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O² und die Kundenkommunikation

Es kommt immer mal wieder vor, dass man sich mit Fragen oder Problemen an große Firmen wenden muss. Dabei muss die Angelegenheit nicht immer dringend und eilig sein. Wenn das Problem nicht unter den Nägeln brennt, dann ist auch die Wahl des Kommunikationskanals vielleicht anders, als bei wirklich dringenden Themen.
Ich hatte nur eine kleine unwichtige Anfrage. Aber der Reihe nach…

Es geschah wie so oft. Man sucht in einer großen und tiefen Schublade etwas und findet dort am Ende etwas völlig unerwartetes. Ich hielt mein altes und schon lange vergessenes Samsung B2100 Handy in der Hand. Lang ist’s her… und so habe ich es nicht wieder zurück in die Schublade gelegt, sondern mit ins Büro genommen.

In einer anderen Schublade, die sich vornehmlich um die Aufbewahrung der unzähligen Netzteile und Ladekabel kümmert, fand ich sogar das dazu passende Ladegerät. Das B2100 stammt noch aus einer Zeit, in der jedes Handy einen anderen Anschluss für das Ladegerät besaß. Der Akku war völlig leer, so dass ich es zunächst einmal für ein paar Minuten laden ließ.

Ein zarter Druck auf die Ein-/Austaste und ja, es erkannte mich tatsächlich direkt wieder.
„Hallo Meister!“ – Hallo, altes Samsung Phone. Phone, ohne Smart. Einfach nur Telefonieren und vielleicht noch ein paar SMS senden. So ursprünglich und pur war die mobile Kommunikation noch bis vor ein paar Jahren.

Samsung_B2100
Hallo Samsung!

Die Eingabe der PIN war kein Problem – ich kannte sie noch auswendig. Eine kleine Runde durch die Menüs und ich fand sogar noch ein paar alte Fotos, die das Handy eher schlecht als recht auf dem internen Speicher abgelegt hat. An Fotos der eigenen Kinder sieht man erst, wie alt die Aufnahmen sind. Die Kinder waren sehr klein und die Fotos damit schon verdammt alt.

Ich hatte die Hoffnung, dass die SIM Karte noch funktioniert und so versuchte ich unseren Festnetzanschluss zu erreichen. „Nur Notrufe!“ war die Antwort auf die Eingabe unserer Rufnummer.

Meine alte erste Handynummer musste sich noch auf der SIM Karte befinden. Ich wusste nur nicht mehr, ob die Nummer selbst nach der langen Zeit noch nutzbar ist. Diese hatte ich zuletzt zu O² übertragen und ich glaubte noch zu wissen, dass es ein Prepaid Tarif war, den ich ihr zugeordnet hatte. So ganz ohne Aktivitäten lassen die Provider diese Prepaid Nummern aber auch gerne einmal auslaufen und so verschwinden sie nach und nach von der Bildfläche. Ich war mir sicher, dass es die Nummer nicht mehr gibt. Aber wer weiß…?

Richtig, wenn es einer wissen muss, dann ist es O²!
Ich wollte mit dem Unternehmen Kontakt aufnehmen und schaute auf deren Webseite.
Unter dem Stichwort Kontakt weist man den Besucher direkt auf die Möglichkeiten via Chat, Hotline oder Mail/Post hin.

Meine Erfahrungen mit Chatbots sind insgesamt eher schlecht. Zumal der Bot hier nicht helfen kann, da er auf Kundendaten usw. zugreifen muss und dies ganz sicher nicht freigegeben ist. Daher fällt das schon einmal weg.
Der Anruf bei der Hotline kam für mich nicht in Frage, da es bereits spät am Abend war. Um die Zeit war die Hotline nicht mehr besetzt. Außerdem war meine Anfrage ja alles andere als eilig.
Also wählte ich auf der Webseite den Punkt „E-Mail oder Post“. Mir reichte es völlig, wenn man mir ein paar Tage später per Mail antworten würden.

