Archiv der Kategorie: Fotografie

Gestern hui – heute pfui?!

Viele sammeln alte Postkarten, um sich durch Fotos oder Zeichnungen an frühere Zeiten zu erinnern. Aber was ist eigentlich aus den dort abgebildeten Orten in der Zwischenzeit geworden?

Vor vielen Jahren hat Pablo Iglesias Maurer irgendwo ein Streichholzbriefchen gefunden, auf dem das Schwimmbad eines Hotelresorts in Poconos, Pennsylvania (USA) abgebildet ist. Er war neugierig, wie dieses Schwimmbad aus den 60er Jahren wohl heute aussehen würde und machte sich auf die Suche. Am Ende fand er das Schwimmbad und das ganze Resort verlassen vor und fotografierte die Szene aus der selben Perspektive, wie auf dem Streichholzbriefchen. Er kaufte weitere alte Postkarten dieses Resorts und fotografierte auch diese Szenen aus der gleichen Perspektive.
Maurer hat die Vorher-Nachher-Aufnahmen miteinander verschmolzen und zeigt sie als animierte GIFs [auf dieser Webseite].

Eine tolle Idee, die deutlich macht, wie vergänglich auch die heute noch neuen Prachtbauten sind, wenn sie irgendwann einmal ausgedieht haben und niemand mehr feucht durchwischt.

 

(Foto: Pablo Iglesias Maurer, via ‚this isn’t happiness‚)

70.000 Fotos = 1 Panorama am Mont Blanc

Es ist ein Fotoprojekt der etwas anderen Art.
Unglaubliche 70.000 Fotos wurden für ein Panorama am Mont Blanc zusammen gesetzt. 70.000 Fotos aufgenommen in 3.500m Höhe bei -10°C – Eine echte Herausforderung.

Das Endergebnis ist ein 365 Gigapixel großes Panorama in das man nahezu beliebig hineinzoomen kann. Aso quasi eine porentiefe Aufnahme des Mont Blanc.

www.in2white.com ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

In2white

31 Filmrollen aus dem 2. Weltkrieg entwickelt

Ich fotografiere selber sehr gerne und fand diese Geschichte daher umso bemerkenswerter.

Da wurden insgesamt 31 Filmrollen aus der Zeit des 2. Weltkriegs erstmalig entwickelt. Filmrollen, die vergessen für Jahrzehnte in Kameras steckten, auf Dachböden lagerten oder sonst wo ihr Dasein fristeten. Nun wurden sie erstmalig in einer langwierigen und auch kostspieliegen Aktion entwickelt.

Der erste Blick auf 70 Jahre alte Fotos, die nie irgendjemand zuvor zu Gesicht bekam. Eine tolle und spannende Geschichte.

Rescue_Film

Der Reinfall vom Möhnesee

100 Jahre Möhnesee (2013)„Möhnesee in Flammen“ – Allein der Titel dieser Veranstaltung machte mich neugierig und daher entschied ich mich gemeinsam mit Bowlingbruder und Fotofreund Torsten dorthin zu fahren, um ein paar Fotos zu schießen. Man kennt ja ähnlich lautende Events z. B. am Rhein und daher erwarteten wir schon das ein oder andere Aha-Erlebnis an diesem Abend.

Auf der Webseite der Veranstaltung wurde dann auch relativ vollmundig für ein ganz besonderes Event geworben. Einzigartig, imposant, fantastisch, unvergesslich – das waren die Vokabeln mit denen man seitens der Veranstalter den Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 100jährigen Jubiläum des Möhnesees beschrieben hat. Na, dann mal los!

Beladen mit Fototasche und Stativ machten wir uns um 20 Uhr in aller Ruhe auf den Weg in Richtung Möhnesee. In Körbecke angekommen suchten wir nach Parkplätzen und einem Hinweis darauf, wo die Veranstaltung nun genau stattfinden sollte. Parkplätze waren ausgeschildert, allerdings waren sie ohne weitere Informationen abgesperrt. Wir mussten uns irgendwo im Ort einen Parkplatz suchen, was auch hunderte andere PKW-Fahrer versuchten. In irgendeiner Nebenstraße vor einer Jugendeinrichtung fanden wir dann nach einer langen Sucherei einen Parkplatz, schulterten dort Tasche und Stativ und folgten dem Strom der Besucher einen knappen Kilometer durch den Körbecke in Richtung Seeufer.
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Etwas Licht ins Dunkel bringen

Octavia by nightInspiriert durch ein Foto von meinem Fotofreund Andreas wollte ich den neuen Familienkombi auch einmal ins rechte Licht rücken. Foto bei Tageslicht und Sonnenschein hatte ich einige Tage zuvor ja schon gemacht, nachdem das Auto frisch aus der Waschstraße kam. Jetzt sollte das Licht zu größten Teil einmal weichen – Nachtaufnahmen waren angesagt. Aber nicht einfach so bei Nacht, sondern mit einer zusätzlichen selbstgebauten Lichtquelle.
Für diesen und ein paar andere Zwecke hatte ich mir einige Zeit zuvor schon mein eigenes Lichtschwert gebaut. Aus einer LED-RGB-Lichterkette, einem BleiGel-Akku, einem Besenstiel und ein paar zusätzlichen Kleinteilen entstand ein Lichtschwert, das selbst bei Darth Vader einen bleibenden Eindruck hinterlassen hätte. Der 7.2Ah Akku versorgt die ca. 1.2m lange Lichterkette, die aus einer Vielzahl von farbigen RGB-LEDs besteht, über mehrere Stunden mit Spannung. Über eine kleine Fernbedienung können nun eine große Zahl verschiedener Farben und Leuchteffekte abgerufen werden. Erste Tests im nächtlichen heimischen Garten waren schon recht vielversprechend.
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Nicht nur heiße Luft

Warsteiner Internationale Montgolfiade 2012Woran erkennt man, dass der Herbst vor der Tür steht?
Richtig, an den Heißluftballons in der Luft.
Hier und dort findet man sie immer mal wieder am frühen Abend oder in der Morgendämmerung. Einen Höhepunkt findet dies aber jährlich mit der „Warsteiner Internationale Montgolfiade (WIM)“, die Anfang September auf dem Brauereigelände in Warstein stattfindet. Über eine Woche lang kann man die Heißluftballone am Himmel beobachten. Vorausgesetzt natürlich, dass das Wetter mitspielt und auch die Windrichtung zum eigenen Standort passt.

Meine Arbeitszeiten ließen es zu, dass ich nach Feierabend immer relativ passend zum Ballonstart durch Meschede fuhr. Der Wind war schwach und kam meist aus Nord bis Nordwest, so dass die Ballone zwangsweise meinen Weg kreuzten. Die Kamera war auch immer dabei, so dass ich das ein oder andere Foto auf dem Heimweg schießen konnte.

Am Mittwochabend entschied ich mich spontan dazu, die Burgruine in Eversberg als Standort für die Fotos zu wählen. Die hohe und in alle Richtungen freie Plattform lag in den Tagen zuvor immer relativ genau in der Route der Ballone und so versprach ich mir davon ein paar schöne Aufnahmen. Am Ziel angekommen zeigte mir die Webcam, die auf dem Startgeländer der Montgolfiade montiert war, trotz fortgeschrittener Zeit immer das gleiche Bild. Ein paar Fahrzeuge, einige Ballonkörbe, aber niemand, der einen Ballon aufrüstet. Das Wetter war stark bewölkt und es war verhältnismäßig windig. Der Start wurde abgesagt und auch ich fuhr wieder heim.

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