#Wirbleibenzuhause – Corona

Wir schreiben den 29.03.2020. Das erste Quartal des gefühlt noch so jungen Jahres ist übermorgen schon wieder vorbei.

Ein Blick aus dem Fenster. Es schneit. Nicht stark, aber schon seit einigen Stunden relativ stetig. Meteorologisch ist seit neun Tagen Frühling und seit heute Nacht leben wir sogar wieder in der Sommerzeit. Das Wetter kümmert es gerade herzlich wenig. Aber gut, für das Sauerland ist das ja nun nicht so ungewöhnlich, wenngleich es eigentlich mehr als genug Zeit im Winter für dieses Wetter gegeben hätte.

Und was gibt es sonst noch?

Ja, stimmt. Über das Wetter kann man viel reden und nachdenken, aber es dauert dann nicht sehr lange bis man wieder auf das Hauptthema der letzten Wochen zu sprechen kommt oder im Radio, Fernsehen oder Internet darüber liest und hört.

Corona

Diese eine Wort – dieses eine Virus, das aktuell die ganze Welt auf links dreht und unser Leben vollständig verändert.

Home-Office – Woche 3 beginnt jetzt

Seit zwei Wochen verbringe ich meine Arbeitszeit nun schon daheim im Home-Office. Erstmals in meinen mehr als fast 25 Jahren, die ich in der der IT-Branche arbeite. Während die Heimarbeit für Entwickler u. a. ja schon eher zur gelebten Regelmäßigkeit gehört, muss man als IT’ler mit meinem Tätigkeitsgebiet, mit Einsätzen an vorderster Front, schon regelmäßig den Schraubendreher zum Einsatz bringen, was von Zuhause eher schwierig wird. Remote-Schraubendreher mit Cloud-Anbindung hat leider noch niemand erfunden.

Ich spare mir zwar nun die Fahrzeit und könnte mich nach Feierabend so theoretisch 30-40 Minuten früher meinen Freizeitaktivitäten widmen, aber daran war in den vergangenen Wochen nicht zu denken. Längerfristig geplante Arbeiten mussten und müssen vorgezogen werden, so dass der Arbeitstag dadurch insgesamt länger wird. Der europaweit ausgerufene Home-Office-Einsatz der Kollegen, sorgte natürlich ebenfalls für erhöhten Support- und Arbeitsaufwand.

Leider fallen dafür im Gegensatz dazu sehr viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung weg. Glücklicherweise gibt es in Nordrheinwestfalen bislang keine Ausgangssperre, so dass wir uns noch frei draußen bewegen dürfen. Aber außer dem wöchentlichen Supermarktbesuch und dem ein oder anderen Spaziergang bzw. einer Tour mit dem Fahrrad ist da nicht mehr viel. Wir halten uns an die Aufforderung zuhause zu bleiben und soziale Kontakte größtmöglich zu vermeiden. Aber das ist schon nicht leicht und auf Dauer alles andere als erstrebenswert. Dafür bleibt das Auto größtenteils im Stall und spart sich in diesen drei Wochen mehr als 1.000km für die täglichen Ritt zur Firma. Dass der Preis für einen Liter Diesel aktuell bei knapp über einem Euro liegt, ignoriere ich dabei einfach mal. Besser gar nicht, als zu einem günstigen Preis zu tanken.

Auf dem Nachbargrundstück hat man in der vergangenen Woche ein Fertighaus quasi aus dem Boden gestampft. Aus dem Bürofenster konnte ich die Arbeiten gut verfolgen, was mir in der Firma in jedem Fall vorenthalten worden wäre.

Die Kinder sind nun dank Corona ganztägig zuhause und erhalten über eine zentrale Schulplattform neue Aufgaben in allen Fächern. Das ist für sie auch eine völlig neue Herausforderung und fordert eine Menge Selbstdisziplin. Bislang schlagen sie sich recht gut und profitieren natürlich auch davon, dass sie insgesamt mehr Freizeit haben und nicht jeden Tag so früh wie sonst aufstehen müssen.

Wir haben nun angefangen das Zimmer von Eric zu renovieren. Schon vor Corona hatte er sich eine neue Farbe und andere Tapeten an der Wand gewünscht. Die Tapeten hatten wir schon vor etwa vier Wochen gekauft. Ein Besuch in unserem Baumarkt um die Ecke (natürlich unter Berücksichtigung der gebotenen Abstandsregeln) sorgte jetzt noch dafür, dass wir nun alle Werkzeuge und Materialien im Haus haben. Für Beschäftigung ist also gesorgt. Wenngleich dies niemals zu meinen Hobbys zählen wird. Soviel ist mal klar.

Morgen geht es dann also in die dritte Woche im heimischen Büro. Ich bin gespannt, was neben den bisher schon geplanten Aufgaben noch so alles auf mich wartet. Langeweile kommt sicher nicht auf.

Allen Lesern meines kleinen Blogs wünsche ich weiterhin viel Gesundheit oder, im Fall der Fälle, gute Besserung.

Bleibt weiterhin zu Hause und haltet euch an die Empfehlungen, was Abstände und die Vermeidung sozialer Kontakte angeht.

Wir werden das Corona schon schaukeln!

Veröffentlicht am 29. März 2020 in Persönliches und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Helfegerne4000

    Die Corona-Zeit ist wirklich nicht leicht. Jetzt musste ich erstmal meine umfangreiche Zahnbehandlung aus Angst vor einer Infektion absagen. Naja, jetzt gestalte ich ebenfalls meine Wohnung um. Die geplante Zahnreise Budapest findet dann halt später statt.

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