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Es muss einmal gesagt werden…

Ich habe mich sehr darüber geärgert. Zum einen über mich selbst, zum anderen aber auch über meinen Gegenüber. Stur und unflexibel stand sie mir Gegenüber und war nicht bereit, sich auch nur einen Meter zu bewegen.

Gemeint ist die 1&1 Internet AG.

Zum Hintergrund:

Seit acht Jahren bin ich Kunde bei der 1&1 und haben dort neben einem DSL-Anschluss auch VOIP- und Mobilfunksysteme gebucht. Jeden Monat flossen pünktlich die Gelder für die geleisteten Dienste und es gab, bis auf sehr wenige Ausnahmen, auch nie Grund zum Klagen.
Da ich nebenher noch einen vollwertigen ISDN-Anschluss der T-Com besitze, der aber nach heutigem Stand der Technik nicht mehr notwendig ist und nur unnötig Geld kostet, überlegte ich mir im Frühjahr den Internetprovider zu wechseln und auf den alt hergebrachten Telefonanschluss ganz zu verzichten.

So bat ich zunächst die 1&1 um ein aussagekräftiges Angebot für einen langjährigen Bestandskunden. Die Antwort war leider eine Textkonserve mit gewöhnlichen Listenpreisen, die im Vergleich zum Wettbewerb sogar noch teurer waren und somit nicht in Frage kamen. Es stand also fest, dass es zu einem Wechsel des Providers kommen wird.

Was war nun konkret geschehen?

Nach dem Vergleich der anderen Preise und Leistungen der anderen Provider, wurde ich am 8. September wieder aktiv und habe mich zur Sicherheit telefonisch mit der Hotline der 1&1 in Verbindung gesetzt, um das Ablaufdatum meiner letzten Bindefrist zu erfragen. Die letzte Tariferweiterung fand im November 2008 statt, so dass die neue Bindefrist von 24 Monaten in Kürze also wieder ausläuft. So mein Wissensstand. Die Dame an der Hotline bestätigte mir den 2.11.2010 als Ende der Bindefrist. Fein, dachte ich. Doch die Dame musste sich berichtigen. Es sei doch der 2.11.2011. Natürlich fragte ich sofort nach dem Grund, denn die letzte Vertragserweiterung fand ja im Jahr 2008 statt. Ich hätte die Kündigungsfrist verstreichen lassen und somit hätte sich der Vertrag automatisch um weitere 12 Monate verlängert. Mein Kopf fiel mit lautem Krachen auf die Tischplatte. Ich habe um sage und schreibe 6 (in Worten: sechs) Tage die Kündigungsfrist verstreichen lassen und bin dadurch ein weiteres Jahr gebunden und soll weiterhin vergleichsweise hohen Kosten tragen, wo es anderswo doch schon weitaus günstigere Angebote gibt. Aber wem sollte ich sauer sein. Ich war ja selbst schuld.
Ich bat die Hotlinerin um ihr entgegenkommen, sie sei aber leider nicht befugt Änderungen an Verträgen durchzuführen. Ich solle aber auf jeden Fall den Versuch unternehmen, schriftlich zum 2.11.2010 zu kündigen und in dem Schreiben um Kulanz zu bitten. Gesagt, getan. Kündigung ausführlich mit der Bitte um Kulanz in den Umschlag und dann per Einschreiben plus Rückschein verschickt. Der teuerste Brief seit Jahren.

Vor einigen Tagen erhalte ich den Einschreibeschein zurück und kurze Zeit später fand ich in meinem Mail-Postfach eine Nachricht von der Costumer-Care-Abteilung. „Bla Bla Bla… bestätigen wir Ihre Kündigung zum 02.11.2011“. Alles in allem also eine Textkonserve ohne dabei ein Wort über meinen eigentlichen Wunsch verloren zu haben. – Ich habe daraufhin direkt noch einmal mit der Hotline gesprochen und nachgefragt, ob es eine Person gäbe, mit der man im direkten Dialog über das Thema sprechen könne. Also jemand, der Kulanzanträge bearbeiten kann und darf. Nein, die gäbe es nicht. Außerdem seien schon Kündigungen und Kulanzanträge abgelehnt worden, die nur einen Tag über der Frist lagen. Man würde mir hier keine Hoffnung machen.

