Archiv der Kategorie: Allgemeines

Der Dachboden des Vergessens…

Eigentlich war es gar nicht geplant, aber es kommt dann ja doch immer anders als gedacht.

Nachdem wir nun nach einigen Monaten endlich unsere neue Couchgarnitur in Empfang nehmen konnten, wurde natürlich auch das ein oder andere Möbelstück im Wohnzimmer umgestellt und dessen Inhalt teilweise umgelagert. Am Ende bin ich dann mit einem großen Arm voller „Zeugs“ auf den Dachboden gegangen, um die Dinge dort zu lagern. Man kennt das ja. Zum Wegwerfen zu schade und zum Aufstellen nicht mehr gut genug.

Auf dem Dachboden stieß ich dann auf drei Kartons deren Inhalte ich nur noch ganz schwach in Erinnerung hatte. Ich wusste, dass es Kabel und Elektrokleingeräte sein mussten. Aber was lag da wirklich seit Jahren ungenutzt auf dem Dachboden herum? Die Erkundung dieser drei Kartons hat mich mehr als zwei Stunden in ihren Bann gezogen und ich fand dabei Dinge, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass wir die überhaupt noch besitzen. Daneben gab es etliche Teile, die längst hätten entsorgt werden können, da man damit schon seit Ewigkeiten nichts mehr anfangen kann.
Was fand ich da so alles? Ein mindestens 25 Jahre alter Radiowecker. Ein sicher ebenso altes CB-Funkgerät (für Insider: Midland Alan 48). Ein Autoradio von Philips, das ich damals in meinem ersten eigenen Auto eingebaut hatte. Natürlich nur mit Kassetten-Funktion und ohne RDS. Alte PC-Kabel, die heute niemand mehr einsetzen kann und will (IDE, SCSI, 9/25pol seriell, Druckerkabel usw.). Zwei Mäuse mit PS/2-Anschluss mit Kugel und ohne Scrollrad. Alte Papst-Gehäuselüfter. Zwei alte PC-Netzteile. Drei uralte PCI und AGP Grafikkarten. Alte Bleigel-Akkus. Ein vorsteinzeitlicher Akkuschrauber und und und…..

Da wurden dann doch so einige Erinnerungen wach. Damals, als ich noch meine heiß geliebte „Super Carbonium“ (eine damals hochmoderne CB-Funk-Antenne, die jeder mobile CB-Funker haben musste.) an der Heckklappe meines Opel Kadett, mit dem oben schon erwähnten Radio, – spazieren fuhr. Damals, als wir ständig auf der Suche nach den richtigen Kabeln, Adaptern und Steckern für das analoge Modem waren und damit mit sage und schreibe 56kbit/s im Internet unterwegs waren (Zum Vergleich für die Kids: DSL16.000 ist heute 303x schneller). Bedienungsanleitungen für Geräte die man schon lange nicht mehr besitzt. Alles wurde aufbewahrt. Wer weiß, wann man es mal wieder benötigt.

Wann man es wieder benötigt? Nie. Niemals wieder. Die Klamotten lagen in den Kisten seit teilweise mehr 10 Jahren völlig unangetastet. Es ist verrückt, was man alles besitzt, ohne dass man sich noch daran erinnern kann. Vergessen und verdrängt. So wie vieles, was sich in deutschen Kellern oder auf Dachböden so findet.

Naja, ich habe mir eine noch größere Kiste geholt und sehr großzügig aussortiert. Nur sehr wenig ist der Fahrt zum Bauhof der Stadt entkommen. Und die nächste Fuhre ist schon vorgeplant. In meinem Büro verstecken sich noch etliche PC-Ersatzteile, die heute auch kein Mensch mehr braucht und die auch keinen wirklichen finanziellen Wert mehr darstellen. Das wird dann die nächste Tour zum Elektroschrott-Container der Stadt.

Bin schon gespannt, wann wir die Dinge aussortieren und entsorgen, die ich jetzt erst noch eingelagert habe. Wobei wir heute schon etliches wegwerfen, was früher für Jahre im Keller gelandet wäre. Aber man kann sich ja nicht immer von allem trennen. Noch nicht. Später vielleicht.

Der ewige Kreislauf…

Von toten Künstlern und zurückgetretenen Präsidenten

In den letzten Wochen war ja mal wieder eine ganze Menge los.

Erst stirbt wieder einmal ein großer Musik- und Filmstar viel zu früh einen mysteriösen Tod und dann macht sich der jüngste Bundespräsident aller Zeiten nach der kürzesten Amtszeit aller Zeit aus dem Staub.

