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Archiv für die Kategorie 'Auto und Verkehr'

Autokauf ist Vertrauenssache

26. Januar 2012

Wie unterschiedlich sie doch sein können.
Da ist man nur auf der Suche nach einem neuen gebrauchten Fortbewegungsmittel für Frau und Kinder und schon erlebt man die großen Unterschiede zwischen ernstgemeintem Interesse am Kunden und dem überheblichem Streben nach Gewinn.

Am bisherigen Wagen fehlen uns zwei zusätzliche Türen. Beim Kauf waren wir uns noch sicher, dass wir ohne diese auskommen würden. Aber das war ein Trugschluss. Zumal wollte wir den Hersteller wechseln, da wir – und vor allem ich selbst – mit der Qualität des Wagens nicht wirklich zufrieden sind.

Ich habe heute also im Bereich OWL einige Autohäuser besucht, um mir gebrauchte Kleinwagen anzusehen, die ich zuvor in den verschiedenen Anzeigeportalen im Internet gefunden habe. Die Fahrzeuge sollten dabei natürlich einigen Anforderungen genügen (Benziner, 4/5 Türen u. ä.).
Positiv überrascht war ich von allen Autohäusern, dass mich die Verkäufer innerhalb der ersten 30 Sekunden von sich aus ansprachen, ob sie mir helfen könnten. Das war ich knapp vier Jahren in unserer Gegend noch ganz anders gewohnt. Da musste man sich dem Verkäufer schon fast aufdrängen und ihn dazu nötigen, ein Fahrzeug zu verkaufen. Hier aber war das bei allen völlig anders. Schon einmal ein guter Start.

exklusiv

Nachteilig ist es immer, wenn das Fahrzeug laut Internetanzeige in Filiale A in Ort B stehen soll, sich dann aber vor Ort herausstellt, dass es doch in Filiale X in Ort Y steht. Die Entfernung zwischen B und Y ist dabei selten kleiner also 30-50km. So konnte ich beim ersten Autohaus gleich den ausgedruckten Steckbrief zerreißen und entsorgen. Der Händler konnte mir aber eine Alternative anbieten, die komischer Weise weitaus mehr Kilometer gefahren hatte und drei Jahre älter war. Und das zum selben Preis bei ähnlichem Fahrzeug. Naja…

Das zweite Autohaus besuchte ich kurz vor 12 Uhr. Ja logo, selber schuld. Ich weiß. Denn ich durfte nach dem ersten Gespräch mit der Verkäufer und der Tatsache, dass mein Wunschfahrzeug bereits tags zuvor verkauft wurde, es aber zum Glück eine geeignete Alternative gab, eine geschlagene Stunde auf das Ende der Mittagspause warten. Denn der Werkstattmeister wollte doch einen Blick auf den alten Wagen werfen, da dieser in Zahlung genommen werden sollte. Nach nicht weniger als 2,5 Stunden war ich fertig und konnte mich wieder auf den Weg machen. Am Wagen habe man angeblich so manchen Mangel gefunden und daher müsse man den Einkaufpreis um eine nicht unerhebliche Summe kürzen. Dabei finde ich es schon verrückt, dass die Firma, die das Auto kaufen soll, selbst den Zustand bewertet. Logisch, dass man da etwas findet, wenn man lange genug sucht. Ich bin also wieder los, da mir das Angebot für den alten Wagen schlicht zu gering ausfiel.

