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Happy Birthday, Windows!

WIndows 1.0Heute vor 30 Jahren erblickte Windows 1.0 das Licht der Welt und legte damit den Grundstein für den Weg zum erfolgreichsten Betriebssystem aller Zeiten. Auch wenn es immer noch genug Menschen gibt, die das „Klicki-Bunti“ grundsätzlich ablehnen und lieber auf MacOS (bzw. OS X) oder Linux setzen. Aber der Erfolg gibt Windows dann doch wieder Recht. Kein Betriebssystem ist weiter verbreitet und verfügt über eine derartige Masse an verfügbaren Anwendungen. Für besondere Aufgaben sind Mac und Linux sicher die bessere Wahl, obwohl man das wohl auch relativieren kann. Aber beim normalen Endanwender konnten sich die anderen Betriebssysteme einfach nicht durchsetzen. Mit Linux hat man einige Male den Versuch unternommen, erfolgreich war man dabei aber leider nicht.

Ja, ich gebe es zu. Ich bin ein Klicki-Bunti-Fan und ich habe sämtliche Versionen seit Windows 3.1 am eigenen Leib erlebt, verflucht, gehasst und ja, hin und wieder war ich auch zufrieden mit dem, was Microsoft da gezaubert hat.
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20 Jahre SMS

What are you writing?

Bild von Carlos Zambrano via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

20 Jahre alt wird heute ein Medium, welches ich bislang nur äußerst selten genutzt habe. Die SMS.

Heutzutage muss man ja schon beinahe froh sein, wenn eine neu entwickelte Technik dieses hohe Alter überhaupt erreicht. Bei anderen Systemen war im Alter von 20 Jahren der Zenith schon deutlich überschritten und es ging stetig bergab, bis hin zum vollständigen Verschwinden dieser Spezies. Die SMS scheint sich aber noch immer wachsender Beliebtheit zu erfreuen, wobei sie in ihrem bisherigen Leben nie weiterentwickelt oder sonst wie verändert wurde.

Genau 160 Zeichen passen in eine SMS und meist kostet sie genauso viel, wie ein 1- minütiges Telefonat. Und genau das war es, warum ich in meinem ganzen Leben vermutlich nur maximal zehn SMS geschrieben habe. Liegt wohl daran, dass ich bei solchen Dingen eher einen gewissen Geiz an den Tag lege. Denn sobald vom Gegenüber eine Rückfrage kommt und ich diese wieder mit einer SMS beantworte muss, kostet mich das Ganze mindestens doppelt so viel, als hätte ich von Vornherein angerufen. Denn in einer Minute klärt man meist weitaus mehr, als in eine einzige SMS hineinpasst.

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Happy Birthday, Brotkasten

Der Brotkasten wird 30…
Es war das Gerät, welches jeder besitzen wollte und musste. Wer ihn nicht besaß, war einfach nicht in, gehörte nicht dazu. Auch die kleinen Brüder dieses Rechners waren nichts im Gegensatz zu ihm – dem Commodore C64.

Commodore 64

Bild von Kid Clutch via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Vor genau 30 Jahren erblickte der C64 im Jahr 1982 auf der „Consumer Electronics Show“ in Las Vegas das Licht der Welt und wurde über die vielen Jahre zum absoluten Kassenschlager.-  Bis in das Jahr 1994 wurde er unverändert gebaut und verkauft- und es gingen weltweit insgesamt etwa 22 Millionen Stück über die Ladentische, wobei etwa 3 Millionen Stück alleine auf Deutschland entfielen. Der C64 steht mit diesen Werten im Guinness Buch der Rekorde als meistverkauftes Computermodell aller Zeiten und diesen Rekord wird ihm wo kein Computer mehr abnehmen. Welcher Rechner würde sich denn heute 12 Jahre lang unverändert auf dem Markt halten?

Der Commodore C64 kostete anfangs etwa 1.500 DM (ca. 755 Euro). Zubehörteile, wie z. B. das Diskettenlaufwerk schlugen mit etwa 1.200DM (ca. 600 Euro) Preis zu Buche. Aus heutiger Sicht unvorstellbar, dass ein einzelnes Laufwerk in etwa so viel, wie der übrige Rechner kostet. Spezielle Farbmonitore waren 1983 für ca. 750DM (ca. 380 Euro) erhältlich. Alles zusammen hat also schnell einen Gesamtpreis von über 1.700 Euro ergeben, was weder damals noch heute als Schnäppchen bezeichnet werden konnte.-  Erst im Laufe der Zeit wurde der C64 für die vielen interessierten Haushalte preislich interessant und vor allem auch erschwinglich. Aber trotz der anfangs hohen Preise etablierte sich der C64 zu einem großen Verkaufsschlager und nahm damals einen ähnlichen Stellenwertein, wie heute das iPhone von Apple.