Whitney Houston stirbt mit nur 48 Jahren in einem Hotel und noch weiß niemand so recht warum. Es scheint, als wäre die Todesursache umso mysteriöser, je jünger die Stars sind. Angefangen bei Michael Jackson, über Amy Winehouse bis hin zu besagter Whitney Houson, die nur wenige Meilen von Michael Jacksons Haus gestorben ist. Beim King of Pop musste die Öffentlichkeit knapp zwei Monate auf die Bekanntgabe der Todesursache warten. Mal schauen, wie lang es dieses Mal dauert und was später als wirkliche Todesursache festgestellt wird.

Sie reiht sich mit ihrem Tod in eine lange Liste berühmter Künstler ein, die ganz im Gegensatz zu Johannes Heesters, für den Tod viel zu jung waren. Michael Jackson war 51., Amy Winehouse 28. Falco 41, Kurt Cobain 27, Jim Morrison 28 und Elvis Presley 42 Jahre alt. Nehme ich davon einmal den Mittelwert, so komme ich auf ein Durchschnittsalter von 37 Jahren, was mir sehr bekannt vorkommt, denn auch ich werde in diesem Jahr 37 Jahre alt. Hat das etwas zu bedeuten? Muss ich mir irgendwelche Sorgen machen? Nein, eigentlich nicht. Denn schließlich fehlt mir zum frühen Tod noch dieses entscheidende Stück Berühmtheit. Außerdem pflege ich keinen so überschwänglichen Lebensstil und ich kann mir auch keinen Privatarzt leisten, der mir die notwendige Dosis Narkosemittel verabreicht. Na also, es ist doch alles in bester Ordnung. Super!

Naja, über unseren Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff möchte ich gar nicht viel schreiben. Sebastian Vettel war der jüngste Formel1-Weltmeister und Christian Wulff der jüngste Präses unseres Landes. Der eine ist noch aktiv und strebt in den kommenden Monaten einer möglichen dritten Amtszeit entgegen, der andere ist nach viel Unruhe um seine frühere Tätigkeit mehr oder weniger von selbst gegangen und fährt von nun an ohne Chauffeur in seinem privaten Skoda Yeti zum Frisör. Seine Vorgänger brachten es alle auf mindestens fünf oder gar zehn Jahr in Amt und Würden. Christian Wulff hat mit seinen 598 Tagen nicht einmal eine halbe Amtszeit zusammen bekommen.

Naja, es kann auf jeden Fall niemand sagen, es wäre nichts los. Die Presse hat auch alle Hände voll zu tun, um die neusten Gerüchte und Geschehnisse aufzugreifen. Ist doch schön zu sehen, dass dort nicht vor Langeweile umkommt. Womit sich der Kreis wieder schließt.

 

Auf ein Neues…

Das war’s dann mal wieder.
Pünktlich zu Beginn der letzten 12 Stunden des letzten Tages im Jahr 2011 möchte ich hier noch einmal einen kleinen Beitrag schreiben und auf die vergangenen 12 Monate zurückblicken.

Was war 2011?
Eines war 2011 ganz sicher. Es war mal wieder einmal viel zu schnell vorbei. Die 12 Monate flogen wie in Zeitraffer vorüber und nun bereiten wir uns auf die Silvesterfeier heute Abend vor.

Was war noch?

 

Bild von Harold Neal via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Wetter…
Naja, Wetter? War der Frühling noch sehr verheißungsvoll und wie ich las wohl der sonnigste seit 1880, so zeigte sich der Sommer von seiner (Achtung, Wortspiel) größten Schattenseite. Nur wenige Sonnentage mit einigermaßen sommerlichen Temperaturen, dafür umso mehr Wolken und Regen. Das einzig wirklich Angenehme im vergangenen Jahr war der Herbst, der beinahe ganz ohne Niederschläge auskam und uns lange noch mit Temperaturen über 20-°C-  versorgte. War wohl der Versuch einer kleinen Wiedergutmachung nach dem abgesoffenen Sommer. Und der Winter scheint uns – bis jetzt – links liegen zu lassen. Die Tage, an denen es bisher geschneit hat, kann man an zwei Fingern abzählen. Dafür gab und gibt es aktuell Temperaturen knapp unter 10-°C. Kommt mir beinahe wärmer als im Sommer vor. 😉

Sport…
Mein Sportjahr in Sachen Bowling war für mich eigentlich sehr zufriedenstellend. Wenngleich noch die guten Ergebnisse in Wettkämpfen und Liga rar gesät sind, so konnte ich mich im Training doch gut steigern und dann, so bin ich mir sicher, werden auch die Leistungen in der Liga besser werden.
Einen kleinen Rückblick auf 2011 habe ich ja schon in meinem Bowling-Blog verfasst.