Auf dem Weg durch Ostwestfalen besuchte ich auch andere Autohäuser spontan, wenn sie am Weg lagen. Dabei traf ich auf ein recht großes VW/Audi-Haus mit großer imposanter Fassade und einer noch protzigeren Ausstellungshalle. Dort muss ich wohl direkt auf den Inhaber gestoßen sein, denn sein Nachname glich dem des Autohauses. Ich fragte ihn nach gebrauchten Fahrzeugen mit diesen und jenen Eigenschaften. Das was ich drei Minuten später erhielt, war von ihm angefertigte Liste mit Fahrzeugen, bei denen die Hälfte weitaus teurer war, als das von mir gesetzte Maximum, wobei auch noch Dieselfahrzeuge in der Liste auftauchten. Nur zwei der etwa zehn Autos erfüllten die von mir gewünschten Eigenschaften. Was hätte hier mein Deutschlehrer unter die Liste geschrieben? „Thema verfehlt – 6“. Mein Auto wollte er dabei natürlich nicht in Zahlung nehmen. Den werde ich ja nie los. Welche Marke ist das? Nie gehört. Danke für das Gespräch. Hier zählt wohl nur Umsatz. Zumal die Autos völlig überteuert waren, wenn ich die bisher erhaltenen Angebote damit vergleiche.

Ich habe heute insgesamt acht Autohäuser aufgesucht und mich sehr gewundert, wie unterschiedlich doch die Angebote waren, wenn es denn welche gab. Da gab es einen VW Polo mit knapp 100tkm, Baujahr 2005 für den Preis von 6.400Euro. Der nächste bot einen Skoda Fabia für 6.500Euro an, der nur 52tkm gefahren hatte und aus dem Jahr 2007 stammt. Und das bei gleichem Motor und einer besseren Ausstattung. Dass der Polo und Fabia eigentlich Geschwister sind und die technische Basis so gut wie identisch ist, wissen wir nicht erst seit gestern. Umso mehr verwunderte mich der teilweise große Preisunterschied.

Naja, morgen geht es weiter. Dann begebe ich mich in den wilden Westen in Richtung Hagen.
Dort steht noch ein Opel Corsa mit nur 52tkm und einer hervorragenden Ausstattung aus 2008. Der soll 6.400Euro kosten. Bin ja mal gespannt. ;-)

Man muss auch mal Glück haben

26. November 2011

Bei einer Ausfahrt mit dem Familienkombi zwecks einer kleinen familiären Möbellieferung führte mich mein Weg über die Autobahn A5 am Frankfurter Flughafen vorbei auf die Autobahn A67 zu  meinem Ziel – Mannheim.

Es war Montagvormittag um etwa 11:30Uhr, die Autobahn war frei und der Tempomat auf 130km/h eingestellt. Mein Handy nutzte ich während der Fahrt zum Mitschreiben der Route und zur Darstellung einiger Werte (Geschwindigkeit, zurückgelegte Stecke usw.) und das im Auto eingebaute Navi schwieg schon eine ganze Weile, da es seit zig Kilometern nur geradeaus ging. Alles entspannt, alles ruhig.

Bei der Durchfahrt des Autobahnkreuzes Darmstadt (A5 / A67) nervte mich der eingestellte Radiosender mit seinem Verständnis für Musik und ich suchte in der Senderliste nach einer geeigneten Alternative. Dabei übersah ich dann die Schilder, die mich eigentlich dazu auffordern sollten, die Geschwindigkeit auf 100km/h zu reduzieren. Der Tempomat bekam davon auch nichts mit und befolgte weiterhin den von mir erteilten Befehl zur Beibehaltung der Geschwindigkeit von 130 km/h. Als ich vom Radio aufschaute sah ich links hinter der Leitplanke die drei Säulen der Verdammnis. Und während ich mich fragte, was die wohl dort machen, eröffneten sie schon das Feuer. Ihre roten Leuchtblitze trafen mich völlig unvorbereitet und ohne die Möglichkeit, reagieren zu können. Volltreffer. Versenkt.

Der Tempomat treibt mich noch immer unverändert weiter. Ein Blick auf den Tacho… 130 km/h. Ein zweiter Blick auf mein Handy, das die Geschwindigkeit anhand der GPS-Positionsdaten ermittelt… 125 km/h. Im Kopf begann ich direkt mit dem Rechnen. Wenn die 125 km/h wirklich der Realität entsprechen, dann gehen davon 3% runter, was noch 121 km/h macht. Ich war mir nicht mehr sicher, ob das Punktespiel bereits bei 20 oder erst ab 25 km/h zu schnell beginnt. Naja, leicht verärgert fuhr ich weiter und brachte die Ware sicher an ihr Ziel.