Tja, ich habe mich dann schon ein klein wenig damit abgefunden. Schließlich war ich selbst schuld und habe nicht auf den Termin geachtet. Ich war natürlich auch etwas verärgert darüber, dass man sich seitens 1&1 gar nicht bewegen wollte und auf stur stellte.

Aber… und jetzt kommt eine große Wendung in die Geschichte….

Da soll noch einmal einer sagen, dass es Dienste im Web gibt, die unnütz seien und keinen praktischen Nutzen hätten. Ich habe meinen Unmut über diese Aktion via Twitter in die Welt getragen und erhielt wenig später eine Nachricht von 1&1, ebenfalls wieder Twitter, dass man natürlich daran interessiert sei, den Kunden glücklich zu machen und ich möge meine Fall doch bitte einmal an eine gesonderte Mail-Adresse schreiben.

Ich hatte anfangs keine große Hoffnung, dass das wirklich was bringt, aber dennoch nutzte ich diese Möglichkeit und schrieb ausführlich worum es geht und was mein Wunsch war.

Und was soll ich sagen…. Einige Zeit später erhielt ich eine E-Mail. Darin teilte man mir mit, dass man natürlich es natürlich bedauert, dass ich kündigen wolle. Weiter hieß es aber, dass mein Vertrag nun zum 02.11.2010 ausläuft!

Ich musste die Mail in der Tat etwa dreimal lesen, um es wirklich glauben zu können. Und wer hätte gedacht, dass ein Webdienst wie Twitter in diesem Fall genau der Punkt ist, der die ganze Sache zu einem guten Ende kommen lässt?

Mein Dank an die 1&1-Mitarbeiter, die hier via Twitter die Kundschaft „im Auge behalten“ und auch auf die Meldungen reagieren. Schade, dass die Hotline nichts von den eigenen Leuten weiß, die genau für diese Fälle da sind und sich einbringen können.

Wie war das? Ende gut – alles gut!

Der alte Bahnhof in Meschede

Es war vor drei ein halb Jahren, als der Bahnhof in Meschede dem Abrissbagger zum Opfer fiel.

Binnen weniger Tage war das 52 Jahre alte Gebäude abgebrochen worden und wich so einem Neubau, der nicht nur Bahnhof, sondern zeitgleich auch Supermarkt, Bowlingbahn, Friseurgeschäft  und einen Fastfood-Tempel beinhaltet.

Der Fortschritt der Abrissarbeiten wurde damals mit einer Webcam festgehalten. Ich habe diese damals zum Anlass genommen, den Abriss des Bahnhofs in einem kleinen Film festzuhalten.

Dynamische Preisgestaltung…

Man wundert sich…

Aber irgendeine Bewandtnis mussten die LCD-Preistafeln einiger Kirmes-Fahrgeschäfte ja haben.

Stand früher der Preis für eine Fahrt fest eingemeißelt auf einem Schild am Kassenhäuschen, so leuchtet uns heute vielfach eine grell leuchtende LCD-Anzeige entgegen.
Anfangs übersah ich diese neue elektronische Preisangabe noch und habe mir nichts weiter dabei gedacht. Man besucht ja auch nicht jede Kirmes und fährt erst recht nicht (mehr) mit jedem Fahrgeschäft. (Wer soll das auch alles bezahlen?)

Aber mit Familie und Kindern taucht man ja nun doch häufiger an den Kassenhäuschen auf und kauft den einen oder anderen Chip, damit die Kinder auch mal auf ihre Kosten kommen.

