnte man im Freien selbst bei bewölktem Himmel so gut wie gar nicht nutzen. Die Auflösung von 480x854Pixel bei 3,7Zoll des Defy macht ebenso einen sehr guten Eindruck. Alles lässt sich klar und deutlich ablesen, auch wenn die Schriftgröße auf ein Minimum gesetzt ist.
Der Prozessor ist mit seinen 800MHz vielleicht nicht der allerschnellste, dennoch reicht die Rechenleistung für alles, was ich bislang mit dem Gerät angestellt habe. Sämtliche Videos wurden flüssig und ruckelfrei wiedergegen und auch das Navigieren durch die verschiedenen Menüs oder das Browsen durch die Twitter- und Facebook-Apps bringt das Gerät nicht ins Schwitzen.

Ich werde sicher im Laufe der kommenden Wochen und Monate noch viele Erfahrungen mit dem Gerät machen. Die ersten Schritte damit haben wir aber schon gezeigt, dass das Android-System kein schlechtes Betriebssystem ist.

Neuer Anstrich…

Es war mal wieder an der Zeit etwas zu tun. Etwas zu verändern.
Und genau dieses kleine Stück Veränderung ließ ich nun – wie man unschwer erkennen kann – meinem kleinen Webblog zukommen. Einmal das Fenster öffnen und durchlüften. Dazu noch ein neuer Eimer Farbe und ein paar Fotos an die Wand. Sieht doch schon ganz nett aus.

Sicher werde ich das ein oder andere Detail im Laufe der Zeit sukzessive auch noch ändern. Ich lasse mich da mal durch einen kompetenten Innenarchitekten eingehend beraten. 🙂

Bis dahin bleibt der Blick aus dem Fenster mit der Erkenntnis, dass es noch immer nicht Frühling ist und die -12-°C der vergangenen Tage sicher noch nicht das Ende des Winters waren. Wir bleiben also warm eingepackt.

 

Konzentration ist wichtig, …

…aber daran fehlt es leider noch allzu oft.

Mein erster Einsatz in der „Bowling – Bezirksliga Herren 2“ neigt sich dem Ende.

Noch zwei von insgesamt neun Spieltagen liegen vor mir und so ist es an der Zeit, einmal ein kleines vorab Resümee zu ziehen.

Die Spieltage verteilen sich mehr oder weniger gleichmäßig über einen Zeitraum zwischen September und März. Dabei treten immer sechs Mannschaften mit je fünf Spielern an, die nacheinander nach dem Prinzip „Jeder-gegen-Jeden“ gegeneinander spielen. Die Bezirksliga Herren 2 – oder auch BZLH2 – findet immer sonntags auf Bahnen in Paderborn, Lippstadt, Bielefeld und Detmold statt und startet jeweils um 9:30Uhr. Das hat zur Folge, dass man bei einer Fahrtzeit von etwa 90 Minuten nach Bielefeld für einen Sonntag auch mal etwas früher aus den Federn muss. Aber das nimmt man doch sehr gern in Kauf. 😉

Zu Beginn wird für jede Mannschaft ein Spielschein ausgegeben, auf dem vermerkt ist, wer wann und auf welcher Bahn gegeneinander spielt. Dort werden nach jedem Spiel auch die erreichten Punktstände eines jeden Spielers und die Summe der Mannschaft vermerkt und vom jeweiligen Gegner abgezeichnet. Für ein gewonnenes Spiel erhält die Mannschaft zwei, bei Gleichstand jeweils einen und bei Verlust des Spiels null Punkte. So sind in einer Saison maximal 90 Punkte zu erreichen.

Zu Beginn gibt es eine 15-minütige Einspielphase, bei der sich jeder Spieler auf die Bahn einschießen kann. Danach folgen nacheinander drei Wertungsspiele. Während der Mittagspause gibt es für die Spieler meist etwas zu essen und für die Bahnen frisches Öl. Danach folgen die letzten zwei Spiele, so dass man meist um spätestens 16:30Uhr mit allen Spielen fertig ist.

Meine bisherigen Spielergebnisse hielten sich bislang noch etwas in Grenzen, was vor allem daran liegt, dass man bei den Wertungsspielen nicht allein oder nur zu zweit spielt, sondern eine längere Wartezeit zwischen den einzelnen Durchläufen zu absolvieren hat. Hier muss man sich immer wieder von neuem konzentrieren, was mir noch etwas schwer fällt. Beim Training spielt man maximal zu zwei oder zu dritt und bleibt so mehr oder weniger über das gesamte Spiel konzentriert.

