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Anfangsgespeister Langdraht for my win!

In einem Jahr kann viel geschehen.
Seit meinem Wiedereinstig in die Welt des Amateurfunk hat sich meine Station bereits mehrfach verändert und bei Wahl der eingesetzten Kurzwellenantennen tat und tut sich auch einiges.

Für die Kurzwelle begann ich vor einem Jahr mit zwei Alumasten, die ich zum Teil aus meinen früheren Aktivitäten noch besaß und deren Fundamente und Hülsen noch vorhanden waren. Diese Masten befinden sich in je einer Grundstücksecke etwa 30m voneinander entfernt. Zwischen ihnen spannte ich für den Anfang einen Kelemen 80-40-20 Dipol, der mir von meinem langjährigem Nachbarn Wolfgang, DL8DZ, zur Verfügung gestellt wurde. Der Speisepunkt war am Dachgiebel angebracht, was nicht optimal, aber mehr oder weniger aus der Not heraus nicht anders möglich war. Ohne einen erhöhten Montagepunkt für die Einspeisung hätte die Antenne zu stark durchgehangen.
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Hochsauerland Diplom

Ein Amateurfunkdiplom ist eine Auszeichnung, die von einem Amateurfunkverband oder von einer Einzelperson herausgegeben wird und von jedem Funkamateur erworben werden kann. Sie honorieren meist eine Mindestzahl an Funkverbindungen nach bestimmten Vorgaben (Länder, Inseln, Verbandsmitglieder usw.). Weltweit gibt es über tausend verschiedene Amateurfunkdiplome. Auch Klubstationen können Diplome erlangen.

Das ist das, was Wikipedia über Diplome im Amateurfunk weiß.

Auch im Hochsauerland gibt es ein Diplom, denn – ob man es glaubt oder nicht – auch im Hochsauerland gibt es Funkamateure. Das „Hochsauerland Diplom“ zu erlangen ist dabei sogar relativ einfach, denn an jedem zweiten Dienstag im Monat findet der „Westfalen-Süd Aktivitätsabend (WSA)“ statt und mit etwas Glück sind an dem Abend genügend Stationen aus dem Sauerland aktiv, so dass damit das HSK-Diplom im Handumdrehen gearbeitet werden kann.

Stationen aus Deutschland benötigen 40 Punkte zur Erlangung des Diploms. Jede Verbindung zählt zwei Punkte, wobei mindestens zwei der zwölf im Sauerland ansässigen Clubstationen gearbeitet werden müssen. Verbindungen in Telegrafie oder mit Clubstationen zählen doppelt.

Die zwei notwendigen Verbindungen zu Clubstationen sind am WSA eigentlich immer möglich, da DLØDY (Meschede) und DLØIA bzw. DDØUKW (beide Sundern) sehr häufig teilnehmen. Am sichersten erreicht man die Clubstationen, so wie viele der anderen Funkamateure aus dem Sauerland über das 70cm-Relais DBØQH (438,875MHz) oder über Echolink.

Die genaue Ausschreibung des Hochsauerland-Diploms ist auf der Webseite des DARC Ortsverbands Meschede zu finden [HIER]

PS: DLØDY verteilt im Monat März 2017 den Sonder-DOK „55O3Ø“.

Jetzt wird’s digital

WSPR2.12Seit meinem Comeback im Mai ist nun schon wieder ein halbes Jahr vergangen und in dieser hat sich mein Shack wieder ordentlich gefüllt. Dort setze ich nun neben meinem ICOM IC-7400 auch einen YAESU FT-897 ein, wobei ich den IC-7400 hauptsächlich auf Kurzwelle und den FT-897 für die lokalen Repeater auf 2m und 70cm nutze.
Für die Zukunft plane ich, den YAESU auch portabel zu betreiben, suche dafür aber noch das geeignete Transportmittel (Koffer o.ä.) und geeignete Antennen. Damit werde ich mich dann aber in den Wintermonaten beschäftigen.
Im Auto bin ich mit einem Alinco DR-638H auf 2m und 70cm ebenfalls wieder QRV.
Insgesamt ist das Equipment also wieder größtenteils vollständig vorhanden und die ersten 700 Verbindungen haben auch schon ihren Platz im Logbuch gefunden.
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Neuer Mast, neue Antenne, neue Probleme…

Antennen DL4DEMan sagt ja, dass nichts beständiger ist als ein Provisorium.
Ich wollte den geliehenen und nur provisorisch montierten Kurzwellendipol nicht dauerhaft in der Form betreiben, zudem es nicht so störungsfrei funktionierte, wie anfangs geplant. Ich hatte im 40m Band ein dauerhaftes und dazu noch sehr starkes Rauschen von stellenweise 5dB über S9. Ich war mir sicher, dass es vor allem daran lag, dass der Speisepunkt des Dipols sehr nah am Gebäude positioniert war. Da ich aber nur die Antennenhalterung am Dachgiebel, einen Fahnenmast und einen Baum als Abspannpunkte nutzen konnte, blieb mir allerdings auch keine andere Möglichkeit.