Gestorben sind auch einige…
Den größten Verlust hat Deutschland aus meiner Sicht mit dem Tod von Loriot zu beklagen. Er war aus meiner Sicht der beste Humorist, den dieses Land je zu bieten hatte und er ist bis heute unerreicht. Jopie Heesters war letztlich schon sehr lange überfällig. Wie ich hörte, wurde er schon seit Jahren verzweifelt mit Suchanzeigen im Jenseits gesucht. Nun konnte er dann doch endlich gefunden werden. Über Amy Winehouse möchte ich gar nichts weiter schreiben. Klar, sie war für den Tot zu jung, hat mit ihrem Lebensstil aber auch nichts dafür getan, länger auf diesem Planeten zu verweilen. Viele andere Schauspieler, die ich vor allem in meiner Kindheit mehr oder weniger gern im TV gesehen habe,-  sind ebenso verstorben. Dazu gehören Walter Giller, Witta Pohl, Peter Alexander, Heinz Reincke und und und. „Helden meiner Kindheit“ an denen man immer wieder feststellt, dass die Zeit nicht still steht.

TV
Darüber kann ich mich schon lange nicht mehr aufregen.
Nach der x-ten Staffeln von Deutschland sucht den Superstar, BigBrothe, JungleCamp, Bauer sucht Frau usw. kann mich eigentlich nichts mehr erschüttern. Noch nie war Fremdschämen so allgegenwärtig wie heute. Ich bin froh, das ganze Jahr lang so gut wie nichts davon gesehen zu haben. Das Beste sind dabei aber nachwievor die Quizfragen bei Galileo & Co. „Nennen sie eine Stadt im Ruhrgebiet. – a) Essen b) Trinken.“ – Danke, habe verstanden.
Spannend bleibt die Frage, ob und wer Wetten dass…? weitermachen wird. Schon verrückt, dass ich selbst diese Show bereits mit sechs Jahren gesehen habe, wenngleich ich früher große Schwierigkeiten mit dem Spielprinzip hatte. Es kommt nicht häufig vor, dass eine Show im TV 30 Jahre überlebt. Von daher bin ich schon gespannt, was man daraus macht und wer nun wirklich die Nachfolge von Thomas Gottschalk übernehmen soll.

 

Bild von sj liew via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Tja, und sonst?
Ach ja… aus dem Vorsatz, die Steuererklärung dieses Mal so schnell wie möglich beim Finanzamt einzureichen, wurde letztlich die Tatsache, dass wir erst vor wenigen Tagen den Steuerbescheid von dort zurück erhalten haben. Das aber nicht, weil das Finanzamt so lange für die Bearbeitung gebraucht hat (ok, dort hat man sich auch drei Monate damit auseinandergesetzt), sondern vielmehr weil wir es mal wieder geschafft haben die Unterlagen bereits im September einzureichen. Aber so ist das mit den guten Vorsätzen.

Ansonsten gehören wir nun auch zu den schulpflichtigen Eltern und dürfen uns die nächsten Jahre an die Schulferien halten und unseren Urlaub nur noch in der Hauptsaison buchen. Aber wir hatten ja nun sechs Jahr Zeit uns darauf einzustellen.

 

Das nächste Jahr startet in einigen Stunden und mit guten Vorsätzen will ich mich bewusst zurückhalten. Es kommt so oder so anders, als geplant und da belasse ich es lieber bei Überraschungen. 😉

 

Allen zufälligen und regelmäßigen Lesern meines kleinen Blog wünsche ich alles Gute für das kommende Jahr 2012!

 

Eine vor und dann wieder eine zurück…

Hauptverwaltung Techniker Krankenkasse

Bild von Techniker Krankenkasse via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Morgen können wir wieder richtig viel erledigen. Schließlich haben wir dazu auch verdammt viel Zeit, denn man gibt uns die verlorene Stunde vom Frühjahr zurück. Willkommen in der Winterzeit.

Nach meiner Meinung wird es Zeit, diese seit 1980 geltende Regelung wieder abzuschaffen. Wirkliche Energiespareffekte scheint es ja auch nicht zu geben. Aber Deutschland hält munter weiter an dieser Regelung fest. Retten wir lieber Griechenland.

Anders ist es in Russland. Da hat President Dmitrij Medwedjew angeordnet, dass die Uhren nicht wieder auf Winterzeit umgestellt werden. Ob Angela Merken so eine Entscheidung auch irgendwann einmal treffen wird?

Wenn es nach mir ginge, dann könnte der Verzicht auf diese Umstellung schon heute Nacht in die Tat umgesetzt werden.

Was mache ich bloß mit der zusätzlichen Stunde?