Zuhause dann direkt der Blick ins Netz….

>> Sie sind außerhalb geschlossener Ortschaften 21 km/h zu schnell gefahren.
Das wird Sie voraussichtlich 70 Euro kosten.
Hinzu kommen Gebühren von voraussichtlich 23,50 Euro.
Außerdem ein Pünktchen in Flensburg.
Haben Sie bereits einen Eintrag in Flensburg, der noch
nicht verjährt ist, kann das zu einer höheren Geldstrafe führen!
[Quelle: http://www.bussgeldkataloge.de] <<

Oha, das wäre dann nach 18 Jahren mein erster Punkt in Flensburg.
In der Hoffnung, dass mein Handy eventuell doch nicht so genau arbeitet, wartete ich einfach mal ab, was mich früher oder später im Briefkasten erwarten würde.

Gestern – drei Wochen später – erhielt ich nun den Brief vom Regierungspräsidium Kassel.
Und darin stand die große Überraschung. Ich fuhr nach Abzug der Toleranzen nur 20 km/h zu schnell und bin damit auf der letzten Rille am Einzug ins Punkteregister vorbeigeschrammt und darf somit „nur“ die geforderten 30 Euro zahlen und spare so 63,50 Euro und den Punkt in Flensburg.

Mehr Glück als Verstand?! – Ja, vermutlich.
Herausfordern möchte ich es aber nicht mehr so schnell.
Auch diese 30 Euro sind genug.

 

Im schnellen Vorlauf…

22. September 2011

…auf dem Weg zur Arbeit.

Beim Einsteigen ins Auto erinnerte ich mich daran, dass ich auf dem Smartphone doch noch diese Anwendung zur Erstellung von Zeitraffafilmen installiert habe.
Natürlich ist es klar, dass die Handykamera in der Nacht Probleme mit der Schärfe und Belichtung hat. Dennoch wollte ich es versuchen und stecke das Handy so in die Halterung, dass die Sicht nach Vorn entsprechend möglich war.

Alle drei Sekunden wurde ein Foto gemacht und die Wiedergabe erfolgt mit 12 Bildern pro Sekunde.  Somit dauert die etwas mehr als 30 Minuten lange Autofahrt im Video nur eine Minute.

Wenn das morgens auch immer so schnell ginge…. ;-)


Auf der Suche nach der Bahn…

31. Mai 2011

Der Besuch des Maschinen- und Heimatmuseums in Eslohe am vergangenen Wochenende hat mich infiziert.
Dort fand neben den „Dampftagen“ (Ausstellung und Betrieb von Dampfmaschinen aller Art), auch eine Sonderausstellung zum Thema „ABFAHRT 1911 – Eine Zeitreise mit der Eisenbahn im Sauerland“ statt. Hier ging es vor allem um die alte Nebenbahn zwischen Wennemen und Finnentrop, sowie die Linie von Wenholthausen nach Altenhundem. Die Bahntrassen werden seit einiger Zeit sukzessive zu Radwegen aus- und umgebaut, was zur Folge hat, dass die alte Bahngleise, Weichen und Signale abgebaut und verschrottet werden.

Durch verschiedene Webseiten, entsprechender Literatur und Erzählungen erfuhr ich nun mehr von der damaligen aktiven Zeit dieser Bahnstrecken und ihrer Nutzung. Ein Thema, das mich vor einiger Zeit schon interessiert hat, welches ich dann aber irgendwie doch wieder aus den Augen verlor.