An dieser Stelle wusste ich nicht, ob ich hier nun lachen oder weinen sollte.
Man wählt hier als Kunde bewusst den Weg via E-Mail und erhält dann die Information, dass man doch nicht wirklich per E-Mail mit dem Unternehmen in Kontakt treten möchte.
Doch, liebe O², ich möchte warten. Gerne sogar. Ich habe nämlich Zeit und möchte nur sicherstellen, dass euch meine Anfrage erreicht. Ich möchte keinen Chat, kein Forum oder mit dem Auto in einen eurer Shops fahren, um eine einfache Frage zu meiner alten Rufnummer zu stellen, die ich seit Jahren nicht mehr benutzt habe.
Wie soll mir ein mehr oder weniger öffentliches Forum helfen? Kundendaten werden ja sicher nicht offen in Foren gepostet, oder?! Vermutlich wird man dann so oder so auf E-Mail wechseln. Warum also nicht von vornherein?

Ok, was kann ich also tun?
Etliche Firmen betreiben mittlerweile eigene Social Media Teams, die sich um Kundenanfragen kümmern. Auf Twitter habe ich schon ein paar Mail etwas vom O² Support gelesen und so wählte ich dies als nächsten Schritt.
So sandte ich also eine kleine Anfrage per Direct Message an die Damen und Herren von O². Zwei Tage später erhielt ich eine Antwort:

Ok, das nahm ich erst einmal so hin, wenngleich ich mich schon ein wenig wunderte, warum man nicht in der Lage oder Willens war, meine Anfrage einfach an den Kundendienst weiter zu leiten.
Wenige Tage später griff ich die Anfrage via Twitter noch einmal auf und erhielt eine neue zusätzliche Auskunft, die mich doch etwas gewundert hat:

Und tatsächlich – Ich stellte die identische Anfrage als Nachricht über Facebook und wenig später, nachdem automatisch auf die fehlende Vertraulichkeit auf Facebook hingewiesen wurde und ich ein paar zusätzliche Kundendaten zur Legitimation übermittelt habe, erhielt ich die Antwort auf meine Frage.
Meine alte Rufnummer parkt in einem Tarif ohne Grundgebühren, der nur nach tatsächlicher Nutzung abgerechnet wird. Da die SIM Karte aber schon sehr alt ist, werde ich in den kommenden Tage eine neue erhalten, wenn ich möchte.

Vielen Dank für die Antwort O².
Das alles hätten wir sicher auch weitaus schneller und problemloser regeln können. Kontakt zum Kundenservice via E-Mail oder Kontaktformular sind nach wie vor üblich und bei vielen vielen anderen Firmen gelebte Realität.
Mir hilft kein O² Shop für den ich erst 10km durch das Land fahren muss.
Ein Forum ist da sicher auch eher unpassend, da persönliche Daten, Rufnummern usw. nicht öffentlich gemacht werden sollen.
Es hätte also so oder so eine private Kommunikation sein müssen und da ist auch im Jahre 2019 noch immer E-Mail die beste Wahl, was die Kombination aus Vertraulichkeit und Geschwindigkeit angeht.
Die Frage, warum ich via Facebook alle notwendigen Informationen erhalte, während man dies auf Twitter grundsätzlich ablehnt, erschließt sich mir dennoch nicht.
Für mich sind beide Kanäle gleich „sicher“.

Grafik: Pixabay

Die NSA und das Merkel Handy

Angela Merkel 10

Fotograf: Armin Kübelbeck, CC-BY-SAWikimedia Commons

Es gibt Dinge, die einen echt zur Weißglut bringen können. Schlimmer wird es noch, wenn man selbst keine Möglichkeit hat, diese Zustände in irgendeiner Weise zu verändern. Wenn man nur daneben stehen und zusehen kann, wie gewisse Dinge völlig schief laufen und sich niemand in ausreichendem Maße darum kümmern will.