Beim letzten Spieltag in Detmold lief es dann ganz ordentlich. Mit einem Schnitt von knapp 175 auf fünf Spiele und dem ersten 200 Punkte-Spiel im Ligaeinsatz war ich recht zufrieden.

Am kommenden Sonntag wird in Lippstadt und zuletzt in Paderborn gespielt. Bin gespannt, ob ich mich da nicht noch etwas verbessern kann.

Frühsport…

Es ist Zeit für Sport. Frühsport.
Also auf die Schaufel, fertig, los. Der Bürgersteig und der Weg zur Haustür müssen von Schnee und Eis befreit werden.

Heute morgen war der Höhepunkt der bisherigen Wintersaison. Mehr als 25cm Neuschnee wären allein noch in Ordnung. Allerdings war der Schnee sehr nass und dadurch schwer zu entfernen. Von Schneeschieben konnte da keine Rede mehr sein. Schneeschaufeln war angesagt.

Dann das nächste Problem: Wohin mit dem ganzen Schnee?
Auf die Straße? Wo einem der städtische Räumdienst den ganzen Kram wieder auf den Weg zurück schiebt?
Oder beim Räumen immer an den eigenen Autos vorbei rennen und den Schnee auf die Wiese werfen?

Jetzt scheint das Schlimmste vorüber zu sein. Es schneit seit Stunden nicht mehr und die Straßen sind auch frei.
Der Deutsche Wetterdienst warnt nun aber aktuell vor Tauwetter für Gebiete unterhalb 600m.
Soll der Schnee doch ruhig liegen bleiben, solange kein neuer hinzukommt. Hochwasser braucht hier niemand.

Nichts dazugelernt…

Wenn die Ideen gut sind, die Umsetzungen dann aber an Kleinigkeiten und Bequemlichkeiten scheitern, dann ist das für alle beteiligten mehr als ärgerlich.

Wirklich für alle Beteiligte? – Nein, nicht unbedingt. Wenn der eigene Anspruch gering genug ist, so ist man damit eventuell sogar zufrieden.

Was war nun geschehen?
Da gibt es in der Nähe ein Bowling-Center, welches zu Allerheiligen ein Spaßturnier für Jedermann anbot. Vier Spieler sollten dabei ein Team bilden und gegeneinander antreten. Der Start war für 14 Uhr geplant, doch dieser verzögerte sich um 45 Minuten. Da man bewusst oder unbewusst versäumt hat, öffentlich (in der Presse und/oder auf der eigenen Webseite) über das Turnier zu berichten, war keinem der sechs teilnehmenden Teams bekannt, nach welchen Regeln gespielt werden sollte oder wie der zeitliche Ablauf geplant war. Man hatte stellenweise das Gefühl, als habe sich der Veranstalter selbst keine wirklichen Gedanken darüber gemacht, wie das Turnier nun durchgeführt werden sollte. Es gab weder einen Spielplan mit Informationen darüber, wer gegen wen auf welchen Bahnen spielt, noch gab es geeignete Listen, auf denen man die Spielergebnisse notieren sollte. So mussten Bierzettelblöcke für diesen Zweck herhalten. Professionell und ordentlich durchdacht sieht da doch etwas anders aus.

Gespielt werden sollten jeweils zwei Spiele „Jeder gegen Jeden“. Bei sechs Mannschaften also jeweils zehn Spiele pro Team. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit – es war bereits kurz vor 15 Uhr – schauten viele ungläubig auf die Uhr und ahnten schon, dass das Abendessen entweder verschoben oder gleich ganz ausfallen würde.
Man begann also zu spielen und wie schon in der Vergangenheit so streikten auch an diesem Tag wieder in gewohnter Regelmäßigkeit die Pinsetter, blieben Bälle hinterm Pindeck stecken oder zerlegten sich die Pinsetter gleich in Gänze. Schon vor Beginn des Turniers war ersichtlich, dass auf einigen Bahnen erst gar nicht gespielt werden konnte, da diese wohl einen etwas größeren Defekt aufwiesen und so kam es, dass sich die sechs Teams auf einer Breite von zehn Bahnen aufteilten, wobei vier Bahnen bereits von Anfang an nicht in Ordnung waren, bzw. durch andere, nicht am Turnier teilnehmende Gäste, belegt wurden.