Am Wochenende habe ich mich ein wenig in die Thematik eingelesen und beschlossen, einmal das Wenne-Viadukt aufzusuchen. Es handelt sich dabei um eine sog. Fischbauchbrücke, über die der Bahnverkehr damals die L541 zwischen Wenholthausen und Bremke, sowie den Fluss „Wenne“ überquerte.
Diese Brücke war Bestandteil der Bahnlinie von Finnentrop nach Wennemen und wurde, wie ein Großteil der gesamten Strecke, nur eingleisig befahren. Da die Brücke unter Denkmalschutz steht, kann und darf sie nicht abgerissen werden. Sie gehört seit Jahrzehnten zum Landschaftsbild und wird auch von mir regelmäßig mit dem Auto passiert. Schon lange hegte ich den Gedanken, nicht nur unter der Brücke herzufahren, sondern auch einmal selbst darüber zu laufen.

Diesen Gedanken konnte ich gestern in die Tat umsetzen. Am bisher heißesten Tag des Jahres machte ich mich um etwa 18:30Uhr auf den Wag nach Sallinghausen. Von dort aus wollte ich die Bahntrasse in östliche Richtung begehen (http://goo.gl/maps/TdYW), um am Ende die Wenne über das Wenne-Viadukt zu überqueren. Die etwa 850m lange Strecke auf den alten Bahngleisen begann unproblematisch. Nur Gras und wenige kleine Büsche wuchsen zwischen den Gleisen und machten das Fortkommen sehr leicht. Nach einigen hundert Metern begann die Wegstrecke aber immer schwieriger zu werden. Hüfthohe Brennnesseln waren dabei noch das kleine Problem. Bäume, Sträucher, Büsche in allen Formen überwucherten das Gleisbett, so dass man die Gleise selbst nicht mehr sehen konnte. Hier wünschte ich mir eine Machete oder zumindest einen Rasenmäher, um mir den Weg freizuschlagen.

Nebenbahn Finnentrop-Wenholthausen Nebenbahn Finnentrop-Wenholthausen Nebenbahn Finnentrop-Wenholthausen

Nach etlichen Unwegsamkeiten, Kopfeinziehen, Ausweichen und vom dornigen Gestrüpp stechen lassen, erreichte ich dann das Wenne-Viadukt. Von oben betrachtet wirkt es noch größer und wuchtiger. Und ich war heil froh, dass auf Stahl keine Pflanzen wachsen. So überquerte ich die Brücke und achtete darauf, immer auf die querverlaufenden Stahlträger zu treten, denn den links und rechts verbauten Holzbohlen traute ich keinen großen Halt mehr zu. Am Ende der Brücke folgte ich weiter den Gleisen und gelangte so an den Punkt, an dem sich früher das Gleis in Richtung Altenhundem aufteilte.

Nebenbahn Wenholthausen-Finnentrop Nebenbahn Finnentrop-Wenholthausen Nebenbahn Wenholthausen-Finnentrop

Die Strecke von Wenholthausen in Richtung Bremke wurde schon vor einiger Zeit zu einem Radweg umgebaut und so findet man dort außer einigen Kilometersteinen nichts mehr von der früheren Nutzung. Die Gleise aus Richtung Finnentrop enden nun hier und man steht unvermittelt mitten auf dem neuen Radweg.
Ich folgte dem Radweg in Richtung Süden und gelangte so zum „Bahnhof Sorgenlos“. Dieser stammt augenscheinlich noch aus alten Tagen. Über das Alter und die frühere Nutzung kann ich allerdings nichts sagen, da ich das Gebäude zuvor noch nicht kannte. Heute liegt es verlassen am Rand des Radwegs und macht einen sehr heruntergekommenen Eindruck.

Nebenbahn Finnentrop-Wenholthausen Nebenbahn Wenholthausen-Altenhumden Nebenbahn Wenholthausen-Altenhundem

Hinter dem kleinen verwahrlosten Gebäude wurde das alte Gleisbett aufgeschüttet, um es dem Land- und Forstwirt einfacher zu machen, auf seine Wiesen zu gelangen. Der Radweg führt über eine neu angelegten Weg hinter zur L541.