Ein kleiner Blick zurück:
Vor Monaten wurde bekannt, dass die NSA (National Security Agency) der USA Teile des europäischen Datenverkehrs im Internet überwacht und mitprotokolliert. Eigentlich muss man kein Experte sein, um zu erkennen, was hier geschieht und welche Folgen dies haben kann und wird. Hier werden persönliche Daten gesammelt und verarbeitet. Die USA erfasst unter anderem, wer wem eine Mail schreibt und vermutlich bleibt auch der Inhalt nicht ungeachtet – auch wenn das immer wieder abgestritten wird.
Dass die NSA vermutlich auch den verschlüsselten Datenstrom (Stichwort SSL usw.) beim Online Banking o. ä. Aktivitäten mitliest war eigentlich nur noch eine Randnotiz. Wenn man große Unternehmen (Microsoft, Google usw.) dazu bringt, freiwillig Daten weiterzureichen, dann ist der Zugriff auf verschlüsselte Informationen nur noch ein Kinderspiel. Mit dem notwendigen Druck findet sich immer jemand, der den Zugriff darauf „freiwillig“ möglich macht. Lies den Rest dieses Beitrags

Von Androiden und Smartphones…

HP/Palm WebOS

Bild von Leobardo Martinez via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Smartphones gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Waren sie vor einigen Jahren noch Exoten, so gibt es heute kaum noch Handys im klassischen Sinn. Und so existieren neben den vielen hundert verschiedenen Modellen auch etliche sehr unterschiedliche Betriebssysteme.-  Android, Symbian, iOS, Bada, webOS, Windows Phone und Blackberry beherrschen mehr oder weniger den Markt.-  Früher gab es bei den Smartphone eigentlich keine wirklichen Alternativen zu Microsofts Windows Mobile Betriebssystem. Die Black Berrys gab es natürlich auch, diese waren aber nur etwas für den Business-Einsatz im Unternehmen und fielen als Alternative im Grunde genommen von vornherein aus. Dienstlich nutze ich ein BlackBerry seit mehr als einem Jahr und habe die Erfahrung gemacht, dass ich es für den privaten Gebrauch nicht wirklich empfehlen kann. Trotz einer schnellen Hardware ist das Torch9800 vielfach am ruckeln und stellenweise mühsam zu bedienen.

Als im vergangenen Jahr die Qual der Wahl bezüglich eines neuen Smartphones aufkam, stellte sich für mich natürlich auch die Frage nach dem installierten Betriebssystem. Zusätzlich wollte ich die Gelegenheit nutzen und erstmalig einen Datentarif dazu buchen.
Meine bisherigen Erfahrungen mit dem System von Microsoft (bis Windows Mobile 6.5) mit diversen Handys (T-Mobile MDA II/III/IV, HTC Touch Diamond usw.) waren durchwachsen bis schlecht. Es hakelte an allen Ecken und Kanten und die Bedienung war auch sehr schwierig. Mit einem Stift konnte man es noch recht gut bedienen. Die Nutzung mit dem Finger war größtenteils unmöglich, da die Schaltflächen zu klein waren oder das Gerät erst nach dem zweiten oder dritten Tippen reagierte. Aber Aufgrund fehlender Alternativen blieb mir nichts anderes übrig, als damit zu leben. Auch wenn Microsoft seit einiger Zeit das neue „Windows Phone 7“ anbietet, bin ich doch von auf einem auf Smartphones installiertem Windows mehr als geheilt. Microsoft soll weiter seinen Schwerpunkt auf die PC- und Server-Systeme setzen. Da weiß ich, dass es funktioniert.