Um die Antenne weiter entfernt vom Haus aufhängen zu können fehlte mir noch ein hoher Montagepunkt zwischen dem Baum und einem vorhandenen Fahnenmast. Der Baum sollte auf Dauer auch nicht für diese Funktion herhalten, so dass ich mich dann gleich auf die Suche nach zwei geeigneten Masten machte.
Von meinen damaligen Aktivitäten wusste ich noch, dass an der Grundstücksecke, in deren Nähe der besagte Baum steht, noch eine Bodenhülse für einen Mast im Boden steckte. Der Baum selbst ist in den vergangenen Jahren allerdings um einiges größer geworden, so dass dort kein Platz mehr für die Antenne war. Hier musste ich also entscheiden, ob ich da nur die störenden Äste entferne oder eventuell gleich den ganzen Baum fälle. Darum wollte ich mich aber erst dann kümmern, wenn ich genau weiß, in welcher Höhe der Dipol später hängen wird.
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Zurück „On Air“

DARC Funkertag 2004Never say never – sagte damals schon der große Sir Sean Connery und er hatte Recht damit.

Ich mache mir dieses Zitat nun zu Nutze und steige nach einer sechs jährigen Pause wieder in den Amateurfunk ein. Einmal getroffene Entscheidungen können und dürfen auch nach langer Zeit wieder rückgängig gemacht werden, wenn man wieder Lust und Spaß am altbekannten Hobby hat.

Drahtlos mit Funkgeräten unterwegs war ich damals ja schon lange. Das war da noch zu Zeiten, zu denen die Wörter Handy, Internet oder gar WLAN absolut unbekannt waren und schnurlose Telefone beispielsweise noch in den Kinderschuhen steckten.
Drahtlos, das können sich die Kids von heute ja überhaupt nicht vorstellen. 😉
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Einen Strich unter die Sache gemacht…

Kürzlich erreichte mich Post aus Münster. Die Bundesnetzagentur schrieb mir und wollte mein Bestes. Mein Geld.

Es geht um mein personenbezogenes Rufzeichen im Amateurfunkdienst und darum, dass ich dafür mal wieder Gebühren zu entrichten hätte. Mensch, ich habe bestimmt schon mehr als vier Jahre lang keinen Funkbetrieb mehr gemacht und nun möchte man wieder einmal Geld für etwas haben, was ich nicht nutze. Und gemäß welcher Verordnung zahlt man da? Na, ganz einfach. Die „Frequenzschutzbeitragsverordnung“ ist schuld. Wovor werden die Frequenzen hier eigentlich geschützt? Vor den Funkamateuren? 😉

Naja, ich habe mich dann einmal hingesetzt und überlegt, ob sich die Gebühren für mich in irgendeiner Weise überhaupt noch rentieren, denn schließlich betreibe ich die Funkerei nun schon seit langer Zeit nicht mehr und habe auch alle Geräte zwischenzeitlich verkauft und auch die Antennen werden nach und nach demontiert. – In den Vereinen ist auch nicht mehr wirklich viel los und daher habe ich mich damals schon aus dem aktiven Betrieb zurückgezogen.

Da ich mir sehr sicher bin, dass sich der Amateurfunk auf Dauer gesehen auf einem absteigenden Ast befindet, habe ich mich dazu entschlossen, hier einen Strich unter diese Freizeitaktivität zu machen. Ich kann wohl kaum davon ausgehen, dass es hier noch einmal zu einem gewissen Hype kommen wird und ich hier noch einmal aktiv werden würde. Nein, davon ist nicht auszugehen.

Daher übermittelte ich der Bundesnetzagentur meinen Wunsch auf Verzicht auf das Amateurfunkrufzeichen und auf den Verzicht weiterer Gebühren und Rechnungen.

Einerseits natürlich schon ein merkwürdiges Gefühl, denn schließlich kostete die Erlangung des Rufzeichens schon einiges an Zeit, Geld und Training. Aber da sich seit Jahren auf den Frequenzen immer weniger tut, die Amateurfunkgenehmigungen quasi verrammscht werden und die Aktivitäten in den hiesigen Vereinen auch mehr und mehr zurück geht, ist es für mich letztendlich sicher die richtige Entscheidung.

Zeiten ändern sich einfach. Gerade bei technischen Dingen.