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Das immer wiederkehrende Winterchaos

Tief Monika

Bild von alles banane via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Winter. Temperaturen unter null. Schnee in der Luft und noch viel mehr am Boden.
Das alles sind Zutaten für ein ordentliches Verkehrschaos auf den Straßen dieser Republik.

Auf den 35km, die ich jeden Morgen auf den Weg ins Büro zurücklege erlebe ich so einiges, was mir morgens um 7Uhr schon den blanken Hass ins Gesicht treibt.

Bundesstraßen, die Innerorts perfekt geräumt daher nicht glatt sind, verleiten einige Verkehrsteilnehmer dann doch dazu, mit gemütlichen 30 km/h zu fahren. Vor ihnen weit und breit kein Fahrzeug mehr, die sind ja längst am Horizont verschwunden, dafür aber mehr als genug Gegenverkehr, der mich daran hindert, dieses rollende Verkehrshindernis zu überholen.

LKW, die an der geringsten Steigung kapitulieren müssen und damit ganze Hauptverkehrsstraßen blockieren. Ein Hoch auf die, der Witterung angepassten, Bereifung.
Kann vorher ja auch niemand ahnen, dass es im Sauerland ein paar Bodenerhebungen und dazu noch Schnee gibt. Schnee im Winter. Verrückt, oder?

LKW-Fahrer, die versuchen an diesen festgefahrenen Kollegen vorbei zu kommen, nur um dann wenige Zentimeter – weiter ebenfalls liegenzubleiben.

Ich überwinde auf dem Weg ins Büro so manchen Höhenmeter und erlebe in diesen Tagen daher täglich neue verkehrstechnische Herausforderungen. An die zusätzlich benötigte Zeit kann man sich ja gewöhnen, das Verhalten einiger Fahrer bringt mich aber jedes Mal wieder zur Weißglut. Als wäre es der erste Winter den sie im Sauerland erleben.

 

Riesenspaß mit der Telekom

Die Telekom.T-Mobile
Ein Unternehmen, welches sich schon immer mit Kommunikation beschäftigt hat.
Telefon, Mobilfunk, Internet, Netzwerke aller Art und vieles mehr.
Es fließen Massen von Informationen durch die Netze der Telekom.

Aber in den Köpfen der Entscheider scheint dieser Informationsfluss nicht anzukommen.
Wie sonst soll ich mir das erklären, was mir heute wiederfahren ist?

Es fing letztlich mit einem Fehler meinerseits an. Und ja, ich bin wohl der Schuldige für die ganze Misere.

Nun… das Handy eines Kollegen war defekt und er bat mich, dieses auszutauschen.
Ich rief die Geschäftskundenhotline der Telekom an und bat um einen schnellen Austausch. Alles verlief wie am Schnürchen. Am kommenden Tag kam der Paketdienst und tauschte das defekte Handy gegen ein baugleiches Ersatzgerät aus und nahm das alte mit.

Etliche Tage später erreichte mich ein Päckchen der Telekom, in dem das alte defekte Handy lag. Unrepariert zurück, da nicht bei der Telekom gekauft. – Oh, ja stimmt. Das war ein Gerät, welches damals ausnahmsweise anderweitig gekauft wurde. Mein Fehler, sorry. Da dem Gerät nichts weiter beilag, erwartete ich in den folgenden Tagen eine Rechnung über das Austauschgerät, die dann auch bezahlt worden wäre. Es geschah aber lange Zeit nichts.

Heute erhielt ich eine Mail. Der Mailadresse nach zu urteilen eine Telekom-Mitarbeiterin. Die Adresse war klar einem Mitarbeiter zugeordnet. Inhalt der Mail war nichts weiter als ein eingescannter Brief eines Supportpartners der Telekom der in dessen Auftrag schrieb. Der Dateiname war „image0000.tif“. In der Mail befand sich keine Anrede, keine Information über das warum und wieso oder sonst etwas, nur dieser eine Dateianhang. In diesem Schreiben, datiert vom gestrigen Tag, bat man mich, das Austauschgerät zurückzusenden. Frist: Bis gestern! Also zum selben Tag, an dem der Brief aufgesetzt wurde.
Da dies bekanntlich etwas schwierig ist und das Handy ja so oder so nicht zurückgesandt werden sollte, schrieb ich der Dame zurück und bat um eine entsprechende Rechnung. Das Senden der Mail quittierte mir unser Mailserver mit einer Fehlermeldung. Die Adresse konnte nicht aufgelöst werden und die Mail daher nicht zugestellt werden. Man konnte dort also keine Briefe mit der Post, aber Mails versenden. Dafür war der Empfang von E-Mails nicht möglich. Ob der Postweg funktioniert hätte? Ich will es nicht wissen!