Später werde ich auch andere Teile die Strecke abgehen und bin schon gespannt, was dort zu finden ist. Wenn überhaupt noch etwas zu finden ist.

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Alle Fotos dieser kleinen Runde gibt es [HIER].

Das Buch zum Thema gibt es [HIER bei Amazon.de]

Von Autogasanlagen und dem TÜV…

13. Mai 2011

Es folgt eine etwas längere Geschichte, die auf Tatsachen beruht.
Namen von direkt betroffenen Personen und Firmen habe ich bewusst ausgelassen, da ich hier niemanden anprangern möchte.

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Damals. Vor mehr als drei Jahren bestellte ich ein neues Fahrzeug. Ein ganz neues sollte es sein und es sollte mit einer Autogasanlage ausgestattet werden. Diesen zusätzlichen Wunsch konnte man leider nicht direkt im Werk in die Tat umsetzen, so dass nach der Anlieferung der Händler in seiner Werkstatt aktiv werden musste.

Das Fahrzeug wurde ausgeliefert und alles war gut. Das günstige LPG kam als Treibstoff zum Einsatz und drei Jahre lang war die Welt schön. Günstiges Reisen mit Autogas im Tank und nur das seltene Bedürfnis, das überteuerte Superbenzin tanken zu müssen. Er tolles Gefühl, wenn man an der Tankstelle weniger als die Hälfte des normalen Preises zahlen muss und man dafür neidvolle Blicke der anderen Kunden erhält.

Anfang Februar stand nach drei Jahren der erste Termin für die Hauptuntersuchung an, der für einen Neuwagen ganz sicher kein Problem darstellen wird – so sollte man meinen. Aber weit gefehlt, denn schon nach ca. zwei Minuten wurde die Prüfung durch den Mitarbeiter der DEKRA beendet. Plakette abgelehnt.
Und warum? Ganz einfach. Die eingebaute Autogasanlage war schuld. Denn um die Plakette zu erhalten, hätte diese gar nicht eingebaut sein dürfen, denn sie war schlicht und ergreifend nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen, was aber laut dem Prüfer zwingend notwendig ist.

Es blieb mir also nichts anderes übrig, als wieder nach Hause zu fahren. Das aber mit der Gewissheit, dass ich im Grunde genommen drei Jahre lang ohne eine Betriebserlaubnis unterwegs war. Nicht auszudenken, was geschehen wäre, wenn aufgrund eines Defekts der Autogasanlage ein Fremdschaden entstanden wäre. Von Personenschäden einmal ganz zu schweigen.

Am nächsten Tagen kontaktierte ich den Händler, bei dem ich das Fahrzeug gekauft habe und der auch den Einbau der Autogasanlage durchgeführt hatte. Die Antwort des Inhabers machte mich mehr als stutzig. Sein Unternehmen hätte schon viele dieser Anlagen verkauft und verbaut. Eingetragen hätte man davon noch keine einzige. Auch der TÜV-Prüfer, der ihn regelmäßig aufsucht, würde immer Plaketten für die Hauptuntersuchung vergeben, auch wenn eine nicht eingetragene LPG-Anlage im Fahrzeug verbaut ist. Die von ihm verbauten Systeme hätten alle eine E-Prüfnummer und müssten aus diesem Grund nicht eingetragen werden.

Tja, wem sollte ich nun glauben? Dem Prüfer der DEKRA, der klar und unmissverständlich sagte, dass jede Veränderung am Motor vor allem in Bezug auf den verwendeten Treibstoff eintragungspflichtig sei? Oder meinem Händler, der mir leider schon in der Vergangenheit bewies, dass so manches kleinere Problem für ihn unlösbar war, weil es bei ihm angeblich nicht auftrat? Ich entschied mich dazu, eine dritte Meinung einzuholen und nahm Kontakt mit dem TÜV-Nord auf. Über deren Webseite stellte ich die Anfrage nach der Eintragungspflicht der Autogasanlagen. Die Antwort dazu kam binnen weniger Stunden inkl. einem kleinen offiziellen Dokument im Anhang aus dem klar hervorging, dass der DEKRA-Prüfer wohl doch Recht hatte. Jede Autogasanlage ist grundsätzlich eintragungspflichtig. Ohne Ausnahme.