Bild von photo4howi via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Aus Kostengründen fiel meine erste Wahl Anfang 2011 auf das HP/Palm Pixi Plus mit dem Betriebssystem WebOS. Ein Freund nutzte dieses Gerät bereits und konnte es mir auf einer Geburtstagsfeier zeigen. Für meine Zwecke war es ausreichend. Browser, E-Mail, sowie Facebook & Co. Waren letztlich das, was ich hauptsächlich nutzten wollte. Der Preis war mit knapp unter 200 Euro auch recht günstig, so dass ich Zugriff.
Nach der ersten Freude und Euphorie über das neue Gerät folgte schon wenig später eine gewisse Ernüchterung. Frei nach dem Motto „Der Appetit kommt beim Essen“ erkannte ich, dass das Gerät in seinen Möglichkeiten doch sehr eingeschränkt war. Die Anzahl der im Netz verfügbaren Apps war sehr übersichtlich und beim Vergleich mit den Handys der Kollegen musste ich immer mehr feststellen, dass es sehr viele Interessante Dinge für Smartphones gibt, das Pixi plus dafür aber nur bedingt oder gar nicht geeignet war. Es war schlicht ein Fehlkauf. Wenig später erfuhr ich, dass auch der vormals noch so begeisterte Freund kurze Zeit später ein anderes Gerät gekauft hat. 😉

Aufgrund vieler Empfehlungen folgte einige Wochen später dann der Kauf des Motorola Defy, das mit Android 2.1 installiert war. Das war schon eine ganz andere Welt. Größeres Display, schnellerer Prozessor und vor allem ein Betriebssystem, welches eine große Auswahl an sinnvollen und sinnfreien Anwendung bot. Ok, der Preis war auch etwa 100 Euro über dem des Pixi plus, aber ich wollte einfach keine Kompromisse mehr eingehen. Diesen Kauf habe ich bis heute nicht bereut.

Das Pixi plus ging dann an meine Frau, die zu dem Zeitpunkt noch mit einem Samsung SGH-E250 unterwegs war. Auch sie wollte erstmals einen Datentarif nutzen und die ersten Gehversuche damit machen. Und dafür war das Pixi plus völlig ausreichend. Aber auch hier stiegen schnell die Anforderungen und das Handy wurde binnen weniger Monate nur noch mit einem gewissen Unmut genutzt. Eine Frau möchte Mann natürlich nur auf Dauer nicht so missmutig sehen und so suchte ich nach einer Alternative. Die gesetzt Kostengrenze von max. 180 Euro führte mich letztlich zu einem Nokia C6-01, dessen Testberichte durchweg gut ausfielen. Hier waren Display und Prozessor jeweils besser und kräftiger als beim Pixi plus und auch beim Einsatz von Symbian als Betriebssystem machte ich mir keine Sorgen. Ich bestellte das Gerät und die ersten Gehversuche waren sehr vielversprechend. Das Gerät war hervorragend verarbeitet und mit dem Metallgehäuse hatte man dabei auch das Gefühl ein wertiges Gerät in den Händen zu halten.
Ein halbes Jahr lang war die Welt in Ordnung. Das ging dann so lange, bis auch Freunde von uns auf Android und Datentarif umstiegen und gemeinsam diverse Apps nutzten, die meiner Frau und ihrem Symbian vorenthalten blieben. So wollte aber doch auch so gerne damit arbeiten. Und ja, ich sah es ein. Ich hätte nicht wieder ein Experiment starten dürfen. Symbian war und ist ganz nett, aber auch hier fehlt die vielfallt an Anwendungen.
Und das was dann folgte war und ist die logische Konsequenz der bisherigen Ereignisse…

Der Weihnachtsmann war es dann, der ein neues Motorola Defy unter den Weihnachtsbaum legte. Die Augen leuchteten und die Welt war in Ordnung. Ich hätte mir den Schritt über das Symbian echt sparen können. Aber da habe ich dann doch wieder nur am falschen Ende gespart.
Auf dem Markt gibt es also wohl nur zwei wirklich brauchbare Systeme. Android und iOS. Den Rest kann man mehr oder weniger ignorieren. Naja, die alten Geräte habe ich zwischenzeitlich wieder verkauft, wobei aber natürlich einige Euro auf der Strecke blieben. Lehrgeld nennt man das, oder?!