Nach den ersten zwei Spielen musste eine ungeplant lange Pause eingelegt werden, da eine Bahn während des Spiels komplett ausfiel (der oben schon erwähnte Pinsetter seilte sich selbständig ab und blieb regungslos auf dem Pindeck liegen). Da bei diesem Turnier im Ligamodus – also abwechselnd auf zwei benachbarten Bahnen – gespielt wurde, musste hier auf die Reparatur der Bahn gewartet werden. Einvernehmlich verzichteten die dort spielenden Teams auf das zweite Spiel, um den Turnierablauf nicht unnötig in die Länge zu ziehen.

Man spielte anschließend also die Spiele weiter, was mehr oder weniger möglich war. Denn natürlich blieben auch weiterhin viele Bälle im Pindeck stecken und kamen von selbst nicht wieder zurück oder aber die Bahn weigerte sich die Pins wieder aufzustellen. Vereinzelte Pins fielen beim Aufstellen völlig unmotiviert um und lagen dann im Pindeck herum. Das hatte zur Folge, dass man etliche Würfe über die Korrekturfunktion der Bahn entsprechend anpassen musste. Der Anlaufbereich war zwar sauber – was man auch schon anders in Erinnerung hatte – dennoch war das Gleiten im letzten Schritt nicht wirklich möglich, da der Untergrund derartig stumpf war, dass selbst S8-Sohlen abrupt zum Stillstand kamen. (Wir erinnern uns: Der Gleitschritt. Nachzulesen auf http://de.wikipedia.org/wiki/Bowling)
Über das vorhandene – oder eher nicht vorhandene Ölbild – möchte man da gar nicht erst sprechen. Denn das war zwar auf allen Bahnen ähnlich bis gleich, dennoch habe ich selten oder nie zuvor eine Reverse Block Ölung auf beinahe der gesamten Bahnlänge erlebt (siehe unten). Hier war Fingerspitzengefühl angesagt. Entweder langsam mit dem stärksten Ball mit viel Rotation seitlich durchs dicke Öl oder schnell mit einem schwachen Ball mit entsprechend wenig Rotation durch die Mitte. Viele Möglichkeiten boten sich einem hier nicht, zumal ein solches Ölbild nicht wirklich zum Standard gehört.

Dass der Pinsetter auf einer Bahn einen Pin bei der Aufnahme seitlich verschob und nicht wirklich an den ursprünglichen Ort zurückstellte, spielte bei all den Problemen eine eher nebensächliche Rolle.

Da alle anderen Teilnehmer ausschließlich geradeaus mit Hausbällen spielten, fielen ihnen diese Umstände nicht wirklich negativ auf. Bei der Spielweise spielt das vorhandene Ölbild keine große Rolle, da die Bälle geradeaus gespielt werden und dabei keinen Bogen beschreiben. Hier war mal als reaktiver Spieler gefordert, in irgendeiner Weise mit den Gegebenheiten klar zu kommen.

Im Verlauf des Turniers hörte man plötzlich, dass zwei Teams sich vorzeitig verabschiedet haben, da sie anfangs nicht damit gerechnet haben, dass das Turnier einen solchen zeitlichen Aufwand bedeuten würde. Es wurde den Spieler schlicht zu spät, da am nächsten Tag auch alle wieder pünktlich an ihrem Arbeitsplatz erscheinen wollten/mussten/sollten.

Um 21:45 Uhr waren dann endlich alle Mannschaften durch. Auf eine wie auch immer geartete Siegerehrung wartete man aber vergebens. Die vermeintlichen Gewinner verschwanden nach dem Bezahlen der Getränke relativ schnell nach Hause. Wer nun wirklich gewonnen hat und wie die einzelnen Platzierungen im Einzelnen aussahen, erfuhr man nicht.

Dass der Betreiber des Centers, der auch gleichzeitig Ausrichter dieses Turniers war, am Ende nicht einmal ein minimales Interesse an konstruktiver Kritik zeigte und die angesprochenen Probleme nur mit „wer nicht spielen kann ist selbst schuld“ vom Tisch wischte, zeigt mir, dass es sich hier nicht wirklich lohnt jemals wieder einen Fuß in das Center zu stellen. Die technischen Zustände der Bahnen sind seit Anbeginn schlecht bis unspielbar und das wird sich vermutlich auch in Zukunft nicht mehr ändern, denn das hätte schon viel früher geschehen müssen. Als ambitionierter Sportbowler hat man auf diesen Bahnen wenig bis keinen Spaß am Hobby. Man beweist hier nach all der Zeit noch immer eindrücklich und überdeutlich, dass man kein gesteigertes Interesse an einem funktionierenden Bowlingcenter hat. Schade. Sehr Schade.
Einziger Lichtblick waren die Angestellten, die sich Mühe gaben die Spieler mit Getränken zu versorgen und die Störungen an der Anlage zu beheben. Aber das allein ergibt leider noch keine erfolgreiche Veranstaltung.

