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Das immer wiederkehrende Winterchaos

Winter. Temperaturen unter null. Schnee in der Luft und noch viel mehr am Boden.
Das alles sind Zutaten für ein ordentliches Verkehrschaos auf den Straßen dieser Republik.

Auf den 35km, die ich jeden Morgen auf den Weg ins Büro zurücklege erlebe ich so einiges, was mir morgens um 7Uhr schon den blanken Hass ins Gesicht treibt.

Bundesstraßen, die Innerorts perfekt geräumt daher nicht glatt sind, verleiten einige Verkehrsteilnehmer dann doch dazu, mit gemütlichen 30 km/h zu fahren. Vor ihnen weit und breit kein Fahrzeug mehr, die sind ja längst am Horizont verschwunden, dafür aber mehr als genug Gegenverkehr, der mich daran hindert, dieses rollende Verkehrshindernis zu überholen.

LKW, die an der geringsten Steigung kapitulieren müssen und damit ganze Hauptverkehrsstraßen blockieren. Ein Hoch auf die, der Witterung angepassten, Bereifung.
Kann vorher ja auch niemand ahnen, dass es im Sauerland ein paar Bodenerhebungen und dazu noch Schnee gibt. Schnee im Winter. Verrückt, oder?

LKW-Fahrer, die versuchen an diesen festgefahrenen Kollegen vorbei zu kommen, nur um dann wenige Zentimeter – weiter ebenfalls liegenzubleiben.

Ich überwinde auf dem Weg ins Büro so manchen Höhenmeter und erlebe in diesen Tagen daher täglich neue verkehrstechnische Herausforderungen. An die zusätzlich benötigte Zeit kann man sich ja gewöhnen, das Verhalten einiger Fahrer bringt mich aber jedes Mal wieder zur Weißglut. Als wäre es der erste Winter den sie im Sauerland erleben.

 

Darf es noch etwas mehr Schnee sein?

Straße

Bild von Alex Voigt via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Das ging ja schneller und heftiger als zuvor gedacht.
Im November zögerte ich noch mit dem Wechsel von Sommer- auf Winterreifen. Gewöhnlich gab es in den letzten Monaten des Jahres keinen oder nur sehr wenig Schnee, so dass sich der Reifenwechsel kaum lohnte. Ich gab dem Wunsch meiner Frau nun nach und lies die Reifen bereits am 19. November wechseln. Letztlich ist es auch besser vor dem großen Ansturm in der Werkstatt zu sein, denn mit dem Herabfallen der ersten Schneeflocke regieren die anderen Autofahrer vielfach eher panisch und stürmen in Massen die Werkstätten. Da bekommt man dann für lange Zeit keinen passenden Termin mehr.

Seit dem besagten Tag war das Wetter relativ konstant kühl, aber trocken und vor allem schneefrei. Also einmal wie immer, dachte ich noch. Das änderte sich dann aber am 2. Dezember, an dem morgens ich zur Bowling-Liga nach Paderborn musste. Sicherheitshalber fuhr ich schon eine halbe Stunde eher los als gewöhnlich und mit Mühe kam ich gerade noch pünktlich an. Chaotische Verhältnisse mit sehr glatten Straßen.

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Frühsport…

Es ist Zeit für Sport. Frühsport.
Also auf die Schaufel, fertig, los. Der Bürgersteig und der Weg zur Haustür müssen von Schnee und Eis befreit werden.

Heute morgen war der Höhepunkt der bisherigen Wintersaison. Mehr als 25cm Neuschnee wären allein noch in Ordnung. Allerdings war der Schnee sehr nass und dadurch schwer zu entfernen. Von Schneeschieben konnte da keine Rede mehr sein. Schneeschaufeln war angesagt.

Dann das nächste Problem: Wohin mit dem ganzen Schnee?
Auf die Straße? Wo einem der städtische Räumdienst den ganzen Kram wieder auf den Weg zurück schiebt?
Oder beim Räumen immer an den eigenen Autos vorbei rennen und den Schnee auf die Wiese werfen?

Jetzt scheint das Schlimmste vorüber zu sein. Es schneit seit Stunden nicht mehr und die Straßen sind auch frei.
Der Deutsche Wetterdienst warnt nun aber aktuell vor Tauwetter für Gebiete unterhalb 600m.
Soll der Schnee doch ruhig liegen bleiben, solange kein neuer hinzukommt. Hochwasser braucht hier niemand.

 

Der Winter und kein Ende…

Da denkt und hofft man, dass es doch nun endlich einmal vorüber ist, dann wacht man morgens auf und bemerkt, dass das Wetter wieder einmal rückfällig geworden ist. Der Winter hat kein Interesse daran das Feld zu räumen und so lagen heute morgen wieder einige Zentimeter Pulverschnee auf der Straße und auf dem Auto.-  Morgendliche Temperaturen um -5 bis -11-°C tun ihr übriges, um den Weg zu Arbeit jedes mal zu einem Happening werden zu lassen.

Auf der heutigen Fahrt zum Arbeitgeber meiner Wahl bemerkte ich schnell, welche Stadt noch Salzreservern besitzt und welche nicht. In Arnsberg scheint es kein Salz mehr zu geben. Selbst der Räumdienst ansich ist heute Vormittag wohl nicht sonderlich aktiv geworden. Die Straßen waren zum Teil enorm glatt und an den Steigungen hatte ich schon ein wenig zu kämpfen. Zum Glück hatte ich aber keinen LKW vor mir, so dass ich unbeschadet im Betrieb ankam.

Apropos unbeschadet… Dieser Winter hat leider auch meinen ersten Blechschaden seit vielen Jahren verursacht. Während einer Fahrt über eine durch den Schnee beengten Straße in Meschede rutschte ich aufgrund der zur Seite hin abfallenden Straße beim Beschleunigen leichte gegen die Leitplanke. Zum Glück war ich nur mit Schrittempo unterwegs, so blieb es bei einem bis auf das Blech verkratzten und leicht eingedrückten Kotflügel. Kein wirklich großer Schaden, aber genug, um der Lackiererei drei Tage später 130Euro für die Reparatur zu bezahlen.

So ganz langsam würde ich mich über positive Temperaturen und eine umfangreiche Schneeschmelze freuen. Liegt vielleicht auch daran, dass wir einen so lang andauernden Winter schon lange nicht mehr genießen durften. Irgendwann muss aber doch mal schluß sein…. 😉

Schnee³…

Es schneit.

War gestern abend nur der restliche Schnee der vergangenen Tage am Straßenrand zu sehen, so liegen wir heute unter einer ordentlich dicken Schneedecke, die stündlich dicker wird.
Spätestens alle zwei Stunden wird nun der Gehweg nachgeräumt. Der Nachschub von oben lässt nicht nach.

Wie hieß dieser alte Grieche noch? Sisyphos. Richtig. Nur mit dem Unterschied, dass er mit Schnee keine Probleme hatte. Ich habe dafür nichts mit Felsbrocken zu tun.

Naja… gleich geht es wieder raus zum Schneeräumen.
Ist ja nun schon eine Weile her, dass wir über eine so lange Zeit gleichleibend kalte und verschneite Bedingungen hatten. Die Kinder freut es umsomehr. 🙂

Und wenn einem dann noch den selbsternannte Bürgermeister* persönlich den Schnee vor dem Haus räumt, dann kann nichts mehr schief gehen. (…denkt sich sicher mein Nachbar, dem man – warum auch immer – so uneigennützig den Schnee vor der Tür räumt.)

*) Ein Insider. Also kein Bürgermeister im eigentlichen Sinne.