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Neuer Mast, neue Antenne, neue Probleme…

Antennen DL4DEMan sagt ja, dass nichts beständiger ist als ein Provisorium.
Ich wollte den geliehenen und nur provisorisch montierten Kurzwellendipol nicht dauerhaft in der Form betreiben, zudem es nicht so störungsfrei funktionierte, wie anfangs geplant. Ich hatte im 40m Band ein dauerhaftes und dazu noch sehr starkes Rauschen von stellenweise 5dB über S9. Ich war mir sicher, dass es vor allem daran lag, dass der Speisepunkt des Dipols sehr nah am Gebäude positioniert war. Da ich aber nur die Antennenhalterung am Dachgiebel, einen Fahnenmast und einen Baum als Abspannpunkte nutzen konnte, blieb mir allerdings auch keine andere Möglichkeit.

Um die Antenne weiter entfernt vom Haus aufhängen zu können fehlte mir noch ein hoher Montagepunkt zwischen dem Baum und einem vorhandenen Fahnenmast. Der Baum sollte auf Dauer auch nicht für diese Funktion herhalten, so dass ich mich dann gleich auf die Suche nach zwei geeigneten Masten machte.
Von meinen damaligen Aktivitäten wusste ich noch, dass an der Grundstücksecke, in deren Nähe der besagte Baum steht, noch eine Bodenhülse für einen Mast im Boden steckte. Der Baum selbst ist in den vergangenen Jahren allerdings um einiges größer geworden, so dass dort kein Platz mehr für die Antenne war. Hier musste ich also entscheiden, ob ich da nur die störenden Äste entferne oder eventuell gleich den ganzen Baum fälle. Darum wollte ich mich aber erst dann kümmern, wenn ich genau weiß, in welcher Höhe der Dipol später hängen wird.
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Voice of America – 128 Antennenmasten gesprengt

Während ich mich zuhause um den Aufbau einer ordentlich funktionierende Antenne für meine Aktivitäten bemühe, werden derweil in den USA zum Teil ganze Antennenfarmen gesprengt.
Es sind beeindruckende und faszinierende Bilder. Aber aufgrund der beschränkten Möglichkeiten, die man im eigenen Wohngebiet so hat, schaue ich auch etwas neidisch und mit etwas Wehmut auf diese Bilder. Was ich mit derartigen Masten vor der eigenen Haustür nicht alles hätte machen können …. 😉

Die Firma Controlled Demolition, Inc. (CDI) aus Phoenix, Maryland , USA führt die erfolgreiche Sprengung von insgesamt 128 Antennenmasten in Washington, North Carolina durch.
Die Sprenungen der Masten mit einer Einzelhöhe von von 15m bis ca. 140m erfolgte in mehreren Phasen im Laufe von sieben Tagen.
Die letzten 48 „Quad“ Masten wurden in einer einzigen Sprengsequenz, um 4. April 2016 um 08:05 Uhr zerstört. Ein neuer Weltrekord in dieser Kategorie.

2016-05-18 13_03_10-Voice of America Radio Towers - Controlled Demolition, Inc. - YouTube

Rückbau…

Alles hat irgendwann ein Ende.
Und so habe ich nun nach etwa sechs Jahren, die ich hier wohne, an die Arbeit gemacht und den ersten Teil meiner Amateurfunk-Antennen hier am Haus abgebaut. Die Funkgeräte und etliches an Zubehör habe ich schon vor einigen Wochen bei einem großen Internet-Auktionshaus verkauft. Die Geräte verstaubten nur und nahmen auch nur unnötig Platz weg.

Somit musste jetzt der Kurzwellen-Dipol als erstes weichen. Der UKW-Rundstrahler auf dem Dach wird in Kürze folgen. Dafür brauche ich aber eine geeignete lange Leiter, da ich keine Lizenz als Freikletterer besitze und mir meine Knochen doch noch recht lieb und wichtig sind. 😉

Warum das alles?
Nun, der Amateurfunk hat für mich sehr an Reiz verloren. Im Jahr 1998 habe ich meine Lizenz gemacht und musste dafür noch hart büffeln und auch das Morsen war Bestandteil der Prüfungen. Heute werden die Lizenzen mangels Nachwuchs quasi mit offenen Händen unters Volk geworfen. Ohne jemandem dabei zu nahe treten zu wollen, aber das Niveau hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr nach unten bewegt. Vor allem auf deutschen UKW-Relais herscht heute zum Teil ein Ton, den man Dritten gar nicht erst zumuten möchte. Oder aber die Relais sind völlig tot und es meldet sich dort niemand mehr.
Naja, und da ich hier nicht wirklich die Möglichkeiten habe, wirklich gute und leistungsfähige Antennen aufzubauen, blieb es in all der Zeit bei Kompromissen. Es war nie wirklich gut, funktionierte aber.

Heute habe ich mit anderen Dingen schon viel Zeit verplant und so blieb in den letzten Jahren so gut wie keine Zeit mehr für die Funkerei.
Also mache ich hier einen Schlußstrich und bringe das Haus wieder in den Zustand, den es vorher hatte. Antennenfrei.