Ich kontaktierte also erneut meinen Händler und übermittelte ihm die Aussage des TÜV-Nord. Dabei erfuhr ich nun, dass gar nicht seine Werkstatt, sondern eine anderes Unternehmen von ihm beauftragt wurde, die Autogasanlage in mein Fahrzeug einzubauen. Angeblich hätte sich sein spezialisierter Mitarbeiter kurz vor dem Termin verletzt und hätte für den Einbau daher nicht zur Verfügung gestanden, so dass die Anlage in einer anderen Werkstatt eingebaut werden musste, um nicht den Auslieferungstermin zu verpassen. Ich konnte nur noch mit dem Kopf schüttelten und bat um Namen und Telefonnummer der besagten Werkstatt.

Dort rief ich direkt im Anschluss an und bat um Auskunft über die durchgeführten Arbeiten. Und das ist gar nicht so einfach, wenn man auf einen Fall verweist, der schon drei Jahre zurück liegt. Die Dame am Telefon bat mich um Angabe der Fahrgestellnummer, die ich ihr natürlich nicht so spontan am Telefon nennen konnte. Mit der Angabe des Kennzeichens könnte sie nichts anfangen, da sich dieses im Laufe der Zeit ja ändern kann und sich damit nicht eindeutig auf ein Auto zurückschließen lässt. Alle Fahrzeuge, die in ihrer Werkstatt bearbeitet werden, werden grundsätzlich mit ihrer Fahrgestellnummer festgehalten. Ok, diese Begründung war mehr als schlüssig und so lief ich zum Parkplatz, ermittelte die Fahrgestellnummer und rief die Dame erneut an.
Sie prüfte die Nummer im Computer, konnte allerdings nichts finden. Wir glichen die Nummern erneut ab, aber es blieb dabei. Ich gab ihr daraufhin noch ein paar andere Informationen zu meinem Fahrzeug und sie versprach, mich später zurückzurufen.
Zwei Stunden später klingelte das Telefon und sie sagte mir, dass trotz intensiver Suche, kein Datensatz zu meinem Auto gefunden werden konnte. Weiter sagte sie mir, dass sie sogar beim Hersteller der Autogasanlage angerufen habe. Denn dort werden alle verkauften Anlagen mit ihren Seriennummern  zusammen mit den dazu passenden Fahrgestellnummern der Autos in einer Datenbank gespeichert. Und dort habe man von meiner Fahrgestellnummer auch noch nie etwas gehört. Es täte ihr sehr leid, aber sie hätte nun keine weitere Möglichkeit mir zu helfen. Ich dankte ihr ihr für ihre Bemühungen und legte auf.

 

Fassen wir bis hierher einmal zusammen:

Ein Auto wird inklusive einer Autogasanlage angeboten, verkauft und später an den Kunden ausgeliefert.
In den Fahrzeugpapieren befinden sich trotz bestehender Eintragungspflicht keine Eintragungen.
Die mit dem Einbau beauftrage Werkstatt kennt das betroffene Fahrzeug nicht.
Der Hersteller der Autogasanlage, der über alle verkauften Anlagen Buch führt, kennt das Fahrzeug ebenfalls nicht.

Das sind so viele Ungereimtheiten, dass ich hier schon lange nicht mehr nur an Zufälle glauben wollte. Woher stammt die Autogasanlage in meinem Auto nun wirklich? Ist sie vom Laster gefallen und womöglich in irgendeiner Hinterhofwerkstatt von irgendeinem Amateur zusammengepfuscht worden?