Aus drei mach eins…

Jetzt sind sie endlich alle vereint.
Damals hätte ich ein Handy nicht nur mit Dual-SIM-Funktion benötigt, sondern gleich drei SIM-Karten hätten dort zum Einsatz kommen müssen. Die erste SIM mit meiner persönlichen Rufnummer, die zweite mit der dienstlichen Datenflatrate und die dritte mit der Telefonflatrate.
Mir standen also alle Funktionen zur Verfügung, die man sich so wünscht. Allerdings schön verteilt auf drei SIM-Karten, die natürlich nur einzeln nutzbar waren. Oder aber ich wäre ständig mit drei Handys durch die Gegend gerannt, wobei ich mir da zuvor noch zusätzliche Taschen in die Jacken hätte nähen müssen, um die Geräte unterbringen zu können.

Mitte 2010 habe ich begonnen den ersten Schritt in Richtung Funktionsvereinigung zu machen.
Der damals neu abgeschlossene Vertrag bei O2 bietet mir nicht nur eine günstige Datenoption, sondern auch sehr günstige Gesprächsgebühren. Bei der Menge der abgehenden Telefonate rechnet sich eine Flatrate nicht, daher habe ich auch darauf verzichtet. Mit diesem Schritt waren schon einmal zwei Funktionen unter einen gemeinsamen Hut gebracht.
Es fehlte nur noch die Übernahme meiner schon seit dem ersten Tag genutzten und entsprechend liebgewonnenen Rufnummer. Diese wollte ich unter allen Umständen übernehmen, doch war sie – noch an meinen T-Mobile-Vertrag gekoppelt und konnte auch vor Ablauf der Laufzeit nicht von diesem gelöst werden. Den Versuch zur vorzeitigen Übernahme habe ich unternommen und die T-Mobile nach den entsprechenden Möglichkeiten befragt. Natürlich war ich bereit den Vertrag von meiner Seite bis zum Ende zu erfüllen und die Kosten für die restlichen Monate zu bezahlen. Doch die T-Mobile zeigte sich da leider sehr unflexibel und so musste ich zwangsläufig bis zum Vertragsende warten.

Ende März war es dann soweit und der Vertrag bei der T-Mobile lief aus. Den Auftrag zur Rufnummernübernahme hat O2 äußerst schnell und problemlos in die Tat umgesetzt und somit bin ich seit gestern wiedervereint. Rufnummer, Datenoption und günstige Gesprächspreise. Alles vereint auf einer SIM-Karte in einem Handy.
Kein Flickenteppich mehr. Endlich alles unter einem Dach. Und der Kampf mit den zig SIM-Karten hat damit auch ein Ende.

Alles wird gut! 😉

 

Die Entscheidung ist gefallen…

Nach meinem misslungenen Selbstversuch mit dem Blackberry Bold9000 suchte ich nach einer möglichen Alternative. Nein, ich scheute nicht die „softwareseitigen Umbaumaßnahmen“, die notwendig wären, um das Gerät ohne eine kostenpflichtige Blackberry-Option vernünftig ans Laufen zu bekommen. Mein Ziel war es vielmehr, ein Handy zu besitzen, auf das ich mich verlassen kann und an dem ich im Fehlerfall nicht umständlich herumoperieren muss.

Natürlich stellte ich an ein neues Handy gewisse Grundvoraussetzungen.
Zum einen natürlich das Betriebssystem.

Von Windows Mobile war ich geheilt. Auch wenn man bei Microsoft die aktuelle Version 7 als Neuerfindung des Rades anpreist. Auf dem PC und Server gerne ein geeignetes Windows, im Smartphone habe ich damit aber schon zu viele schlechte Erfahrungen gemacht.

