Archiv der Kategorie: Internet

Gestern hui – heute pfui?!

Viele sammeln alte Postkarten, um sich durch Fotos oder Zeichnungen an frühere Zeiten zu erinnern. Aber was ist eigentlich aus den dort abgebildeten Orten in der Zwischenzeit geworden?

Vor vielen Jahren hat Pablo Iglesias Maurer irgendwo ein Streichholzbriefchen gefunden, auf dem das Schwimmbad eines Hotelresorts in Poconos, Pennsylvania (USA) abgebildet ist. Er war neugierig, wie dieses Schwimmbad aus den 60er Jahren wohl heute aussehen würde und machte sich auf die Suche. Am Ende fand er das Schwimmbad und das ganze Resort verlassen vor und fotografierte die Szene aus der selben Perspektive, wie auf dem Streichholzbriefchen. Er kaufte weitere alte Postkarten dieses Resorts und fotografierte auch diese Szenen aus der gleichen Perspektive.
Maurer hat die Vorher-Nachher-Aufnahmen miteinander verschmolzen und zeigt sie als animierte GIFs [auf dieser Webseite].

Eine tolle Idee, die deutlich macht, wie vergänglich auch die heute noch neuen Prachtbauten sind, wenn sie irgendwann einmal ausgedieht haben und niemand mehr feucht durchwischt.

 

(Foto: Pablo Iglesias Maurer, via ‚this isn’t happiness‚)

Der Telnet-Weltatlas

Ein kleiner Beitrag für die Nerds unter uns, denen Google-Maps inzwischen viel zu langweilig geworden ist

Man nehme:

  • 1x Telnet-Client (z. B. Putty o.ä.)
  • 1x Telnet-Verbindung zu mapscii.me 
  • 6 Tasten für die Navigation. A/Z für den Zoom-Faktor und die Cursor-Tasten für die horizontale bzw. vertikale Bewegung.

Und fertig ist der kleine Weltatlas im handlichen ASCII-Format, in dem beinahe auch der Dackel des Nachbarn hinterm Haus zu sehen ist. 😉

 

Mit meinen Daten zurück nach Deutschland

Server roomSeit beinahe neun Jahren betreibe ich meine Webseiten und diverse andere Dienste bei domainFactory, einem deutschen Web Hoster mit Sitz in Ismaning bei München. Das Unternehmen hat mich über all die Jahre hinweg überzeugt. Viele meiner Fragen oder Anforderungen wurden zum größten Teil schnell und flexibel beantwortet bzw. in die Tat umgesetzt. Auch kleine tarifliche Abweichungen vom eigentlich gebuchten Tarif waren möglich und die Anzahl der Systemausfälle konnte ich in den Jahren an maximal einer Hand abzählen, sodass ich lange und gern dort meine monatlichen Kosten bezahlt habe.

Eine erste – für mich nicht so wirklich spürbare – Änderung ergab sich im Jahr 2013, als „Host Europe“ aus Großbritannien die „domainFactory“ übernahm (Bericht Heise-News [HIER]). Ich las in einigen Foren über mögliche negative Auswirkungen dieser Übernahme, wollte mir aber erst selbst ein Bild davon machen. Letztlich hat sich für mich aber nichts geändert. Der Service und die Verfügbarkeit blieb weiterhin sehr gut und so vergaß ich diese Tatsache irgendwann und machte mir keine weiteren Gedanken darüber.
Lies den Rest dieses Beitrags

Abgemahnt!

UrheberrechtIch hätte nie gedacht, dass ich mal einen solchen Brief bekommen sollte. Ich konnte mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Dabei war ich mir eigentlich sehr sicher, dass ich auf dem Gebiet keine Fehler mache, weil ich um die Risiken ganz genau weiß und daher diese Art von Briefen niemals meinen Briefkasten erreichen werden.

Aber da habe ich mich wohl getäuscht, denn ich habe einmal gepennt, einmal geschludert und die einfache Regel nicht beachtet, die mir nun zum teuren Verhängnis wurde.

Die Rede ist vom Urheberrecht und dessen Verletzung, die ich begangen habe. Die Abmahnung eines Kieler Anwalts erreichte mich “wie passend “ am Aschermittwoch. Ganze 21 Seiten umfasste das Schreiben, in dem man mir vorwarf, dass ich das Foto eines professionellen Fotografen unrechtmäßig auf meiner Webseite genutzt hätte. Als ich von dem Schreiben per Telefon erfuhr, konnte ich mir diesen Vorwurf kaum vorstellen. Natürlich nutze ich für meine Berichte auch verschiedene Bilder und Fotos, suche mir dabei auch nur die heraus, die frei weiterverwendet werden dürfen und versehe diese auch immer mit einer entsprechenden Quellenangabe. Meine eigenen Fotos, die ich auf Flickr.com veröffentliche können und dürfen auch weiterverwendet werden, wenn eine entsprechende Quellenangabe angegeben wird. Daher bin ich über diese Regelungen auch bestens im Bilde und halte mich immer daran. Ich erwarte das ja auch von jedem anderen, der meine Fotos irgendwo benutzt.
Lies den Rest dieses Beitrags

Daten in der Cloud führen vor das Amtsgericht

Secure Cloud ComputingNa, da funktioniert der Informationsfluss zwischen den USA und Deutschland ja wie geschmiert. Die polizeilichen Behörden zweier weit entfernter Länder arbeiten Hand in Hand.
Auf der einen Seite mag mich das ja sogar freuen. Auf der anderen Seite aber finde ich es schon sehr erschreckend, wie man hier bei Microsoft mit den Daten der eigenen Kunden umgeht.

Worum geht es hier?
Ein Deutscher nutzte die Cloud-Dienste von Microsoft (OneDrive) und speicherte dort seine Daten ab. Diese Daten wurden durch Microsoft ohne einen wirklichen Grund gescannt und überwacht. Dort fand man dann eine mutmaßlich jugendpornografische Datei, die dann inklusive aller Kundendaten an das deutsche Bundeskriminalamt weitergeleitet hat.
Lies den Rest dieses Beitrags

Gewinnspiele ohne Gewinne

Facebook-GewinnspielDamals, vor etlichen Jahren musste man, um an einem Gewinnspiel teilzunehmen, noch richtig hart arbeiten. Nicht genug, dass man noch richtige Rätsel lösen musste, die einem ein gewisses Maß an Gehirnschmalz und Wissen abverlangten. Denn nach dem Lösen des Rätsels war vor dem Ausfüllen der Postkarte. Es bedurfte also noch der eigenen Hand und einem Stift, um die Postkarte mit der eigenen und der Adresse des Gewinnspielausrichters und der richtigen Lösung auszufüllen. Danach musste man zu allem Übel auch noch eine Briefmarke kaufen und auf die Postkarte kleben und erst dann konnte man sich Hoffnungen auf einen Gewinn machen.
Viele Schritte und viel Aufwand, aber auch eine reelle Gewinnchance, denn die Anzahl der Teilnehmer war damals relativ übersichtlich. Zudem konnte man problemlos, wenn die eigene Brieftasche es hergab, auch mehrfach teilnehmen. Eine Kontrolle, dass pro Teilnehmer nur eine Karte vorhanden war, war damals kaum möglich.

Lies den Rest dieses Beitrags