Mit einer gewissen Wut im Bauch konfrontierte ich meinen Händler mit allen gesammelten Fakten und bat umgehend um eine ausführliche und stichhaltige Stellungnahme. Die folgte relativ schnell, dafür aber nicht sonderlich ausführlich. Man übermittelte mir eine Kopie der Rechnung der beauftragten Werkstatt und die des Lieferanten der Autogasanlage, auf der auch mein Name vermerkt war. Er habe in der Zwischenzeit mit der anderen Werkstatt gesprochen und man hätte dort bei der Datenaufnahme einen Fehler gemacht und das Feld für die Fahrgestellnummer sei nur mit Nullen (0) gefüllt gewesen. Vermutlich menschliches Versagen.
Ich forderte daraufhin die umgehende und sofortige Abnahme der Anlage durch einen entsprechenden Sachverständigen, das Durchführen der Hauptuntersuchung und natürlich die Übernahme sämtlicher Kosten, die daraus hervorgehen. Allein die Kosten für die Hauptuntersuchung war ich bereit zu übernehmen, denn die hätte ich ja so oder so bezahlen müssen.
Ein Termin war für die kommende Woche gefunden und ich begab mich an besagtem Tag in die 70km entfernte Werkstatt und gab mein Auto ab. Für die Dauer der Arbeiten erhielt ich einen kostenlosen Leihwagen. Na, wenigstens das war drin.

Am Abend des darauffolgenden Tages holte ich mein Fahrzeug wieder ab. Eine neue Plakette auf dem hinteren Kennzeichen signalisierte mir, dass wohl alles glatt gelaufen war. Man übergab mir die Unterlagen der Haupt- und Abgasuntersuchung und das Prüfprotokoll der Abnahme der Autogasanlage.

Um nun vollends glücklich und zufrieden zu sein, fehlten nur noch der Gang zum Straßenverkehrsamt und die Änderung von Fahrzeugbrief und –schein. Dies konnte ich der Zwischenzeit auch erledige, so dass ich nun nach insgesamt 3 ¼ Jahren endlich offiziell und ohne schlechtes Gewissen am Straßenverkehr teilnehmen darf.

 

Zum Schluss sei mir noch ein Wort gegönnt:

Liebe Werkstattbetreiber und Autohändler,
bitte informiert euch richtig und vollständig über die geltenden Gesetze in unserem Land und ruft eure Kunden, die hier ganz sicher unwissend ohne eine gültige Betriebserlaubnis auf diesen Straßen unterwegs sind, zu einem Termin in die Werkstatt. Denn bei einem möglichen Schaden wird man immer den Halter haftbar machen. Wenn hier keine Versicherung für die Kosten aufkommt, so kann dies den finanziellen Ruin für sie bedeuten.

Der alte Bahnhof in Meschede

13. September 2010

Es war vor drei ein halb Jahren, als der Bahnhof in Meschede dem Abrissbagger zum Opfer fiel.

Binnen weniger Tage war das 52 Jahre alte Gebäude abgebrochen worden und wich so einem Neubau, der nicht nur Bahnhof, sondern zeitgleich auch Supermarkt, Bowlingbahn, Friseurgeschäft  und einen Fastfood-Tempel beinhaltet.

Der Fortschritt der Abrissarbeiten wurde damals mit einer Webcam festgehalten. Ich habe diese damals zum Anlass genommen, den Abriss des Bahnhofs in einem kleinen Film festzuhalten.

Der Winter und kein Ende…

10. Februar 2010

Da denkt und hofft man, dass es doch nun endlich einmal vorüber ist, dann wacht man morgens auf und bemerkt, dass das Wetter wieder einmal rückfällig geworden ist. Der Winter hat kein Interesse daran das Feld zu räumen und so lagen heute morgen wieder einige Zentimeter Pulverschnee auf der Straße und auf dem Auto.  Morgendliche Temperaturen um -5 bis -11°C tun ihr übriges, um den Weg zu Arbeit jedes mal zu einem Happening werden zu lassen.