Ein iOS von Apple in Form des iPhone mag ein gutes, zuverlässiges und hochwertiges Smartphone-System sein, aber die dahinter liegende Preispolitik bin ich nicht bereit mit zu tragen. In zwei Jahren kostet das iPhone zum Beispiel bei O2 inkl. der Tarifgrundgebühren mehr als 1.250 Euro. Aus meiner Sicht mehr als übertrieben. Eine solche Summe würde ich anderweitig anlegen. Aber nicht für „nur“ ein Handy.

Das WebOS von Palm/HP machte mir in Form des PALM Pixi plus schon einen recht guten Eindruck, den ich in den vergangenen sechs Wochen mit dem Gerät gewinnen konnte. Bei Palm fehlt es mir aber an einer ausreichend großen Produktpalette und ich fand kein Gerät, welches meinen Wünschen gerecht wurde.

Blackberry…. Ein wirklich überzeugendes System im betrieblichen Umfeld und mit den richtigen Tarifoptionen im Rücken. Ich nutze dienstlich ja schon seit knapp acht Wochen ein Torch9800 und bin damit mehr als zufrieden.

Nun, letztlich bin ich dann bei einem Android hängen geblieben. In den aktuelleren Versionen ist das Betriebssystem als stabil und performant bekannt geworden, so dass ich mir sicher war, hier ein recht gutes und zuverlässiges System zu kaufen.
Aber natürlich war nicht nur das Betriebssystem ein Kaufkriterium. Preis, Display, Auflösung, Kamera, Speichergröße und die im Internet verfügbaren Softwarepakete spielten natürlich auch eine nicht unwesentliche Rolle.

Nach dem Lesen etlicher Test- und Erfahrungsberichte fiel meine Wahl auf das Motorola DEFY. Das Handy, welches in der Werbung als quasi „unkaputtbar“ angepriesen wurde. Wasserdicht, kratzfestes Display – schlicht ein ordentlich robustes Handy. Nach Werbeangaben soll es der Schutzklasse IP67 genügen. Also staubdicht und geschützt gegen zeitweises Untertauchen. Nicht, dass ich mit meinen Handys bislang unsanft umgegangen wäre, aber man kann ja nie wissen, was in Zukunft alles geschehen wird.
Das Defy nutze ich nun seit vier Tagen und bin mit dem Gerät sehr zufrieden.
Auch wenn ich leider erst kurz nach der Bestellung gelesen habe, dass es einen Serienfehler geben soll, der die Hörmuschel betrifft, so lasse ich es doch darauf ankommen. Kommt es zu einem Defekt, so schicke ich es ein. Wie gesagt…. wenn es dazu kommen sollte. Ich mache mir da keine überhöhten Sorgen.
Das Display des Defy ist selbst bei hellem Tageslicht und direkter Sonneneinstrahlung noch gut zu erkennen. Mein damaliges HTC Touch Diamond konnte man im Freien selbst bei bewölktem Himmel so gut wie gar nicht nutzen. Die Auflösung von 480x854Pixel bei 3,7Zoll des Defy macht ebenso einen sehr guten Eindruck. Alles lässt sich klar und deutlich ablesen, auch wenn die Schriftgröße auf ein Minimum gesetzt ist.
Der Prozessor ist mit seinen 800MHz vielleicht nicht der allerschnellste, dennoch reicht die Rechenleistung für alles, was ich bislang mit dem Gerät angestellt habe. Sämtliche Videos wurden flüssig und ruckelfrei wiedergegen und auch das Navigieren durch die verschiedenen Menüs oder das Browsen durch die Twitter- und Facebook-Apps bringt das Gerät nicht ins Schwitzen.

Ich werde sicher im Laufe der kommenden Wochen und Monate noch viele Erfahrungen mit dem Gerät machen. Die ersten Schritte damit haben wir aber schon gezeigt, dass das Android-System kein schlechtes Betriebssystem ist.