Und da fiel es mir nun auf…
Es war auf dem Reister Markt, als ich mit meinen Jungs eine Runde mit dem AutoScooter drehen durfte. Nach Jahrzehnten erstmalig wieder. Dort bekam ich fünf Chips für fünf Euro. Einen einzelnen Chip gab es für 1,60 Euro.

Tage später waren wir gemeinsam auf der Kirmes in Meschede und dort trafen wir auf dasselbe Fahrgeschäft und auch wieder auf die besagte LCD-Preistafel.
Und nun erkannte ich auch, warum diese hier zum Einsatz kommen. Denn dort stand nun in leuchtend roten Ziffern ein ganz anderer Preis. Es gab nur noch vier Chips für fünf Euro und der einzelne Chip sollte nun glatte zwei Euro kosten. Eine satte Preissteigerung.

Hält man die Einwohner und Besucher von Meschede für mehr vermögend als die aus Reiste? Wobei die Besucher der Mescheder Kirmes mit Sicherheit größtenteils identisch mit denen aus Reiste sind. Schließlich liegen die beiden Orte nur ca. 10km auseinander.

Aber der Preis von knapp 63cent pro Fahrt und Person (bei zwei Personen im Wagen) ist immer noch günstiger, als die 2,80 Euro, die man nebenan pro Person und Runde in der „Geisterbahn“ verlangte. Es ist schon verrückt, wie sich die Preise im Laufe der Zeit entwickelt haben.

Wie wo was weiß OBI? Nicht wirklich!

Schon oft haben wir darüber gesprochen. Am Samstag haben wir es endlich umsetzen wollen.

Aus 1 mach 2…. oder genauer:
Im Keller befindet sich ein Wasseranschluß, an dem die Waschmaschine angeschlossen ist.
Um den Wasserschlauch für den Garten anzuschließen musste wir bislang immer den einen Schlauch entfernen und den anderen anbringen. Nervig auf Dauer. Und so haben wir uns nun entschlossen, dem Problem zu begegnen. Meine Frau fährt also zum Hörnchen-Baumarkt namens OBI und lässt sich vom Abteilungszuständigen beraten.
Sie kommt am Ende mit einem Bausatz nach Hause. Kugelventil, Gardena-Schlauchadapter, ein Y-Verteiler und eine Rolle Teflonband. Alles zusammen für 20,70 Euro.

Für mich verwunderlich, dass alle Teile ohne Gummidichting versehen waren. Dafür sollte dann aber das Teflonband herhalten. Für mich als Nicht-Klempner aber ein Problem, da ich-  nicht 100% weiß, wie man das Band wirklich richtig anwendet, so dass alles am Ende dauerhaft dicht bleibt. Nicht auszudenken, was passiert, wenn evtl. tagelang Wasser austritt, weil ich einen Fehler beim Abdichten gemacht habe.

Somit bin ich dann mit den Einzelteilen und der Quittung zurück zum Baumarkt und suche den Fachverkäufer.
Diesen finde ich nach einiger Zeit und ich frage ihn nach den Gummidichtungen. Seine Antwort: Dichtungen gibt es in der Sanitärabteilung. Also weitere Kosten.
Ich sage ihm, dass ich vor langer Zeit einmal gesehen habe, dass es das alles als Set bereits von Gardena oder anderen Herstellern fertig zu kaufen gibt, mir damals aber zu teuer war. Das könne er sich nicht vorstellen und das sei ihm auch nicht bekannt. Nach einigem hin und her gehen wir zur Gardena-Wand. Und siehe da… Da gibt es bereits das „aus 1 mach 2“-Set. Vollständig als ein System inkl. aller Dichtungen.

Das tolle dabei… Das Set kostete „nur“ 18,70 Euro und war somit 2 Euro günstiger, als der unvollständige Einzelteilesatz.

Leider haben wir das Teflonband schon benutzt, so dass wir dies nun als Andenken behalten dürfen. Die Rolle kostete genau 2 Euro und so bekam ich an der Kasse kein Geld zurück. Zwei Euro die ich verschenkt habe, weil der Verkäufer seine eigene Abteilung nicht kennt und nicht weiß, was er da verkauft.