Auf der heutigen Fahrt zum Arbeitgeber meiner Wahl bemerkte ich schnell, welche Stadt noch Salzreservern besitzt und welche nicht. In Arnsberg scheint es kein Salz mehr zu geben. Selbst der Räumdienst ansich ist heute Vormittag wohl nicht sonderlich aktiv geworden. Die Straßen waren zum Teil enorm glatt und an den Steigungen hatte ich schon ein wenig zu kämpfen. Zum Glück hatte ich aber keinen LKW vor mir, so dass ich unbeschadet im Betrieb ankam.

Apropos unbeschadet… Dieser Winter hat leider auch meinen ersten Blechschaden seit vielen Jahren verursacht. Während einer Fahrt über eine durch den Schnee beengten Straße in Meschede rutschte ich aufgrund der zur Seite hin abfallenden Straße beim Beschleunigen leichte gegen die Leitplanke. Zum Glück war ich nur mit Schrittempo unterwegs, so blieb es bei einem bis auf das Blech verkratzten und leicht eingedrückten Kotflügel. Kein wirklich großer Schaden, aber genug, um der Lackiererei drei Tage später 130Euro für die Reparatur zu bezahlen.

So ganz langsam würde ich mich über positive Temperaturen und eine umfangreiche Schneeschmelze freuen. Liegt vielleicht auch daran, dass wir einen so lang andauernden Winter schon lange nicht mehr genießen durften. Irgendwann muss aber doch mal schluß sein…. ;-)

Strombergs Dienstwagen…

26. November 2009

…kommt unter den Hammer!

Bernd Strombergs Dienstwagen, ein Subaru Legacy Bj.1992, wird aktuell auf Ebay versteigert.
Die Auktion läuft noch bis zum 29.11.2009 und bis jetzt sind 109 Gebote und ein Gesamtpreis von 23.464,00 Euro zusammen gekommen.
Der Verkaufserlös soll dabei dem Kinderhilfsprojekt “Die Arche” zugute kommen.

Strombergs Dienstwagen

Für alle, die mitbieten wollen: [HIER] geht es zur Auktion!

Schnittmuster für Berliner…

6. Oktober 2009

In Berlin macht man sich wohl schon vorher Gedanken darüber, wie und wo man später die Straßen wieder aufreißen wird. ;-)

 

Das nenne ich vorbildliche Straßenbauplanung.

Es hat ein Ende mit der Abwrackerei…

2. September 2009

Auf der Webseite des “Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle” (kurz: BAFA) ist zu lesen, dass mit Stand vom 02.09.2009 08:30Uhr noch genau 3.871 Anträge auf die sog. Umweltprämie gestellt werden können. Danach ist der Topf leer. Also noch 3.871 Neu- bzw. Jahreswagen, die mit einer Restsumme von 9.677.500Euro vom Staat gefördert werden.
Laut einer Radiomeldung sollen aber noch ca. 15.000 Anträge auf eine spätere Warteliste gesetzt werden, da davon auszugehen ist, dass nicht jeder Antrag in Ordnung ist und es hier und dort zu einer Ablehnung kommen wird.

Mit Stand um 09:00Uhr sind es nun nur noch 2.748 mögliche Anträge. Das macht pro Stunde 2.246Anträge und somit ist klar, dass das Thema Abwrackprämie mit dem heutigen Tag abgeschlossen sein wird. Da lohnt sich heute kein Gang zum Autohaus mehr.

Ich bin mal gespannt, was in den nächsten zwölf Monaten in den Autohäusern geschehen wird. Bei den Kleinwagen wird der Verkauf sicher in ein Loch fallen.

Wir können aber später unseren Enkelkindern sagen “Auch wir waren dabei und haben unsere Scheibe der Förderung bekommen!” :)

 

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