In die Sicherheitsfalle getappt…

Die Idee war gut und vor allem günstig.
Allerdings habe ich eine grundlegende Sache nicht berücksichtigt, die mich nun dazu zwang, diese Idee wieder zu verwerfen.

Was war geschehen?
Ein glücklicher Zufall brachte mich spontan in den Besitz eines Handys aus dem Hause RIM. Einem Blackberry Bold9000.
Da ich dienstlich schon seit einiger Zeit ein Blackberry Torch9800 mit mir herumtrage und damit äußerst zufrieden bin, lag es für mich nah, auch privat auf Blackberry zu setzen. Allein die Akkulaufzeiten sind mehr als bemerkenswert und von der Software und den Möglichkeiten war ich schon lange überzeugt. Warum also nicht auch privat damit arbeiten?

Daheim legte ich also meine SIM-Karte in das Gerät ein und begann mit der Einrichtung. Internetzugang (APN usw.) und WLAN waren schnell konfiguriert und funktionierten au

Bild von Cheuk-man Kong via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

f Anhieb. Kurz darauf lud ich noch die aktuelle Version der Blackberry-Facebook-App herunter und installierte sie.Nach der Installation wünschte das Handy neu gestartet zu werden und ab hier nahm das Unheil seinen Lauf.

Das Handy startete also neu und fragte mich kurz darauf nach meiner PIN-Nummer. Nach der Eingabe und der Meldung „Code angenommen“ erschien eine neue, mir bis dahin unbekannte,Kennworteingabeaufforderung. „You device is locked. Please enter password to unlock it.“ Ich versuchte verschiedene Möglichkeiten, kam aber nicht an dieser Sperre vorbei. Schließlich kannte mich das Gerät noch gar nicht so lange, als dass hier viele Kennwörter in Frage kämen. Nach einigen weiteren Neustarts und Ernüchterungen brach ich dann ab.

Am nächsten Tag im Büro nahm ich Kontakt mit der Blackberry-Hotline unseres Mobilfunkproviders auf und bat um Unterstützung, um das Handy entweder für meine Zwecke oder zumindest grundsätzlich wieder nutzbar zu machen.

Es stellte sich während des Gesprächs heraus, dass hier die Security-Policy des bis dato für das Gerät zuständigen „Blackberry Enterprise Server“ zugeschlagen hat. Denn auch wenn ein Blackberry „gewiped“, also alle Nutzerdaten gelöscht werden, so bleibt diese Sicherheitsrichtlinie davon unberührt und es führt dazu, dass eine fremde SIM-Karte zu der beschriebenen Sperre führt. Diese Funktion dient gewöhnlich dazu, ein Gerät für einen Dieb oder zufälligen Finder unbrauchbar zu machen, wenn dieser seine eigene SIM-Karte einsetzt.

Über eine gesonderte Software war es mir aber möglich, das Gerät komplett zurückzusetzen und die Firmware komplett neu aufzuspielen. Das Gerät ist nach knapp 1,5 Stunden also wieder frei von sämtlichen Sperren und könnte erneut in Betrieb genommen werden.

Bevor ich aber früher oder später mit neuen Problemen konfrontiert werde, habe ich mich entschlossen, einen völlig anderen Weg zu gehen. Schließlich ist es nicht so ohne weiteres möglich, ein Blackberry ohne gebuchte BlackBerry-Option zu betreiben. Hier und da muss man Anpassungen machen und Tricks anwenden, um alle Funktionen nutzbar zu machen. Oder aber man bucht die Blackkberry-Option für schlanke 5Euro/Monat bei seinem Mobilfunkprovider zu. Aber das ist mir für den Zweck schlicht zu viel Geld.
Ich habe mich nun für einen anderen Weg entschieden. Es sollte in wenigen Tagen geliefert werden und dann werde ich sicher noch einmal darüber berichten.