Hier ein kleiner Vergleich mit Rechnern heutiger Generationen:
Im Vergleich zu aktuellen Multiprozessorsystemen mit zig Gigabyte Arbeitsspeicher und Festplatten jenseits der drei Terrabyte Marke war der C64 geradezu ein Nichts. Der Prozessor im C64 arbeitete mit überschaubarem 1 MHz, also grob dem 3 millionstel der Taktraten heutiger Prozessoren (3GHz). Von Prozessoren mit zwei, vier, sechs oder acht Kernen möchte ich da gar nicht erst sprechen.-  Der Hauptspeicher (RAM) des C64 war mit 64kiloByte ausgestattet. Heute arbeiten wir selbst bei billigen PCs mit der 65536-fachen Speichergröße (4GB). Und die Disketten fassten bei beidseitiger Benutzung maximal 360kB. Auf eine heute im Handel verfügbare Festplatte mit 3Terrabyte würden etwa 9 Millionen Disketten des C64 Platz finden. Festplatten spielten in der damaligen Zeit gerade für den C64 keine große Rolle. Die ersten verfügbaren Laufwerke mit einer Größe von beispielsweise 100MB Fassungsvermögen kosteten-  im Jahre 1990 „nur“ etwa 1.300US-Dollar. Bei den Preisen hielten sich die Verkaufszahlen in einem sehr übersichtlichen Rahmen.

Im Gegensatz zu den zig tausend PC- oder Mac-Modellen von heute hatte der Commodore C64 einen unverwechselbaren Charme. Das Design, welches einem Brotkasten nicht unähnlich sah, und dazu die schnell wachsenden Fangemeinde, die fleißig vor allem Spiele kaufte, aber auch mindestens ebenso zahlreich Kopierte. Ich erinnere mich noch gut an die Tage, an denen ich zig leere Disketten gekauft, ausgepackt, gelocht und formatiert habe. Aber auch die Zeit vor dem Kauf meines ersten Diskettenlaufwerks waren mehr als einprägsam. Denn damals ging es noch mit der Datasette und vielen Kassetten rund. Vorspulen, Stopp, Zurückspulen, Stopp, Play, falsche Stelle, wieder Vorspulen und wieder prüfen….. Das Laufwerk in dem Gerät musste schon einiges mitmachen.

Zum Glück gibt es seit vielen Jahren Emulatoren für den PC, damit man die Zeitreise in eine längst vergessene Zeit antreten kann, ohne gleich einen C64 zu kaufen, oder den eventuell noch vorhandenen Brotkasten aus dem Keller holen zu müssen.

Herzlichen Glückwunsch, C64!

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Links zum Thema:

Der Walkman feiert seinen 30. Geburtstag

Na, wer hätte das Gedacht?

Bild von „miniteca.org“ via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Da stoße ich zufällig auf eine Webseite, die davon berichtet, dass der gute alte Walkman in dieser Woche 30 Jahre alt wird.

Mensch, 30 Jahre…. schon eine wirklich lange Zeit. Erinnere mich noch gut an meine Walkmen (andere würden sicher „Walkmans“ schreiben), die sich so nach und nach bei mir angesammelt haben. Was war ich neidisch, als Freunde von mir die ersten Geräte inkl. Autoreserve am Gürten mit sich herumtrugen.- Später dann auch mit integriertem Radio. Das waren noch Zeiten….. Das größte Manko war aber, dass man wie wild hin und her Spulen musste, wenn man einen bestimmten Musiktitel suchte. Ohje, was wurde das Laufwerk strapaziert. Vor-Zurück-Play-wieder zurück-Play…. das mehfach und schnell hintereinander innerhalb weniger Augenblicke.Wie oft gab es dann auch einen leckeren Bandsalat, der zum Teil nur durch filigranes Basteln und Fuckeln wieder zu entfernen war? Damals, als wir noch 90/100/120Minuten Kassetten zuhauf kauften und die Bänder von Freunden und Bekannten kopierten.

Der Walkman hat sich wirklich lange gehalten. Was kam danach? MiniDisc-Player, Discman und nun der MP3-Player mit dem Ipod als Topseller. Aber letztlich übertrifft keines der Systeme den MP3-Player. Flexibler kann man seine Musik unterwegs nicht hören. Die Akkulaufzeiten haben sich über die Jahre auch enorm gesteigert. Keine Mechanik, die ein Band abspulte oder eine CD zum Rotieren brachte. Das spart enorm Energie, wodurch die Geräte noch länger ohne Ladegerät auskommen.

Heute lauf auch ich mit einem Ipod (classic 160) durch die Gegend. Dinge ändern sich halt.

Weitere Links zum Thema Walkman:

Bericht auf Süddeutsche.de

bild.de-Bericht

Bericht auf BBC-News (engl.)

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[UPDATE 10.12.2012]

Sony wird im Jahr 2013 die Produktion von Kassettenabspielgeräten (Diktiergeräte, Walkman, usw.) einstellen.
Damit stirbt der Walkman nun auch aus. Für viele sicher später als gedacht. Denn auch ich ging davon aus, dass diese Geräte schon lange nicht mehr hergestellt werden.