Wer wo was, weiß OBI!-  —  Naja, nicht wirklich!

Die Freude währte nicht lange…

Vor annähernd genau einem Monat vermelde ich hier noch freudestrahlend, dass sich meine Balltasche um zwei weitere Bälle kümmern muss. Und nur fünf Tage später macht der neue Storm Attitude Shift Bekanntschaft mit einem verirrten Pin im Ballrücklauf und trägt zwei heftige Beschädigungen davon. Einen größeren Materialabplatzer am Daumenloch und ein heftiger Schlag direkt auf dem Laufring.

Nach Rücksprache mit dem Manager des Centers versprach mir dieser den Austausch des Balles. Ein verdammt fairer Zug und so konnte ich dem natürlich nur zustimmen.

Da der Storm Attitude Shift nicht mehr lieferbar war, musste eine Alternative gefunden werden. Der ProShopper meines Vertrauens empfahl mir einen Roto Grip Mutant Cell.
Dieser war am vergangenen Mittwoch da und so konnten wir uns direkt ans Ausmessen und Bohren machen. Anschließend gab es gleich die ersten Probewürfe. Da die Bahn aber schon arg abgespielt war, beließ ich es dabei. Jetzt weiß ich aber auch, warum der Ball als Radiergummi bezeichnet wurde. Dieser Ball braucht ordentlich viel Öl unterm Bug, sonst biegt der früher links ab, als einem lieb ist.

Am kommenden Mittwoch werde ich den Ball genauer unter die Lupe nehmen. Ich bin mir aber sicher, dass dieser genauso viel Spaß macht, wie der Shift.

Ach ja… Meine Frau hat den Ballwechsel übrigens auch sehr begrüßt. Warum? Nun, Roto Grip versieht im Gegensatz zu Storm seine Bälle nicht mit einem stark und künstlich süß riechenden Duftstoff. Somit bleibt die Wohnung geruchsneutral, wenn die Bälle hier gelagert werden. 😉

Aus 2 mach 4…

Mein Bowlingspiel entwickelt sich und immer häufiger spürte ich, dass das vorhandene Equipment nicht für alle Vorkommnisse geeignet ist.

Ist die Bahn stärker geölt, so war mein bisheriger Raw Hammer Psycho zwar sehr bemüht die Strikegasse in einem Bogen zu treffen, aber es blieb zumeist bei einem Durchrutschen über das vorhandene Öl der Bahn.

Dem wollte ich nun entgegen wirken und habe damit mein Ball-Arsenal aufgerüstet.
Durch Zufall fand ich im Internet ein Angebot über einen neuen und unbenutzten „Storm Attitude Shift“, der für einen sehr günstigen Preis angeboten wurden. Zeitgleich bot mir mein Ballbohrer Daniel einen seiner Bälle an, den er verkaufen wollte. Dies war ein „Hammer No Mercy Beat’n“. Beiden Angeboten konnte ich nicht widerstehen und so habe ich nun die Ehre mit insgesamt vier Bällen zum Training zu fahren. Und da merkt man erst, was man alles mit sich herumträgt. Eine neue Balltasche musste natürlich auch noch gekauft werden, da die Bälle ja schlecht in einer Plastiktüte transportiert werden können.

Die ersten Trainingseinheiten versprachen schon einiges. Wenngleich ich mich an die zwei neuen Bälle noch sehr gewöhnen muss. Diese starke Aktivität im hinteren Bahnbereich bin ich noch nicht so gewohnt und so sind meine aktuellen Ergebnisse noch nicht wieder so, wie zuvor. Es macht aber viel Spaß den Bällen zuzusehen und zu beobachten, was diese noch bewirken. Mein alter Ball wäre damit mehr als überfordert.

Außerdem braucht der Mensch doch immer neue Herausforderungen, oder?! 😉