Mein Fazit:
Es war letztlich Zeit- und Geldverschwendung. Und nur die mit guten Freunden gemeinsam verbrachte Zeit vermag mir noch etwas Positives diesem Tag abzugewinnen. Die knapp 25 Euro (inkl. 10 Euro Startgebühr) hätte man besser investieren können.

The day of days

Das nenne ich mal Timing. Genau 364 Tage nachdem ich meinen letzten Bowling-Highscore mit 234 Punkten in Oelde aufgestellt habe, meinte es der Gott des Bowlings nun doch wieder einmal gut mit mir.

Ganz ohne übermäßig große Erwartungen erschien ich wie immer um 17Uhr auf meiner Hausbahn in Soest. Auf den ersten Bahnen wurde ein Kindergeburtstag gefeiert und entsprechend turbulent ging es dort zu. Ich bezog Bahn 14 am anderen Ende des Centers und bekam so nur noch sehr wenig vom Trubel und Geschrei der ersten Bahnen mit und so startete ich mit den ersten Würfen.

Ungewohnt schnell fand ich meine Linie und so waren schon die ersten Spiele mit 187, 159 und 186 Punkten recht vielversprechend für diesen Trainingsabend.

Zwischenzeitlich trafen auch Gerrit und Lothar Baumeister ein, mit denen ich ein wenig an meiner Technik feilen wollte. Aber bevor wir dazu kamen startete ich in das nächste Spiel.
Es begann mit fünf Strikes in Folge, dann ein 9 Spare, Strike, 9 Spare, Strike. Im achten Frame also schon 199 Punkte und somit war klar, dass mein knapp ein Jahr alter Highscore in Schlagweite gerückt war. Es folgten dann noch eine 8 Spare und eine 9, was dann ein Endergebnis von 238 zur Folge hatte. Es hatte also gereicht. Nicht viel über dem alten Highscore, aber immerhin.

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht startete ich in das nächste Spiel und trotz einer leichten Umstellung in der Ballabgabe lief das Spiel wie geschmiert. Nach einigen Minuten staunte ich über die Punkteanzeige, die über mir neun Strikes in Folge anzeigte. Die zuvor größte Serie an Strikes wies sieben Stück auf und das gelang mir damals auch nur einmal bei meinem letzten Highscore.  Jetzt waren es schon neun und das siebte Frame zeigte da schon perfekte und saubere 210 Punkte. Mehr Punkte sind in sieben Frames nicht zu schaffen.
Ich weiß nicht, ob es die Aufregung war oder sonst etwas, aber irgendwie war ich im zehnten Frame ein wenig unkonzentriert, so dass Pin 5 stehen blieb und mich vom Pindeck aus hämisch angrinste. Mit einem zweiten Wurf räumte ich ihn aus dem Weg. Sauber geräumt, aber leider nicht mehr das perfekte Spiel vor Augen ging es dann im den letzten Wurf. Das Scoreboard zeigte 269 Punkte und so war mir klar, dass maximal 279 möglich sein würden. Aber da war es wohl mit meiner Konzentration ganz vorbei, so dass beim letzten Wurf nur sieben Pins fielen. Diese sieben störten mich dann aber nicht mehr so sehr. Ob nun 279 oder 276 Punkte, das spielte da keine Rolle mehr. Viel mehr ärgerte mich der eine Pin, der im letzten Frame stehen blieb. Trotz allem war ich natürlich mehr als froh und stolz auf mich selbst, nach 12 Monaten endlich wieder einen Highscore zu spielen und den alten um 42 Punkte zu erhöhen.

Man muss ja auch Raum für Verbesserungen lassen und da wäre ein vorzeitiges perfektes Spiel der Sache sicher nicht zuträglich. 😉

Den Abend habe ich dann letztlich mit einem Schnitt von 204 Punkten auf 10 Spiele beendet und auch das war der beste Wert, den ich bislang erreicht habe. Bislang lag mein bester Schnitt für einen Abend bei etwas über 185. So konnte ich hier bestens gelaunt den Weg nach Hause antreten.

Wenn sich diese Ergebnisse und diese Konstanz auch an den zukünftigen Trainingstagen und vor allem auch bei den Ligastarts durchsetzt und festigt, dann mache ich mir zunächst einmal keine großen Sorgen mehr.

Besten Dank noch einmal an Lothar und Gerrit, die an dem einen oder anderen Ergebnis sicher nicht ganz unbeteiligt sind.