Leicht genervt schaute ich dann erneut in das gescannte Schreiben und fand dort die Information, dass ich mich bei Fragen vertrauensvoll an die Kundenhotline unter der bekannten Kurzwahl wenden könne. Auch eine Referenznummer war auf dem Schreiben vermerkt.
Ich rief also dort an und konfrontierte den Mitarbeiter mit der Referenznummer. Damit könne er nichts anfangen, gab er mir zu Antwort. Also schilderte ich ihm den Fall. Dafür sei er nicht zuständig. Ich solle eine 01805-Rufnummer des Supportpartners anrufen und dort nachfragen.

Mein Wohlfühlfaktor sank stetig und leicht genervt rief ich diese neue Nummer an. Und wieder übermittelte ich die angegebene Referenznummer und wieder war mein Gegenüber damit nicht einverstanden. Derartige Referenznummern seien ihm nicht bekannt. Erneut schilderte ich den Fall. Dafür sind wir hier nicht zuständig. Da müsse ich bei der Telekom anrufen.
Mein Kopf schlug auf die Tischplatte. Hatte ich ihm nicht gerade noch gesagt, dass ich von der Telekom an ihn verwiesen wurde? Also wieder eine neue Rufnummer und wieder die Bitte, dort anzurufen. Das wären auf jeden Fall die richtigen Ansprechpartner. Wer’s glaubt?!

Ich musste mit mir kämpfen, am Telefon ruhig zu bleiben, was mir mehr oder eher weniger gelang.
Die dritte Nummer führte mich also zurück zur Telekom und natürlich konnte man auch dort nichts mit der Referenznummer anfangen. Erst die Angabe der Handy-Seriennummer führte zum Erfolg. Schnell und unkompliziert übermittelte ich dort meinen Wunsch nach einer Rechnung und der Fall war da dann doch endlich erledigt. Als ich meinem Gegenüber meinen Unmut über das Geschehene mitteilte, hörte ich zustimmende Worte. Es würden immer häufiger Kunden anrufen und sich über diese Probleme beschweren. Hätte mich auch gewundert, wenn ich ein Einzelfall gewesen wäre.

Ich verabschiedete mich nicht ohne zuvor nach einem Ansprechpartner bezüglich der Kundenzufriedenheit zu fragen. Ich erhielt eine Mailadresse, die für diese Fälle genau richtig wäre. Und als ich diese notierte musste ich laut lachen…. Schreibt selbst mal dorthin… schreibt an: kummerkasten.slv@telekom.de. xD

Ich hab es mir natürlich nicht nehmen lassen, meine Meinung offen und ehrlich kundzutun.

Und am Ende bat ich um Beantwortung meiner Fragen, die diesen Fall so unmöglich gemacht haben:

– Warum erhalte ich einen Brief nicht mit der Post, sondern eingescannt per E-Mail? (Schlechter Stil)
– Warum werden in dem Brief unrealistische Fristen gestellt? (Beamen beherrschen wir noch(!) nicht.)
– Warum ist die Mailadresse des Absenders nicht erreichbar?
– Warum wird in dem Schreiben die normale Hotline für Rückfragen genannt, wenn man dort nicht helfen kann?
– Warum wird eine Referenznummer in dem Schreiben angegeben, die niemandem etwas sagt?
– Warum lande ich dann doch wieder bei der Telekom, wenn doch ein Partner die Abwicklung übernimmt?

Ob man mir diese aber jemals beantworten wird, lasse ich mal dahingestellt. Ich glaube nicht an Wunder.

Mensch, Telekom. Warum macht ihr immer alles so kompliziert? Woanders wird man für so eine Arbeitsweise gefeuert. Bei euch ist das tägliche Routine und für den Kunden der blanke Horror!

Ich bin so froh, privat nichts, aber auch gar nichts mehr mit euch zu tun zu haben.

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[Update: 07.09.2011]

Soeben erhielt ich eine Mail vom Kummerkasten:

Sehr geehrter- Herr Schwenke,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Der Eingang SLV Kummerkasten ist für Anfragen bei technischen Problemen des T-VPP Portals zuständig.
Bitte wenden Sie sich daher nochmals an das Kundencenter der Telekom unter der Kurzwahl: 2202 kostenfrei über jedes Mobiltelefon, – welches mit einer Simkarte ( Postpaid )- der Deutschen Telekom betrieben wird.

Mit freundlichen Grüßen

 

Ja nee, is klar. Ihr lernt es einfach nicht.